Bild: Patrick Schönfeld
Das erzählt sie in unserem Job-Podcast "Und was machst du so?"

Der Tod begleitet Theresa seit ihrer Kindheit: Als sie klein war, starben ihre Großeltern, mit 19 verlor sie ihren ersten Freund. Er litt an Diabetes und starb aufgrund einer Unterzuckerung. Damals wusste sie nicht, wie sie mit der Trauer umgehen sollte, Theresa wurde depressiv. In den Jahren danach lernte sie, mit Verlusten umzugehen, ihre Einstellung zum Ende des Lebens änderte sich. Heute will Theresa ihre Erfahrungen weitergeben und Sterbenden und ihren Angehörigen die Angst vor dem Tod nehmen.

Theresa Donath, 31, ist Palliativpflegerin und ehrenamtliche Notfallseelsorgerin in Dresden.

Wie werde ich Palliativpflegerin oder Palliativpfleger?

Palliativpflegende kümmern sich um unheilbar kranke Menschen. Ziel ist es, ihnen das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten, ihre Schmerzen zu lindern und psychosozialen Beistand zu leisten. Um in der Palliativpflege arbeiten zu können, benötigt man zunächst eine Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann. Die neue Ausbildung gibt es seit Januar 2020, sie dauert drei Jahre und vereint die Ausbildungen zur Kinderkranken-, Kranken- und Altenpflege. Der praktische Teil findet im Krankenhaus, Seniorenheim oder ähnlichen Einrichtungen statt, die Theorie in der Berufsschule. Hat man die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen, empfiehlt es sich, zunächst zwei Jahre Berufserfahrung zu sammeln. (ausbildung.de)

Anschließend gibt es die Möglichkeit, sich in der Palliativpflege weiterzubilden. Der Kurs ist berufsbegleitend und erstreckt sich etwa ein Jahr lang über mehrere Wochenunterrichtsblöcke. Absolventinnen und Absolventen erhalten abschließend ein Zertifikat, das sie offiziell zur Palliativfachkraft qualifiziert. (Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin)

Mit einer Weiterbildung erhöhen sich auch die Gehaltsaussichten. Bei einer Anstellung im Öffentlichen Dienst liegt der Verdienst zwischen 3100 und 3500 Euro brutto im Monat. In privaten Einrichtungen sind Gehälter zwischen 2500 und 4000 Euro brutto im Monat möglich. (pflegestudium.de

Theresa pflegt Menschen, die unheilbar krank sind. Sie lindert ihre Schmerzen und Symptome und bietet ihnen seelischen Beistand. Damit versucht sie, ihren Patientinnen und Patienten ein so angenehmes Leben wie möglich zu bereiten, bevor sie sterben. 

  • Wie geht sie damit um, täglich mit dem Tod konfrontiert zu werden?
  • Was denkt sie über Sterbehilfe?
  • Und wie möchte sie selbst einmal sterben?

Das erzählt Theresa in "Und was machst du so?", dem Job-Podcast von bento: 

„Was mir Angst macht, das schiebe ich nicht weg.“
Palliativpflegerin Theresa Donath

Worum geht's im Podcast?

Wir wollen heute anders arbeiten als unsere Eltern. Wir wollen nicht blind die Karriereleiter hochklettern, sondern einen Job, der uns erfüllt. Dafür sind wir bereit, uns zu verausgaben. Im Mitarbeitergespräch fragen wir unsere Chefs eher nach einem Sabbatical als einer Gehaltserhöhung.

Carolina Torres und Sarah Klößer sprechen in unserem Job-Podcast "Und was machst du so?" abwechselnd mit jungen Menschen über ihre Berufe. Was motiviert sie? Was bedeutet Erfolg für sie? Und wie wichtig ist ihnen ihre Work-Life-Balance?

Du kannst unseren Podcast kostenlos hören, wo und wann du willst. Du findest ihn auf bento und auf Plattformen wie Apple Podcasts und iTunesSpotifyDeezerSoundcloud oder Google Podcasts. Wenn du den Podcast abonnierst, verpasst du keine Folge mehr. 

Für alle weiteren Podcatcher und Podcast-Apps findest du hier den RSS-Feed des Podcasts.

Du hast Fragen? Lob? Oder Kritik? Vielleicht möchtest du auch selbst mit uns über deinen Beruf sprechen? Dann maile uns an undwasmachstduso@bento.de. Oder schreib uns gerne eine Podcast-Review auf iTunes! 


Uni und Arbeit

Warum Studierende gegen Bildungsministerin Anja Karliczek demonstrieren
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Erst bekamen sie lange gar keine Unterstützung, dann wurden finanzielle Hilfen beschlossen, die ihrer Meinung nach nicht reichen: Am Montag protestierten Studierende in elf deutschen Städten gegen das Vorgehen von Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) in der Coronakrise.

Ende April hatte Karliczek angekündigt, Studierenden, die wegen des Coronavirus in finanzielle Not geraten sind, mit Darlehen zu helfen – eine Maßnahme, die Studierendenvertreter und die Jugendorganisationen der Parteien harsch kritisierten. Nun gab das Bildungsministerium bekannt, dass Studierende im Juni, Juli und August auch eine finanzielle Nothilfe von bis zu 500 Euro pro Monat erhalten können. Doch auch das halten viele Studierende für unzureichend.

Welche Corona-Hilfen fordern Studierende?

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