Es gibt nur wenige Dinge im Leben, die frustrierender sind, als sich einen Job oder ein Praktikum zu suchen:

Du schreibst 20, 40, 100 Bewerbungen in mehreren Sprachen und tausend Versionen, und als Lohn bekommst du drei Empfangsbestätigungen, acht Out-of-Office-Emails und einen großen Haufen Briefe, die mit Sätzen anfangen wie: "Wir danken Ihnen für Ihre Bewerbung. Leider..." oder "Mit Bedauern teilen wir Ihnen mit, dass..." oder "Wir haben hier alle herzlich über ihre Bewerbung gelacht. Leider..."

Alles nur für diese fünf, sechs Gesprächseinladungen, die dann zu zwei, drei Jobangeboten führen, bei denen hoffentlich der eine Traumjob für dich dabei ist. Bis es soweit ist, gehst du aber ganz sicher durch ein paar der Phasen, die wir hier mal zusammengetragen haben.

1. Am Anfang denkst du: Irgendwo da draußen ist mein Traumjob – ich muss ihn nur finden!
(Bild: Giphy )
2. Aber dann siehst du die Anforderungsprofile – "Kenntnisse in dies und das, mindestens zehn Jahre Erfahrung, fließend Schwedisch" – und dein Selbstbewusstsein bekommt einen Knick.
3. Also schmierst du den Firmen erstmal ordentlich Honig um den Mund,...

"An ihrer Firma gefällt mir am allerdollsten, dass Sie so gut aussehen und so klug und witzig sind!"

(Bild: Giphy )
...bauschst dein Profil ein bisschen auf, um dich von den anderen Bewerbern abzuheben...
(Bild: Giphy )
...und kaufst dir für die Bewerbungsgespräche schon mal einen neuen Anzug, in dem du dir ziemlich verkleidet vorkommst.
(Bild: Giphy )
4. Dann verbringst du eine gefühlte Woche damit, all deine Unterlagen wieder und wieder zu checken:
  1. Du liest alles dreimal durch: Sind überall die Sie’s und Ihr’s groß geschrieben?
  2. Du machst Häufchen: Ist überall alles dabei – Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse?
  3. Du steckst alles in Ordner und Kuverts: Sind überall die richtigen Briefe in den richtigen Umschlägen?
  4. Du machst alles noch mal auf: Sind alle Namen richtig geschrieben?
  5. Du kriegst Panik: Shit, da gehört kein Komma hinter "Mit freundlichen Grüßen"!!!!!
  6. Du änderst das in allen Dateien.
  7. Und von vorn!
5. Irgendwann ringst du dich aber durch: Du zwingst dich, bei den Emails endlich "Senden" zu drücken, wirfst die anderen Bewerbungen schweißgebadet in den nächsten Briefkasten und … DU BIST ENDLICH FREI!!!
Aber nach einer Woche Party pur findest du, dass vielleicht mal die ersten Antworten kommen sollten. Stattdessen deine Inbox so:
(Bild: Giphy )
6. Du wirst nervös. Jedesmal, wenn dein Handy summt, denkst du: "Das ist ganz sicher eine Zusage!"
(Bild: Giphy )
…und dann ist es immer nur Spam.
(Bild: Giphy )
7. Irgendwann trudeln dann aber doch die ersten Einladungen zu Bewerbungsgesprächen ein.

"Wir würden uns freuen, wenn Sie morgen früh um fünf in unseren Hauptsitz am anderen Ende des Landes kommen könnten. Bitte bringen Sie den angehängten achtzigseitigen Fragebogen ausgefüllt und notariell beglaubigt zum Termin mit."

8. Du reist durchs ganze Land und überlegst hin und her und hin und her, ob du die Fahrkosten einfordern solltest. Am Ende beschließt du, die Rechnung nachzureichen, falls du den Job nicht bekommen solltest.
9. Die Gespräche laufen besser als gedacht, und du kriegst ganz viele Jobangebote, aus denen du jetzt frei aussuchen kannst. Du fühlst dich richtig, richtig mächtig!
(Bild: Giphy )
10. Aber dieses gute Gefühl kippt ganz schnell!

Denn du hast keine Ahnung, was du tun sollst: "Soll ich den Job nehmen, der gut bezahlt ist? Oder den, wo mir die Stadt besser gefällt? Oder doch den, der sich am besten in meinem Lebenslauf macht? Ich hab's: Ich lose einfach aus! Ene Mene Mu und raus bist du ... Oh Gott, ne, den Job will ich auf gar keinen Fall! Aaahhhh, was mach ich nur?"

(Bild: Giphy )
11. Am Ende sitzt du in deiner Unterwäsche im abgedunkelten Zimmer, stopfst Schokolade in dich rein und schreist innerlich:
Warum? Warum muss das so schwer sein? Alles, was ich will, ist, in einer coolen Firma arbeiten!!! Warum muss ich dafür durch diese Hölle gehen? Warum? Waaarrruuuummmm???

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Gerechtigkeit

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Die jüngeren Trump-Anhänger organisieren sich in sozialen Netzwerken, werben dort für ihn und verteidigen seine Behauptungen – die sich oft als falsch herausstellen (SPIEGEL ONLINE).

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