Bild: bento
Das erzählt sie in unserem Job-Podcast "Und was machst du so?"

Mit 16 Jahren kratzte Jenna-Lee Dangers ihr gesamtes Taschengeld für Zutaten zusammen: Gemeinsam mit ihrer besten Freundin backte sie die Rezepte eines ganzen Backbuchs durch: von Torten über Törtchen bis Pralinen. 

Heute ist Jenna 27 Jahre alt und arbeitet als Konditorin in Hamburg.

Wie wird man Konditorin?

Konditorei wird in einer dreijährigen, dualen Ausbildung erlernt: Lehrlinge verbringen den einen Teil ihrer Ausbildung in der Berufsschule, den anderen in einem Konditoreibetrieb oder Café. Wer seinen Meister macht, kann später einen eigenen Betrieb eröffnen und selbst ausbilden.

Als Konditorin oder Konditor mit Gesellenbrief, also mit abgeschlossener Ausbildung, kann man später unter anderem in Cafés, Bäckereien, Patisserien, Hotels und Restaurants arbeiten. Einige Konditorinnen sind zugleich Bäckerinnen – in der Regel sind Konditoren aber auf feinere Backwaren zu besonderen Anlässen spezialisiert, wie Hochzeiten oder Geburtstage, während Bäcker vor allem Brotwaren backen.  

Die Vergütung in der Ausbildung unterscheidet sich je nach Betrieb. In der Regel ist aber selbst im dritten Lehrjahr mit einem Lohn von unter 1000 Euro zu rechnen, im ersten Lehrjahr sogar unter 500 Euro. (Ausbildung.de)

Gemeinsam mit zwei Kolleginnen kreiert und gestaltet sie in einer kleinen Konditorei Cake-Pops, Tartelettes, Hochzeitstorten und – eines ihrer Lieblingesgebäcke – Macarons. 

  • Wie traditionell ist der Beruf der Konditorin noch?
  • Was denkt sie über die Diskussion um eine mögliche Zuckersteuer, wie Großbritannien sie hat?
  • Und wie viel Kuchenteig und Törtchen isst man, wenn man den ganzen Tag in der Backstube steht?

Das erzählt Jenna in "Und was machst du so?", dem Job-Podcast von bento:

Es sieht schon sehr pompös aus, wenn die Torte gefühlt größer ist als du selbst.
Jenna-Lee Dangers, Konditorin

Worum geht's im Podcast?

Wir wollen heute anders arbeiten als unsere Eltern. Wir wollen nicht blind die Karriereleiter hochklettern, sondern einen Job, der uns erfüllt. Dafür sind wir bereit, uns zu verausgaben. Im Mitarbeitergespräch fragen wir unsere Chefs eher nach einem Sabbatical als einer Gehaltserhöhung.

Carolina Torres und Sarah Klößer sprechen in unserem Job-Podcast "Und was machst du so?" abwechselnd mit jungen Menschen über ihre Berufe. Was motiviert sie? Was bedeutet Erfolg für sie? Und wie wichtig ist ihnen ihre Work-Life-Balance?

Du kannst unseren Podcast kostenlos hören, wo und wann du willst. Du findest ihn auf bento und auf Plattformen wie Apple Podcasts und iTunesSpotifyDeezerSoundcloud oder Google Podcasts. Wenn du den Podcast abonnierst, verpasst du keine Folge mehr. 

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Du hast FragenLob? Oder Kritik? Vielleicht möchtest du auch selbst mit uns über deinen Beruf sprechen? Dann maile uns an undwasmachstduso@bento.de. Oder schreib uns gerne eine Podcast-Review auf iTunes! 


Gerechtigkeit

Nach der Wahl ist vor der Realität: Ein Spaziergang durch Chemnitz' linke Szene

Landtagswahl in Sachsen. Die Luft hat den ganzen Tag gedrückt, so schlimm, dass sich jeder nach einem Gewitter gesehnt haben muss, aber auch am Abend, nach einem Regenguss, bleibt die Luft schwül. Was für ein perfektes Bild für diesen Wahltag, denke ich noch, während ich mich auf den Weg mache, um herauszufinden, wie Chemnitz' linke Szene auf die Wahlergebnisse reagiert. 

Denn eines ist klar: Die Aufmerksamkeit, sie wird bei der AfD landen, mal wieder. Am Ende des Tages wird feststehen, dass die AfD 27,5 Prozent der Wähler für sich gewonnen hat. Damit wird sie zweitstärkste Kraft. Ähnlich sieht es in Brandenburg aus. 

Was macht das Wahlergebnis mit denen, die sich gegen Rechts einsetzen? Die für Klima- und Tierschutz kämpfen, die mit Humor versuchen, einen lockeren Ton in die Politik zu bringen, die versuchen, sich für Menschenrechte einzusetzen?

Zwischen ironischer Distanz und Ernsthaftigkeit

Ich treffe Matthias kurz nach der ersten Prognose. Matthias Boehle, 26, war Direktkandidat für Die Partei. Er sitzt mit seinen Kollegen entspannt vor der Balboa Bar, die zur "Wahlabenderträglichkeitsrunde" eingeladen hat. 

Die Runde um seinen Tisch fällt optisch auf: Die meisten tragen einen gepflegten Anzug mit roter Krawatte. Die Bar, vor der sie ihr Bier nippen, wurde erst vor Kurzem eröffnet und soll den "Brühl Boulevard" beleben. In den 80ern war das Gründerzeitviertel eine gut besuchte Einkaufsmeile. Heute sorgen seit Jahren engagierte Chemnitzer dafür, dass der Boulevard wieder aufblüht.