Bild: bento
Das erzählt sie in unserem Job-Podcast "Und was machst du so?"

Wiebke Wendt wuchs auf einem Bauernhof auf und damit gleichzeitig in ihren Beruf hinein: Seit mehreren Generationen besitzt ihre Familie einen Milchviehhof mit mittlerweile 70 Kühen in Schleswig-Holstein. Seit sie laufen kann, hilft sie im Betrieb mit. 

Wiebke Wendt, 21, ist Landwirtin auf einem Hof im norddeutschen Westermoor.

Wie wird man Landwirt oder Landwirtin?

Die Landwirtschaft gilt als zukunftsfähig – Menschen müssen schließlich essen und trinken. Im Jahr 2017 gab es in Deutschland 9.300 Auszubildende, die Landwirtin oder Landwirt werden wollten (Bildungsserver Agrar). Davon waren dem Bauernverband zufolge 15 Prozent weiblich. 

Früher lernten vor allem junge Menschen den Beruf, deren Eltern bereits einen eigenen Betrieb hatten – um den Hof später zu übernehmen. Heute ist das anders: Die Höfe sind größer, die Anforderungen gestiegen, die Betriebe benötigen zusätzliche Fachkräfte. Mittlerweile hat fast die Hälfte der Auszubildenden keinen landwirtschaftlichen Hintergrund mehr.  

Um Landwirtin oder Landwirt zu werden, braucht man mindestens einen Hauptschulabschluss. Die duale Ausbildung dauert drei Jahre und findet abwechselnd in der Berufsschule und in unterschiedlichen Ausbildungsbetrieben statt. Die Auszubildenden müssen sich jeweils zwei Betriebszweige der Pflanzenproduktion, wie Getreideanbau oder Wald, und der Tierproduktion, wie Milchvieh- oder Schweinehaltung, aussuchen (krassgruen.de). Das Ausbildungsgehalt beträgt etwas 665 Euro (Bildungsserver Agrar).

Das spätere Einstiegsgehalt liegt bei 1.300 Euro brutto. Nach einigen Jahren Berufserfahrung kann man mit 2.500 bis 3.000 Euro brutto rechnen. (karrieresprung.de)

Nach ihrer Ausbildung machte Wiebke noch einen Meister. Der qualifiziert sie für die anstehenden Führungsaufgaben. Wiebke möchte den Betrieb modernisieren, ein Melkroboter soll ihr später die Arbeit erleichtern. 

  • Was denkt sie über Massentierhaltung und Tierwohl?
  • Wie geht sie damit um, dass ihr Vater ihr Chef ist?
  • Welche Beziehung hat sie zu ihren eigenen Tieren? 

Das erzählt Wiebke in "Und was machst du so?", dem Job-Podcast von bento:

„Es ist komisch, wenn ich die Kühe nicht um mich habe.“
Landwirtin Wiebke Wendt

Worum geht's im Podcast?

Wir wollen heute anders arbeiten als unsere Eltern. Wir wollen nicht blind die Karriereleiter hochklettern, sondern einen Job, der uns erfüllt. Dafür sind wir bereit, uns zu verausgaben. Im Mitarbeitergespräch fragen wir unsere Chefs eher nach einem Sabbatical als einer Gehaltserhöhung.

Carolina Torres und Sarah Klößer sprechen in unserem Job-Podcast "Und was machst du so?" abwechselnd mit jungen Menschen über ihre Berufe. Was motiviert sie? Was bedeutet Erfolg für sie? Und wie wichtig ist ihnen ihre Work-Life-Balance?

Du kannst unseren Podcast kostenlos hören, wo und wann du willst. Du findest ihn auf bento und auf Plattformen wie Apple Podcasts und iTunesSpotifyDeezerSoundcloud oder Google Podcasts. Wenn du den Podcast abonnierst, verpasst du keine Folge mehr. 

Für alle weiteren Podcatcher und Podcast-Apps findest du hier den RSS-Feed des Podcasts.

Du hast Fragen? Lob? Oder Kritik? Vielleicht möchtest du auch selbst mit uns über deinen Beruf sprechen? Dann maile uns an undwasmachstduso@bento.de. Oder schreib uns gerne eine Podcast-Review auf iTunes! 


Future

Wie gehen junge Menschen mit jahrelanger Befristung im Job um?

Im Mai 2018 bekam Lena den Anruf, der ihre beruflichen Sorgen auf einen Schlag vergessen ließ: "Herzlichen Glückwunsch, Ihr Vertrag wird entfristet." Zehn Jahre hatte die heute 35-Jährige auf diesen Satz gewartet. Acht Verlängerungen bei zwei Arbeitgebern erhielt sie in dieser Zeit. "Manchmal wusste ich zwei Wochen vor Vertragsende nicht, wie es beruflich für mich weitergeht", sagt Lena.

Laut einer Erhebung des Statistischen Bundesamts zur Erwerbstätigkeit waren 2018 rund elf Prozent aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ab 20 Jahren in Deutschland befristet beschäftigt. Vonn allen 20- bis 24-Jährigen hatten 43 Prozent einen befristeten Arbeitsvertrag, 21 Prozent bei den 25- bis 29-Jährigen. In den höheren Altersklassen sind es deutlich weniger. 

Liegt das an der geringen Erfahung der Berufseinsteiger? "Ob die Arbeitgeber junge Leute testen wollen, ist durchaus denkbar. Das Motiv wäre mehr als fragwürdig: Gerade junge Menschen brauchen Sicherheit", sagt Jakob Osman, Leiter der Personalmarketing-Agentur "Junges Herz".

Häufige Gründe sind saisonale Beschäftigung, Vertretung von Elternzeiten oder auch Projektarbeiten (Stellenerhebung 2018 des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufserforschung (IAB).