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Bürokratie erklärt in unter 5 Minuten

Lange Zeit haben unsere Eltern das mit der Krankenversicherung für uns geregelt. Doch wie ist das eigentlich, wenn wir unser Studium beginnen? Worauf muss man achten?  

Wann und wie muss ich selbst eine Krankenversicherung abschließen?

Kleingedrucktes

Früher konnten wir es kaum abwarten, erwachsen zu werden! Endlich Auto fahren, Geld verdienen, bei den Eltern ausziehen. Jetzt sind wir groß und stellen fest: Es gibt Behörden, Regeln und Kleingedrucktes.

Wir unterstützen dich und erklären die bürokratische Herausforderungen – und zwar in weniger als fünf Minuten Lesezeit!

Für alle Studierenden an deutschen Hochschulen besteht eine Krankenversicherungspflicht (Sozialgesetzbuch). Darum musst du zu Beginn deines Studiums angeben, wo und wie du versichert bist. 

Die meisten sind zum Studienbeginn familienversichert.

Wenn du unter 25 Jahre alt bist und deine Eltern gesetzlich versichert sind, bist du beitragsfrei bei deiner Familie mitversichert – egal ob du während des Studiums bei deinen Eltern wohnen bleibst oder nicht. (Finanztip)

Und wann muss ich mich selbst versichern?

Ab deinem 25. Geburtstag bist du in der Regel nicht mehr familienversichert, egal ob du dein Studium dann erst beginnst oder schon längst immatrikuliert bist und aktiv studierst. 

Solltest du einen freiwilligen Wehrdienst, Bundesfreiwilligendienst oder etwas ähnliches geleistet haben, wird deine Zeit in der Familienversicherung entsprechend verlängert – allerdings höchstens ein Jahr. (Deutsches Studentenwerk e.V.)

Du kannst aber auch schon vor deinem 25. Geburtstag nicht familienversichert sein: wenn deine Eltern privat versichert sind und du es damit auch schon vor deinem Studium warst. Auch wenn du dich vor deinem Studium aus anderen Gründen schon mal selbst versichern musstest, bist du zum Studienbeginn nicht bei deiner Familie mitversichert. 

Dann hast du die Wahl: Innerhalb der ersten drei Monate nach deiner Immatrikulation musst du dich entscheiden, ob du eine private oder gesetzliche Krankenversicherung abschließen möchtest. Dafür fallen dann spezielle Beiträge für Studierende an. Beachte: Deine Entscheidung ist laut dem Deutschen Studentenwerk für das gesamte Studium bindend. 

Übrigens: Wenn du eigentlich familienversichert wärst aber – aus welchen Gründen auch immer – nicht mehr bei deiner Familie mitversichert sein möchtest, kannst du dich auch innerhalb der ersten drei Monate deines Studium selbst gesetzlich versichern. Auch hier ist deine Entscheidung für die Dauer deines Studiums bindend.

Welche Krankenversicherung sollte ich abschließen?

Ob DAK, AOK, TK, Barmer...: Gesetzliche Krankenversicherungen bieten spezielle Tarife für Studierende an. "Die Krankenkassen unterscheiden sich hier allerdings kaum in ihrem Leistungsspektrum, man kann also nicht viel falsch machen", erklärt Sabine Wolter, Referentin für Gesundheitsrecht bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen

Studierende sollten schauen, was für Leistungen die jeweiligen Krankenkassen bieten: Ist dir zum Beispiel wichtig, dass die Krankenkasse auch die Kosten für homöopathische Behandlungen trägt oder deine Fitnessstudiomitgliedschaft subventioniert wird? Hast du vor, in einem besonderen Land ein Auslandssemester zu machen und möchtest, dass die Reiseimpfungen dafür bezahlt werden? Das seien Kriterien, die einige Krankenkassen unterscheiden könnten, erklärt Wolter. 

Auch die Höhe der Zusatzbeiträge variiert je nach Krankenversicherung – der GKV Spitzenverband veröffentlicht dazu eine stets aktualisierte Liste, in der alle Krankenkassen aufgelistet sind. Es geht hier allerdings um minimale Beträge. 

