Bild: Privat

In Freiburg haben rund 200 Studenten am Mittwochabend das Audimax besetzt, um gegen die Bildungspolitik in Baden-Württemberg zu protestieren. Sie hatten sich dort zu einer Versammlung getroffen und dann beschlossen, im größten Saal der Universität zu bleiben. Unter dem Schlagwort "Freiburg brennt" twittern viele Studenten über die Aktion. Die Uni erließ ein Hausverbot, wollte es aber zunächst nicht mit Gewalt durchsetzen (badische-zeitung.de)

Darum geht es

Hintergrund ist ein Streit mit der Landesregierung. Die grün-schwarze Koalition will Studiengebühren für Ausländer einführen. Auch ein Zweitstudium in Baden-Württemberg soll in Zukunft pro Semester kosten. Wer nicht aus der EU kommt, soll 1.500 Euro pro Semester zahlen. Wer schon länger in Deutschland lebt oder hier seinen Abschluss erworben hat (etwa Deutschtürken), soll von der Regelung befreit sein. Kritiker halten den Plan für rassistisch und ungerecht (stuttgarter-zeitung.de).

Mit einer solchen Politik wird Internationalisierung nicht vorangetrieben, sondern die europäische Abschottung manifestiert
Tobi vom Besetzungsplenum
So sieht es bei der Besetzung im Audimax übrigens aus:
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Wie geht es jetzt weiter?

Die Besetzer wollen, dass sich ihre Universität offiziell gegen die neuen Studiengebühren ausspricht. Außerdem fordern sie vom Rektor, dass er sich mit ihnen zu Gesprächen trifft. Fürs Erste wollen sie im Audimax bleiben. Am Donnerstag fielen bereits alle Veranstaltungen im größten Saal der Uni aus.

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