Wissenschaftlerinnen, die Großartiges leisten, müssen gewürdigt werden.

In Deutschland gibt es nur zwei Universitäten, die nach Frauen benannt sind. Die "Alice-Salomon-Hochschule" in Berlin und die "Palucca-Hochschule für Tanz" in Dresden. Demgegenüber: Mehr als 40 Unis mit Männernamen.

Gerechte Geschlechterverteilung? Sieht anders aus!

An Universitäten sollen Studierende zum weltoffenen Denken ermutigt werden. Dazu gehört es auch, Frauen in allen Lebensbereichen gleichberechtigt sichtbar zu machen.

Es geht gar nicht um Sexismus, sondern um die Würdigung von Forscherinnen und Wissenschaftlerinnen, die Großartiges für die Gesellschaft leisten und geleistet haben.

Meinung

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Bis vor 100 Jahren war Frauen der Zugang zur Wissenschaft von Männern fast vollständig verwehrt. Das sollte keine Ausrede sein, ihren Einfluss heute nicht sichtbar zu machen. Unis nach Frauen zu benennen, ändert vielleicht nichts an struktureller Diskriminierung, ist aber etwas, womit die Gesellschaft, vor allem auch in einem akademischen Umfeld, ein wichtiges Zeichen setzen kann.

Warum 2020 die bento-Männer alle Artikel zum Frauenkampftag verantworten

Der Kampf für mehr Geschlechtergerechtigkeit wird meist vor allem von Frauen, Intersexuellen, Trans*- und nicht binären Menschen geführt. Für Sonderhefte und Themenspeziale zum 8. März müssen auch in deutschen Medienhäusern jedes Jahr vor allem sie die Überstunden leisten. 

Wir wollten das dieses Jahr umdrehen – und haben unsere Beiträge dazu von Cis-Männern planen, schreiben und produzieren lassen. Hier liest du mehr zu unserer Aktion #männerfürfrauen.

In Passau beispielsweise hat die Debatte um eine Änderung des bisher neutralen Uninamens bereits begonnen. Ein Professor hat im Wahlkampf für den dortigen Stadtrat vorgeschlagen, die Universität umzubennen. Mittlerweile gibt es sogar eine kleine Liste mit ausschließlich weiblichen Namensvorschlägen. Denn: weitere Passauer Politkerinnen und Politiker haben sich mit der Idee auseinandergesetzt. Wahlkampf? Klar. Aber auch ein wichtiges Zeichen, dass sich etwas bewegt.

bento-Autor Max fordert, noch mehr Unis Frauennamen zu geben. Warum das sinnvoll ist und, wer sich als Namenspatronin eignen würde, erklärt er oben im Video.


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