Keine Frage: Der Arbeitsmarkt wird sich in den nächsten zehn, zwanzig Jahren radikal verändern. Die Digitalisierung und der Aufstieg künstlicher Intelligenz werden ganze Arbeitsfelder verändern und dafür neue Berufsbilder schaffen. Manche Branchen verändern sich schon jetzt so schnell, dass keiner mit Sicherheit voraussagen kann, wohin die Reise geht.

Besonders für junge Menschen bedeutet dies eine große Unsicherheit. Was soll man studieren, wenn man nicht weiß, was in Zukunft gefragt ist? Wie bereitet man sich auf einen Job vor, den es heute noch gar nicht gibt?

Auf diese Fragen gibt es keine allgemein gültigen Antworten. Fakt ist jedoch: Manche Branchen sind zukunftssicherer als andere. Und obwohl das, was man heute in einem Tech-Studiengang lernt, morgen sehr wahrscheinlich schon wieder überholt ist, ist der Einstieg in eine IT- und technologiegetriebene Karriere eine gute Methode, um später mit einem sicheren und – nicht zu vergessen – faszinierenden Job dazustehen. 

Wir stellen darum drei Jobs vor, mit denen du die Zukunft nicht nur sicher meistern, sondern aktiv mitgestalten kannst


1 Robotics Research Scientist

Was macht ein Robotics Research Scientist?

In manchen Branchen muss man sich heute aktiv damit befassen, dass Roboter bald viele der bekannten Jobs übernehmen werden. Einen Job schaffen diese Roboter dadurch aber ganz sicher – den Job des Menschen, der die Roboter versteht, programmiert, entwickelt und designt. Genau das ist der des Robotics Research Scientist.

Die Arbeit solcher Leute beginnt bei der Frage, wie der Roboter aussehen soll. Braucht er eine Pinzette oder soll er eher wie ein Gabelstapler funktionieren? Welche Materialen sind am besten für den jeweiligen Zweck geeignet?

Und dann braucht man natürlich die entsprechende Software. Wie bringt man Roboter mit wenigen Zeilen Code dazu, mit anderen Robotern zusammenzuarbeiten? Wie programmiert man eine Maschine so, dass sie nicht einfach nur ausführt, was man ihr befiehlt, sondern selbst Methoden entwickelt, um effizient ans Ziel zu kommen?

Über all das machen sich Robotics Research Scientists Gedanken. Klingt faszinierend? Dann stellt sich ja eigentlich nur noch eine Frage:

Was brauche ich, um Robotics Research Scientist zu werden?

Um die Maschinen der Zukunft zu designen, brauchst du – neben Teamgeist, kommunikativen Fähigkeiten und einer ordentlichen Prise Neugier – einen sehr guten Abschluss zum Beispiel in Informatik und Fachwissen in so vielfältigen Gebieten wie Machine Learning und moderner Prozessorentechnologie. Neben all diesen Fähigkeiten gehört allerdings auch jede Menge Neugier dazu.

2 Data Scientist

Was macht ein Data Scientist?

Daten bergen ein gigantisches Potenzial für das Wohl der Menschheit. Umso mehr wir zum Beispiel darüber wissen, welche Informationen in unserer DNA festgeschrieben sind, desto besser können wir unseren Lebensstil darauf einstellen und unser Leben länger und gesünder gestalten.

Das Problem: Schon heute generieren Menschen und Maschinen jeden Tag so viele Daten, dass die größten Bibliotheken der Welt damit gesprengt würden. Und das wird in Zukunft noch viel, viel mehr werden. Die Gefahr besteht also darin, dass wir zwar im Besitz aller wichtigen Informationen sind, sie aber nicht auswerten und für uns nutzbar machen können.

Hier kommt der Data Scientist ins Spiel: Data Scientists finden und analysieren Muster, machen unübersichtliche Datenmengen verständlich und suchen Möglichkeiten, das erlangte Wissen klug zu nutzen.

Was brauche ich, um ein Data Scientist zu werden?

Das Wichtigste, was du als Data Scientist brauchst, ist natürlich Geduld. Du solltest außerdem detailorientiert sein und Freude an analytischem Denken haben. Ein Master in Biostatistik und/oder Mathematik ist ebenfalls nicht hinderlich. Und natürlich geht es auch hier nicht ohne gute Kenntnisse in mehreren Programmiersprachen. 

Digital Sales Manager

Was macht ein Digital Sales Manager?

