Hier erfährst du, wer unsere Gäste sind, und wie du an Tickets kommst

Bei unserem Job-Podcast "Und was machst du so?" sprechen wir mit jungen Menschen über ihre Berufe. Mit einem Priester über die Liebe, mit einem Kreuzfahrtoffizier über die Umwelt, mit einer Rennfahrerin darüber, wie sie mit 276 Kilometern pro Stunde mit einem anderen Auto kollidierte. 

Was treibt junge Menschen in ihrem Beruf an? Was bedeutet ihnen Karriere? Und wie wichtig ist ihnen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Freizeit und Arbeit?

Im Februar könnt ihr zum ersten Mal live dabei sein, wenn wir einen Podcast aufnehmen. Wir sind nämlich beim Podcastfestival in Berlin und in Hamburg dabei.

Hamburg

Wo? Im Schmidtchen Theater auf der Reeperbahn

Wann? Am 27. Februar, Einlass ab 19 Uhr

Wer? Beim Podcastfestival in Hamburg sind Tatortreinigerin Franka Mantei (33) und Domina Aurora Nia Noxx (33) zu Gast. 

Frankas Arbeit fängt dann an, wenn Spurensicherung, Polizei und Bestatter mit ihrer Arbeit am Fundort einer Leiche fertig sind. Denn ihre Aufgabe ist es, die letzten Überreste menschlichen Lebens fachgerecht zu entsorgen. 

Aurora hat keinen Sex bei der Arbeit. Sie ist "unberührbar". Mit ihren Kunden hingegen kann sie fast alles machen – soll sie fast alles machen: Sie auf eine Streckbank legen, in einen Käfig sperren, ihnen Körperteile abklemmen oder Schmerzen zufügen.

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Franka Mantei (links) und Aurora (rechts) sind unsere Gäste auf der Bühne in Hamburg. 

(Bild: Privat)

Berlin

Wo? Im Urania

Wann? Am 5. Februar, Einlass ab 19 Uhr

Wer? Beim Podcastfestival in Berlin sind Stuntfrau Hannah Spreitzenbarth (30) und Regisseurin Luzie Loose (30) zu Gast. 

Hannah ist Stuntfrau. Das heißt, sie doubelt Schauspieler, wenn es in Filmen gefährlich werden soll. Dabei trägt sie stets das Risiko sich zu verletzten – aber bleibt trotzdem im Schatten ihrer Kolleginnen. Hannah hat bereits die Lisbeth Salander in „Verschwörung” und Kirsten Stewart in „Drei Engel für Charlie” gedoubelt.

Luzie ist Regisseurin und Drehbuchautorin aus Berlin. Sie führt Regie für die auf Youtube erfolgreiche Web-Serie "Druck". Im vergangenen Jahr feierte sie ihr Kinodebüt mit dem Coming-of-Age-Film "Schwimmen". Ein Film über Freundschaft, Mobbing und Selbstbehauptung.

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Luzie Loose (links) und Hannah Spreitzenbarth (rechts) live auf der Bühne in Berlin.

(Bild: P. Nungesser/Kiri Photography)

Gerechtigkeit

Klimaschutz: Grüner filmen
Bei Filmproduktionen entstehen Millionen Tonnen CO2. Was muss sich ändern?

Leonardo DiCaprio nutzt seinen Instagram-Account in erster Linie, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen, Mark Ruffalo und Chris Hemsworth gingen zum Klimastreik auf die Straße und Schauspielerin Emma Thompson schloss sich in London "Extinction Rebellion" an (Variety) – doch Hollywoods Klimaaktivistinnen und -aktivisten wird häufig Doppelmoral vorgeworfen. Ihr eigener CO2-Fußabdruck sei groß. Was weniger Beachtung findet: Die ganze Branche, in der sie arbeiten, ist ein Klimafeind.

Laut der British Academy of Film and Television Arts (BAFTA) verursacht eine Stunde Fernsehen im Schnitt einen Ausstoß von 13 Tonnen CO2 – und bei manch einem Blockbusters wird es deutlich mehr: Beim Katastrophenfilm "The Day After Tomorrow", der passenderweise die Folgen der Erderwärmung zum Inhalt hat, waren es 10.000 Tonnen CO2, die bei der Produktion ausgestoßen wurden. (Goethe Institut)

Denn klimaneutral ist beim Dreh eines Films fast nichts: Schauspieler und Crew müssen oft über weite Strecken zum Drehort anreisen, der Strom kommt bei Außendrehs häufig vom Dieselgenerator, am Set entstehen Tag für Tag Unmengen an Müll. 

Häufig herrscht in der Branche noch kein Bewusstsein für Klimaschutz, sagen Filmschaffende wie Paul-Vincent Roll.

Der 23-jährige Kameraassistent hat vor einigen Monaten "Filmmakers for Future" mitgegründet, mit denen er sich für eine nachhaltigere Filmwirtschaft einsetzt. "Ich sehe es immer noch viel zu oft, dass sich Produktionen keine Gedanken darüber machen, was für die Umwelt das Richtige wäre", sagt er. 

Im vergangenen Jahr habe er während des Drehs eines deutschen Kinofilms lediglich Strom für seinen Laptop gebraucht, woraufhin ein Generator benutzt worden sei – der aus zig Litern Diesel Starkstrom erzeugt. "Dabei wäre es sicher kein Problem gewesen, einmal bei einem Café nebenan zu fragen, ob man dort für ein paar Euro ein Stromkabel anschließen kann", sagt Paul-Vincent.

Mit "Filmmakers for Future" will er zunächst die Branche selbst auf die Probleme hinweisen und bei Filmschaffenden ein Bewusstsein für das Thema schaffen. "Es ist ja nicht so, dass nur Produzenten und Regie Einfluss haben: Ich habe zum Beispiel vor kurzem mit einem Oberbeleuchter gesprochen, der bei seinem nächsten Projekt Solargeneratoren verwenden möchte. Es gibt also auch Lösungen, zu denen jeder am Set beitragen kann."

Wie das geht, hat auch die Schauspielerin Lea van Acken ausprobiert: Beim Dreh eines Kinofilms im vergangenen Jahr habe sie das gesamte Team überzeugt, zum Klimastreik einen veganen Tag einzulegen, erzählt sie. Kleine Schritte, die aber näher zum Ziel führen.

Bereits vor längerer Zeit sei der 20-Jährigen klargeworden, dass die Branche umweltfreundlicher werden muss. Einige Faktoren seien bedenklich: "Sei es, dass wir kleinste Strecken mit dem Auto fahren oder nicht wissen woher der Strom kommt. Und  allein schon die Menge an Essen, die häufig weggeschmissen wird."