Die IG Metall hat sich mit den Arbeitgebern geeinigt

Die Gewerkschaft IG Metall hat sich mit den Arbeitgebern der Metall- und Elektroindustrie auf höhere Löhne geeinigt. Die Tarifparteien hatten bis Freitagmorgen 14 Stunden lang verhandelt. Die Gewerkschaft hatte mit Streiks nach Pfingsten gedroht. In den vergangenen Tagen hatten rund 760.000 Metaller an Warnstreiks teilgenommen.

Wer kriegt mehr Geld?

Der Tarifabschluss gilt zunächst in Nordrhein-Westfalen, soll aber auf das gesamte Bundesgebiet ausgeweitet werden. Insgesamt arbeiten rund 3,8 Millionen Menschen in Deutschland in dieser Branche, darunter zum Beispiel die Arbeiter beim Autobauer Volkswagen.

Um wie viel Geld geht es?

Erstmal gibt es einfach so 150 Euro. Die eigentliche Lohnerhöhung erfolgt dann in zwei Stufen: 2,8 Prozent mehr gibt es ab 1. Juli, in der zweiten Stufe ab 1. April 2017 dann noch einmal 2,0 Prozent mehr. Weil die Inflationsrate gerade niedrig ist, also das Geld nicht so schnell an Wert verliert, ist das eine spürbare Lohnerhöhung für die Beschäftigten.

Können die Arbeitnehmer zufrieden sein?

Ja. Die Gewerkschaft wollte fünf Prozent mehr innerhalb eines Jahres. Die Arbeitgeber hatten 2,1 Prozent mehr und eine Einmalzahlung von 0,3 Prozent angeboten. Die nun vereinbarte Erhöhung kommt der Forderung sehr nahe.

Gibt es Ausnahmen?

Zumindest sind sie möglich: Schwächere Unternehmen müssen bei der Erhöhung der zweiten Stufe nicht sofort mitmachen. Darüber entscheiden aber nicht die Firmen selbst, sondern die Arbeitgeberverbände zusammen mit der Gewerkschaft vor Ort.


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