Das erzählt sie in unserem Job-Podcast "Und was machst du so?"

Wenig Gehalt, schwere Arbeit, viel Stress: Es spricht einiges dagegen, in der Krankenpflege zu arbeiten.

Wie wird man Krankenpflegerin oder Krankenpfleger?

Krankenpflegerinnen und -pfleger arbeiten in Krankenhäusern, Reha-Kliniken, Gesundheitsämtern oder versorgen Menschen zu Hause. Der Job ist eine Herausforderung für Kopf und Körper: 2013 war 1 Pflegekraft für 9,9 Patientinnen und Patienten zuständig (Deutscher Verband für Pflegeberufe).

2017 brauchten 3,4 Millionen Menschen Hilfe von Krankenpflegerinnen und -pflegern (Destatis). Im Schuljahr 2016/17 lernten aber nur rund 64.000 Menschen im Gesundheits- und Krankenpflegebereich (Deutscher Verband für Pflegeberufe). Ein Bundesgesetz regelt die dreijährige Berufsausbildung. Daneben kann das jeweilige Bundesland, in dem die Ausbildung absolviert wird, spezielle Weiterbildungen festlegen.

Staatliche Unternehmen zahlen Berufsanfängerinnen und -anfängern ab März 2019 rund 2800 Euro brutto, sie richten sich dann nach dem Tarif des öffentlichen Dienstes (ÖffentlicherDienst.info). Beim Paritätischen Wohlfahrtsverband zum Beispiel erhalten junge Pflegekräfte zum Berufsstart rund 2670 Euro brutto, bei der Caritas rund 2800 Euro.

Die Bremerin Ricarda Möller, 24, hat sich trotzdem dazu entschieden. 

Sie arbeitet im Krankenhaus auf einer Station mit älteren Leuten. Früher in Vollzeit, heute neben ihrem Studium.

  • Welche Situationen lassen sie verzweifeln?
  • Wie schafft sie es, trotz Schichtdienst ihre Familie und Freunde zu sehen?
  • Und warum gefällt ihr trotz allem das, was sie beruflich macht?

Das erzählt Ricarda bei "Und was machst du so?", dem Job-Podcast von bento:

„Und dann konnten wir zu zweit die 30 Patienten alle waschen, alle anziehen, bei allen Essen anreichen. Und da habe ich gedacht - Alter, was ist denn gerade hier los?“
Krankenpflegerin Ricarda Möller

Worum gehts im Podcast?

Diese jungen Leute wollen heute anders arbeiten als ihre Eltern: Wir fragen im Vorstellungsgespräch nicht mehr nach dem Dienstwagen, sondern nach der 4-Tage-Woche. Wir sind bereit, uns zu verausgaben – sofern der Job uns erfüllt

Nadin Rabaa und Carolina Torres reden in unserem Job-Podcast abwechselnd mit jungen Menschen über ihre Arbeit: Was treibt sie an? Was bedeutet Karriere und Work-Life-Balance für sie?  

Du kannst unseren Podcast kostenlos hören, wo und wann du willst. Du findest ihn auf bento und auf Plattformen wie Apple Podcasts und iTunesSpotifyDeezerSoundcloud oder Google Podcasts. Wenn du den Podcast abonnierst, verpasst du keine Folge mehr. 

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Today

Boxerinnen mit Kopftuch dürfen jetzt auch international antreten

Boxerinnen, die ein Kopftuch tragen, soll es in Zukunft auch möglich sein, international Kämpfe bestreiten zu dürfen. Das hat die AIBA (International Boxing Association), der Weltverband des Olympischen Boxsports, beschlossen.

In einer offiziellen Mitteilung, die im Rahmen eines in Istanbul stattfindenden Vorstandstreffens herausgegeben wurde, heißt es: 

"Die Bekleidungsregeln wurden auf den neuesten Stand gebracht. Es wird möglich sein, Sport-Hidschabs zu benutzen, sofern das aus religiösen Gründen erwünscht ist. Außerdem wird es auch möglich sein, in Ganzkörperanzügen anzutreten, die die Farben der jeweiligen Länder berücksichtigen." (AIBA)

Zahlreiche Boxerinnen haben sich für diese neue Regelung eingesetzt.

Ganz vorne mit dabei: Zeina Nassar, Deutsche Box-Meisterin in der Gewichtsklasse 57 Kilogramm. Auch in Deutschland war das Boxen mit Kopftuch lange nicht erlaubt, bis ihre Trainerin extra eine Änderung der Wettkampfbestimmungen erzwingen konnte.