Digitalisierung, Robotics, Big Data – diese zukunftsträchtigen Themenfelder sind allesamt hochinteressant. Aber sie sind auch extrem kompliziert: Oft wissen nur wenige Fachleute, auf welchen Gebieten gerade revolutionäre Fortschritte gemacht werden und was für Vorteile eine bestimmte Technologie für einzelne Branchen haben könnte.

Damit wissenschaftliche Errungenschaften die Welt verändern und das Leben vieler Menschen verbessern können, braucht es jemanden, der zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft vermittelt. Der zusammen mit Designern, Werbefachleuten, Autoren und Event Managern daran arbeitet, das Potenzial neuer Technologien nach außen zu tragen. Kurz: Ein Digital Sales Manager muss die neusten Errungenschaften der Technik „verkaufen“ – in allen Bedeutungsebenen dieses Wortes.

Was brauche ich, um ein Digital Sales Manager zu werden?

Als Digital Sales Manager musst du in vielen Welten Gleichzeit zuhause sein. Du solltest offen und umgänglich mit Menschen aus verschiedensten Branchen umgehen können. Und natürlich musst du dich hervorragend mit deinem Gebiet auskennen. Denn wie Pris Chacón - selbst Digital Sales Manager bei Siemens - erklärt: "Die heutigen und zukünftigen Bedürfnisse eines Kunden zu kennen, ist eine Grundvorraussetzung, wenn du ein hervorragender Sales Manager werden willst.“

Wenn du dich weiter über Berufe informieren willst, in denen du aktiv an der Gestaltung der Zukunft mitwirken kannst, dann schau doch mal auf unserer Seite vorbei.






Today

Angela Merkel schließt Koalitionen mit der AfD aus
Sie wurde sogar noch deutlicher zum Thema AfD.

Kanzlerin Angela Merkel hat Koalitionen zwischen der CDU und der rechtspopulistischen AfD kategorisch ausgeschlossen. Bei einer Veranstaltung der "Augsburger Allgemeinen" erteilte sie den Spekulationen, die CDU könnte nach der nächsten Landtagswahl in Sachsen mit der AfD koalieren, eine Absage.

Warum stand eine Koalition zwischen CDU und AfD überhaupt zur Debatte?

Der neu gewählte sächsische CDU-Fraktionschef Christian Hartmann hatte zuvor in einem Interview eine Koalition mit der AfD nicht ausgeschlossen. "Das werden Sie jetzt von mir in dieser Form auch nicht hören", sagte er in einem Interview des Radiosenders MDR Sachsen auf eine entsprechende Frage. (bento)

Dem widersprach Merkel jetzt. Auf die Frage, ob eine Koalition mit der AfD möglich wäre, sagte sie: "Das kann ich kategorisch ausschließen." Zudem sei sie sich sicher, dass dies auch der überwiegende Teil der CDU Sachsen so sehe. 

Merkel wurde anschließend sogar noch deutlicher.

Nach einem Interview durften die anwesenden Zuschauer Fragen stellen. Das nutzte ein Zuschauer und fragte die Kanzlerin, wenn sie schon nicht mit der AfD koalieren wolle, was man denn von den Rechtpopulisten übernehmen könne. Merkel darauf: "Von der AfD übernehme ich gar nichts."

Will die Kanzlerin eine weitere Amtszeit?

Merkel betonte, dass sie noch nicht amtsmüde sei. Sie wolle im Dezember erneut für den Parteivorsitz kandidieren. Sie sagte, dass sie weiterhin davon überzeugt sei, dass das Amt des Kanzlers und des Parteichefs zusammen gehören.

Ob sie noch eine weitere Amtszeit als Bundeskanzlerin anstrebe, wollte sie nicht beantworten. "Nun ist ja noch nicht mal die Hälfte der Legislaturperiode erreicht, und wenn Sie mal überlegen, wann ich in den anderen Legislaturperioden erklärt habe, ob ich noch mal kandidiere, dann haben wir den Zeitpunkt mit Sicherheit nicht erreicht."

Nachdem bei der Wahl zum neuen Fraktionsvorsitzenden der Union Ralph Brinkhaus und nicht Merkels Vertrauter Volker Kauder gewählt worden war, war angezweifelt worden, wie lange Angela Merkel noch Kanzlerin bleiben wird. Mit 125 zu 112 Stimmen hatte Brinkhaus sich gegen Kauder durchgesetzt (bento). Damit hatten die CDU- und CSU-Abgeordneten die Parteichefin öffentlich vorgeführt, ihr das Misstrauen ausgesprochen. (bento)