Bild: bento
Das erzählt er in unserem Job-Podcast "Und was machst du so?"

Ein bisschen Nervenkitzel, schnell Verantwortung übernehmen und Probleme lösen. Das sind neben dem guten Gehalt die Punkte, die Don-Felix Ryzek in seinen Job gezogen haben.

Der 35-jährige Münchner arbeitet neben seiner Assistenzarztstelle in der Unfallchirurgie als Notarzt.

Wie wird man Notärztin oder Notarzt?

Wer nach Abitur und – im Normalfall – sechsjährigem Medizinstudium als Arzt Notarzteinsätze fahren will, benötigt einen Notarztschein. Dafür muss man 24 Monate in der unmittelbaren Patientenversorgung tätig sein, davon mindestens sechs Monate in der Intensivmedizin, Anästhesiologie oder in der Notaufnahme. Außerdem nimmt man an einem 80-stündigen Notarztkurs teil und fährt mindestens 50 Einsätze unter Anleitung eines erfahrenen Notarztes. Zuletzt muss eine Prüfung bei der Ärztekammer abgelegt werden.

Laut der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) haben schätzungsweise ca. 80.000 Ärzte die Zusatzbezeichnung Notfallmedizin. Davon dürfte jedoch nur die Hälfte der Notärzte aktiv sein. Die Bundesvereinigung der Arbeitsgemeinschaften der Notärzte Deutschlands (BAND) hat derzeit mehr als 11.000 aktive Mitglieder.

Da der Rettungsdienst Ländersache ist, ist die Organisation und die Vergütung regional sehr unterschiedlich. Das Einstiegsgehalt von Assistenzärzten liegt bei etwa 4.500 Euro. Laut BAND arbeiten die meisten Notärzte neben ihrer eigentlichen Kliniktätigkeit freiberuflich auf Honorarbasis. Dann bekommen sie je nach Standort meist 30-60 Euro pro Stunde und ggf. Zulagen, wie Nachtzuschläge, pro Einsatz.

Jeder Einsatz ist für ihn eine neue Herausforderung. Als Notarzt muss er den Überblick bewahren und in Stresssituationen lebenswichtige Entscheidungen treffen – ganz egal, wie viele Stunden Arbeit bereits hinter ihm liegen.

Auf Instagram zeigt er seinen Followern, was es bedeutet, als Notarzt zu arbeiten: Dort erzählt er von schlaflosen Nächten, zeigt blutverschmierte Hände, aber auch ein Privatleben mit Familienfotos und Bildern aus dem Kampfsportverein.

  • Wann hört man auf, zu helfen? 
  • Wie fühlt es sich an, wenn ein Patient in seinen Armen stirbt?
  • Wie schafft er es auch noch in der letzten Stunde einer 48-Stunden-Schicht, fit für seine Patienten zu sein? 

Das erzählt er in "Und was machst du so?", dem Job-Podcast von bento:

„Es geht nicht einfach nur blind um Lebenretten, sondern es geht darum, ein Leben so zu retten, dass es weiterhin lebenswert ist.“
Notarzt Don-Felix Ryzek

Worum geht's im Podcast?

Wir wollen heute anders arbeiten als unsere Eltern. Wir wollen nicht blind die Karriereleiter hochklettern, sondern einen Job, der uns erfüllt. Dafür sind wir bereit, uns zu verausgaben. Im Mitarbeitergespräch fragen wir unsere Chefs eher nach einem Sabbatical als einer Gehaltserhöhung.

Carolina Torres und Sarah Klößer sprechen in unserem Job-Podcast "Und was machst du so?" abwechselnd mit jungen Menschen über ihre Berufe. Was motiviert sie? Was bedeutet Erfolg für sie? Und wie wichtig ist ihnen ihre Work-Life-Balance?

Du kannst unseren Podcast kostenlos hören, wo und wann du willst. Du findest ihn auf bento und auf Plattformen wie Apple Podcasts und iTunesSpotifyDeezerSoundcloud oder Google Podcasts. Wenn du den Podcast abonnierst, verpasst du keine Folge mehr. 

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Du hast Fragen? Lob? Oder Kritik? Vielleicht möchtest du auch selbst mit uns über deinen Beruf sprechen? Dann maile uns an undwasmachstduso@bento.de. Oder schreib uns gerne eine Podcast-Review auf iTunes! 


Future

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Vor ein paar Wochen habe ich es zum ersten Mal getan. Ich habe ein Angebot abgelehnt, obwohl ich als Gründerin gerade in den ersten Monaten auf jeden Auftrag angewiesen bin. Eine namhafte Zeitung wollte für die sogenannte Zweitverwertung einer Reportage (das Stück war zuvor bereits in einem anderen Medium erschienen) gerade einmal 50 Euro bezahlen. Das ist nicht viel, aber manch einer denkt sich bestimmt: Mach es trotzdem, schließlich hast du keine Arbeit damit, die Geschichte gibt es ja schon. Doch so war es nicht. Ich sollte die Geschichte noch einmal ergänzen.