Du kannst im Schnitt mit 94 Euro im Monat für eine gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung im Studententarif rechnen. (Finanztip)

Wenn du nach deinem Studium bemerkst, dass sich zum Beispiel deine Prioritäten in Sachen Zusatzleistungen geändert haben und du die Versicherung wechseln möchtest, dann geht das laut Wolter  – allerdings erst nach mindestens 18 Monaten in deiner gesetzlichen Krankenversicherung. 

Kann ich auch privat versichert bleiben?

Normalerweise sind für Studierende die gesetzlichen Krankenversicherungen mit Studententarif zu empfehlen. (Finanztip)

Außer:

  • Deine Eltern sind Beamte und du bist über sie privat versichert: Wegen der Beihilfe für Beamte lohnt es sich auch für Studierende dann privat versichert zu bleiben.
    Allerdings birgt das einige Risiken:
    1. Mit deinem 25. Geburtstag entfällt für dich die Beihilfe und die private Versicherung wird recht teuer. Du solltest also sicher sein, dass du dein Studium vor deinem 25. Geburtstag schaffst oder du dir die Versicherung danach gut finanzieren kannst.
    2. Wenn du nach deinem Studium nicht sofort einen Job findest und Hartz IV beziehst, musst du die teure private Krankenversicherung weiter zahlen. Du bekommst zwar einen Zuschuss, der reicht aber oft nicht aus. Alternativ kannst du in den Basistarif deiner privaten Krankenversicherung wechseln, der ist günstiger. 
  • Du bist über 30 und schon privat versichert, weil du vor dem Studium schon entsprechend verdient hast oder selbstständig warst. Dann kannst du gar nicht ohne weiteres in eine gesetzliche Versicherung wechseln.

Besprich dich da am besten mit deinen Eltern und lass dich von deiner Versicherung beraten, rät Wolter.

Ab 30 wird die Krankenversicherung deutlich teurer.

Wer mit 30 noch oder wieder studiert, muss deutlich mehr für die Krankenversicherung zahlen. Auch wer das 14. Fachsemester abschließt, bekommt keinen Studententarif mehr. 

Wenn du während deines Studiums ein Kind bekommen oder betreut hast, eine Behinderung hast oder deine Hochschulzulassung auf dem zweiten Bildungsweg bekommen hast, kannst du diese Frist verlängern. Ab 37 Jahren ist dann aber wirklich Schluss. (Deutsches Studentenwerk e.V.)

Nebenjob und Krankenversicherung – worauf muss ich achten?

Wenn du studierst, solltest du nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten und auch nicht mehr als 450 Euro im Monat verdienen. Ansonsten könntest du vor der Versicherung deinen Studentenstatus verlieren – und müsstest dann entsprechend mehr für deine Kranken- und Pflegeversicherung zahlen.



Style

Zwölf Mal Inspiration: So laufen Leute 2019 auf Festivals rum

Auf Festivals gibt es zwei Arten von Menschen: Solche, die sich am ersten Tag ein T-Shirt ihrer Lieblingsband überstreifen, um es dann nicht mehr auszuziehen, bis die letzte Band mit der Zugabe fertig ist; und solche, die ihre Festival-Outfits im Vorhinein penibel planen: ein Outfit für die Anreise, eins zum Rumhängen auf dem Zeltplatz, eins für den ersten Konzertabend, und so weiter.

Spaß an Festivalmode haben aber alle – entweder aktiv oder nur als Bewunderer. Darum haben wir hier mal ein paar Outfits zusammengesucht, die dieses Jahr schon auf internationalen Musikfestivals zum Einsatz gekommen sind. Für die unter euch, die selbst noch in der Planung sind, könnte hier die eine oder andere Inspiration dabei sein.

Trend #1: Masken und Verkleidungen 

Auf Festivals kann man genau so sein, wie man wirklich ist. Ironischerweise spielen Masken dabei eine nicht unwesentliche Rolle. Denn erstens ist man ja nicht unbedingt der oder die, nach dem oder der man von Natur aus aussieht. Und zweitens will man nicht unbedingt dabei erkannt und/oder fotografiert werden, wie man kompromisslos man selbst ist.