Das erzählt er in unserem Job-Podcast "Und was machst du so?"

Mit Kindern arbeiten? Das wollte er früher nie. Das änderte sich während eines Praktikums im Studium.

Wie wird man Erzieherin oder Erzieher?

2018 arbeiteten rund 417.000 Erzieherinnen und Erzieher in deutschen Kindertagesstätten (destatis). Wer den Beruf als Fachkraft lernen möchte, sollte fünf Jahre dafür einplanen: Zwei Jahre Ausbildung in der Sozialassistenz oder Kinderpflege, anschließend zwei Jahre Unterricht an einer sozialpädagogischen Fachschule. Zuletzt arbeiten Erzieherinnen und Erzieher im Anerkennungsjahr beispielsweise in einer Kita oder einer Einrichtung der Jugendhilfe (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft / Kultusministerkonferenz)

Der Bachelor in Erziehungswissenschaft dauert regulär sechs, der Master vier Semester. (StudiScan)

Werden Erzieherinnen und Erzieher nach Tarif bezahlt, erhalten sie zum Einstieg rund 2685 Euro. Private oder kirchliche Träger orientieren sich häufig am Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes, können die Höhe der Gehälter aber selbst festlegen. (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft)

Sebastian Parte, 31, ist heute stellvertretender Leiter einer Kindertagesstätte in der Hamburger Innenstadt. 

Sebastian kümmert sich um Krippenkinder im Alter von ein bis drei Jahren. Elterngespräche und Papierkram gehören genauso zu seinem Job wie Windeln wechseln und Mahlzeiten vorbereiten.

  • Behandeln Eltern ihn anders, weil er ein männlicher Erzieher ist?
  • Woran liegt es seiner Meinung nach, dass in Deutschland so viele Erzieherinnen und Erzieher fehlen?
  • Möchte er selbst Kinder haben, obwohl er jeden Tag mit ihnen arbeitet? 

Das erzählt Sebastian in "Und was machst du so?"dem Job-Podcast von bento:

Die eigentliche Arbeit hast du mit den Eltern. Die Kinder sind wie sie sind - und die sind super so, wie sie sind, auch wenn sie anstrengend sind.
Erzieher Sebastian Parte

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Sport

Diese Mut machende Rede von Brasiliens Star-Fußballerin betrifft nicht nur Fußball-Fans

Es war ein harter Kampf, der vergebens endete: Am Sonntag verlor die brasilianische Nationalmannschaft bei der Fußball-WM der Frauen im Achtelfinale gegen Frankreich. Brasiliens Star-Fußballerin Marta hatte gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen bis in die Verlängerung alles gegeben – doch schließlich 2:1 verloren. Mit Tränen in den Augen richtete die Spielerin nach Abpfiff eine emotionale Rede direkt in die Kameras.

Marta Vieira da Silva, genannt Marta, ist eine der besten Fußballerinnen der Welt, viele würden sagen: die Beste. 

Vergangene Woche schlug sie mit ihrem 17. Tor in einer Weltmeisterschaft den Rekord der Frauen sowie der Männer; bereits sechs Mal wurde die 33-Jährige vom Fußballverband Fifa als beste Spielerin der Welt ausgezeichnet. Bei fünf Weltmeisterschaften stand sie schon für Brasilien auf dem Feld. Kurz: Wenn Marta sich zu Fußball äußert, hat das Gewicht.

Das ist allerdings nicht der einzige Grund, warum ihre Ansprache nach dem Frankreich-Spiel nun um die Welt geht. Denn die Message ihrer kurzen, emotionalen Rede geht weit über den Fußball hinaus.

Was hat Marta gesagt?

Als Marta nach dem Spiel von Reportern abgefangen wurde, packte sie nicht die üblichen Floskeln aus, in denen dem Gegner gratuliert und die eigene Enttäuschung überspielt wird. Stattdessen richtete sie sich sichtlich emotional direkt an die Zuschauerinnen und forderte Brasiliens Nachwuchs im Frauen-Fußball zu mehr Power auf. 

"Ich bin stolz auf unsere Leistung und die Entschlossenheit, die wir bis zuletzt gezeigt haben", sagte sie im Interview. "Das ist die Art von Spielen, die dem Frauenfußball helfen, weiterzuwachsen." (BBC)

Ein 30-sekündiger Ausschnitt des Interviews wird nun tausendfach auf Social Media geteilt. Darin sagt Marta: 

"Es geht darum, mehr zu wollen, mehr zu trainieren, mehr auf sich selbst zu achten. Es geht darum, bereit zu sein, 90 plus 30 Minuten zu spielen. Das ist es, was ich von den Mädchen erwarte!" 

Es werde keine zweite Formiga, Marta oder Cristiane geben, sagt Marta und bezieht sich damit auf berühmte Kolleginnen sowie ihre eigene endende Karriere als aktive Spielerin. "Das Überleben des Frauenfußballs hängt von euch ab. Denkt daran und schätzt es mehr", sagt sie. Und schließt mit einem Satz, der nun überall zitiert wird: