Diese sechs Dinge sind wichtiger als Studiengang und Notenschnitt

Dass deine Studienzeit einen großen Einfluss darauf hat, wie dein weiteres Leben aussehen wird – das müssen wir nicht lange diskutieren. Wenn das nicht so wäre, würde man ja nicht studieren! Wozu sich mindestens drei Jahre unbezahlt verausgaben, wenn danach eh alles wäre wie davor? 

Aber: Welchen Studiengang du wählst und mit was für einer Note du abschneidest, ist in deinem Studium nicht unbedingt das Wichtigste – auch wenn es manchmal so scheint, als wäre ein guter Abschluss der absolute Hauptgewinn.

(Bild: Giphy )

Vor allem bei eher geisteswissenschaftlichen Fächern ist mit der Wahl des Hauptfachs noch längst nicht gesagt, was du später für einen Job ausüben wirst: Germanisten werden Personaler, Journalisten, Künstler, Beauty Blogger und Geschäftsführer in Werbeagenturen. Oder sie lassen sich zum Schreiner ausbilden und machen nie wieder ein Buch auf. Und auf deine Abschlussnote guckt vielleicht dein erster Arbeitgeber. Dein zweiter aber schon fast nicht mehr. 

Was die Studienzeit zu einer der wichtigsten Phasen in deinem Leben macht, ist eher das Drumherum: der Studienort, deine Kommilitonen, dein Nebenjob und so weiter. Wir haben hier mal zusammengetragen, welche Weichen dein Studium wirklich stellt.

1

Du wirst selbstständiger – oder eben nicht

Genauso wichtig wie die Frage, was du studierst, ist die Frage, wo. Denn wenn du dich an einer Uni in einer anderen Stadt oder gar einem anderen Land einschreibst, bleibt dir gar nichts anderes übrig, als bei deinen Eltern auszuziehen. Und nicht nur das: Du kannst auch nicht mehr deine schmutzige Wäsche heimtragen und dich bei der Gelegenheit mit dem Selbstgekochten deiner Eltern eindecken. 

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Stattdessen musst du selber kochen, waschen und dein Zimmer einigermaßen ungezieferfrei halt. Du lernst, in einer fremden Stadt zurechtzukommen, deinen Papierkram selbst zu erledigen, selbst Verantwortungen zu übernehmen. Die Beziehung zu deinen Eltern verändert sich dadurch natürlich auch: Aus Abhängigkeit wird Gleichberechtigung, alte Streits werden begraben und der Grundstein für euer zukünftiges Verhältnis gelegt.

Wenn du zuhause wohnen bleibst, lernst du diese Dinge wahrscheinlich erst später, oder gar nicht. Und das – glaub uns das – kann einen großen Einfluss haben – zum Beispiel auf dein Beziehungsleben. 

2

Im Nebenjob lernst du Dinge fürs Leben

Spätestens, wenn du zuhause ausziehst, brauchst du wahrscheinlich einen Nebenjob. Und so lange der dich nicht vom Studieren abhält, ist das auch gut so. Denn auch, wenn du später mal Professorin oder Aufsichtsrat werden solltest: Jeder Mensch sollte eine Weile im Service gearbeitet haben. Einfach, um zu wissen, wie das ist. Und, damit du für den Rest deines Lebens netter zu Bedienungen bist. 

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Plus: Diese Jobs führen dich in Branchen, die du sonst nie kennengelernt hättest, und eröffnen dir ganz neue Horizonte. Vielleicht erwacht bei deinem Nebenerwerb als Museumswärter deine Liebe zur Kunst. Oder du beschließt plötzlich, später selbst ein Café zu eröffnen. Dein Weg ist nie so alternativlos, wie er dir vielleicht manchmal erscheint.

3

In Praktika verlierst du deinen übertriebenen Respekt vor der Arbeitswelt

Aus der Ferne sehen viele Jobs unendlich komplex und anspruchsvoll aus, sodass man schnell mal zweifelt, ob man das überhaupt selber könnte. Gegen diese Zweifel helfen Praktika. Denn auch wenn du dabei nur wenig über den Beruf selbst lernen solltest (weil du vielleicht immer nur Kaffee machst), lernst du auf jeden Fall, dass die anderen Leute, die in der Firma arbeiten, alle nur mit Wasser kochen. 

Das Beste, was du aus einem Praktikum mitnehmen kannst, ist darum das Selbstvertrauen, selbstverständlich auch für so einen Job qualifiziert zu sein. Und von da an entsprechend sicherer aufzutreten. 

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4

Im Studium lernst du die wichtigsten Menschen in deinem Leben kennen

Zur Schule gingst du mit einem Haufen Leuten, die zufällig auch in deiner Gegend wohnten. Im Studium triffst du Menschen, die sich für die gleichen Dinge interessieren wie du – und gehst viermal die Woche mit ihnen feiern. Darum werden ein Großteil aller lebenslangen Freundschaften im Studium geschlossen. Wo und was du studierst, bestimmt, wer mal zu deinem siebzigsten Geburtstag eingeladen sein wird. 

Und es hat einigen Einfluss darauf, was du in den Jahrzehnten bis dahin tust. Denn mit etwas Glück lernst du auch Leute kennen, die dir in deiner späteren Laufbahn helfen. Die dir Jobs vermitteln, Kontakte besorgen oder dir einfach nur beratend zur Seite stehen, wenn du mal nicht weiterweißt. Nicht alles am Studium ist Networking, aber dein Netzwerk kann in deiner Karriere den Unterschied machen.

5

Du findest womöglich die Liebe deines Lebens

Die wichtigste Person, die du in deinem Studium triffst, ist aber vielleicht dein Partner fürs Leben. Die meisten Menschen treffen ihren späteren Ehepartner mit Mitte 20. Für viele heißt das: im Master-Studium. 

Den Bachelor – der ja nicht umsonst so heißt – verbringst du darum am besten damit, herauszufinden, was du von einer Beziehung willst. Das Studium eignet sich besser als jeder Job und jede Ausbildung dazu, in Sachen Sex und Beziehungen zu experimentieren. Je nachdem, wie das läuft, hat das Einfluss darauf, mit wem es später mal ernst wird – wenn du es da überhaupt drauf anlegst.

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6

Vor allem aber lernst du dich selbst kennen

Optimaler Weise hast du im Studium die Zeit und die Freiheiten, dich ausführlich mit dir selbst zu beschäftigen und dich mal richtig kennen zu lernen: Was magst du? Was kannst du? Wie stellst du dir dein Leben vor? Diese Fragen wirst du vielleicht nicht abschließend klären. Aber du kommst auf jeden Fall der Antwort näher. Ein Studium kann ein Studium deines eigenen Charakters sein – erst dann erfüllt es seinen wahren Zweck. 

Und was da dann rauskommt, wird dein Leben sicher stärker beeinflussen als deine Abschlussnote. 

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