Am ersten Vorlesungstag hört man überall dieselbe Frage: "Na, was hast du in den Semesterferien so gemacht?" Deine Kommilitonen werden dann Geschichten von interessanten Jobs und Praktika erzählen, von wilden Partys und abenteuerlichen Reisen um die Welt und in die Tiefen des eigenen Ichs. Und du wirst dasitzen, zuhören und lächeln wie Kanye hier:

(Bild: Giphy )

Denn in Wahrheit weißt du genau, was deine Mitstudenten die letzten Wochen getrieben haben. Dasselbe wie du nämlich:

Klausuren vorbei, Tschüss auch

Die Ferien beginnen mit einem Befreiungsschlag. Du bestehst alle deine Prüfungen oder du bestehst sie nicht – ehrlich gesagt könnte dir im Moment nichts egaler sein, solange du die Klausurphase einfach nur hinter dir hast.

Du lässt deine Kommilitonen, die vor der Uni stehen und Prüfungsantworten vergleichen, links liegen, gehst heim in die WG und machst dir ein Bier auf. Du stößt feierlich auf die vollbrachte Arbeit an, und weil deine Mitbewohner nicht da sind, tust du das mit diesem Fremden, der aus unerfindlichen Gründen seit einer Woche in eurer Küche wohnt.

Hausarbeiten? Eins nach dem Anderen!

Natürlich hast du von der Uni einen langen To-Do-Zettel mitbekommen, den du aber fürs Erste schön zur Seite legst. Jetzt hast du dir erstmal ein bisschen Zeit für dich verdient. Das findet auch der Typ aus eurer Küche, der sich übrigens als "Butterfly" vorstellt – aber ob er nach dem Tier oder dem Messer benannt ist, fragst du mal lieber nicht.

Stattdessen machst du dich bereit, jetzt genau so hart zu feiern, wie du vor den Klausuren gelernt hast: also drei Tage am Stück, ohne Schlaf und ohne dich danach an irgendwas zu erinnern.

(Bild: Giphy )
Endlich Zeit für dich!

Wie viel Zeit dir die Uni doch geraubt hat! Jetzt hast du endlich die Freiheit, die Dinge zu tun, die wichtig und gut für dich sind. Sport treiben zum Beispiel. Nur: Zum Joggen ist es zu kalt und nass, in einen Fitnessclub einzutreten lohnt sich nicht und irgendwie ist einmal monatlich Lasertag Zocken ja auch ein Sport.

Ein gutes Buch lesen könntest du bei der Gelegenheit auch mal wieder. Andererseits: Game of Thrones noch mal von vorn gucken, ist irgendwie auch ein Buch. So gesehen.

Wie sieht es hier eigentlich aus?

Jetzt, wo du so viel zu Hause bist, fällt dir auf, wie sehr deine Wohnung in den letzten Monaten verkommen ist. Also ringst du dich durch, zum ersten Mal seit deinem Einzug deine Fenster zu putzen. Von wegen, der deutsche Winter ist dunkel!

(Bild: Giphy )
Langsam wird dir langweilig

Oder um es in den Worten des großen Homer Simpson zu sagen:

(Bild: Giphy )
Dann schaust du eben mal wieder bei deinen Eltern vorbei

Du siehst deine Verwandten sonst ja eh viel zu selten – und es dauert auch nicht lange, bis du dich erinnerst, warum das so ist: Deine Eltern sind anstrengender als jede Klausurphase. Dazu konfrontieren sie dich mit Fragen, denen du sonst beharrlich und gekonnt ausweichst: Was du mit deinem Studium später mal machen willst; ob du schon Praktika geplant hast; wann du glaubst, endlich ohne finanzielle Unterstützung deiner Eltern auskommen zu können…

Du kannst rennen, aber du kannst dich nicht verstecken

Du fliehst aus der vorstädtischen Realität deiner Eltern in deine Freundeskreis-Bubble, aber auch dort lassen dich die wichtigen Fragen des Lebens nicht in Frieden. Immer verzweifelter fragst du dich: "Was will ich wirklich? Was kann ich? Verschwende ich meine Jugend? In meinem Alter hatte Tomas Edison schon den Popcorn-Maker erfunden (oder so was). Und ich? Ich häng hier rum!"

(Bild: Giphy )
Du ertränkst deine Sorgen in Arbeit

Um nicht mehr nachdenken zu müssen, arbeitest du lieber. Das heißt, du legst Montags in deiner Lieblingsbar Platten auf und lässt dich in Gin Tonic bezahlen. Du arbeitest außerdem bei einem Call-Center Probe, meldest dich nie wieder, und schreibst einen leidenschaftlichen Artikel fürs Stadtmagazin: "10 Dinge, die ich gelernt habe, als ich mal bei einem Call-Center probegearbeitet habe."

Urlaub ist nur einmal im Jahr!

Was auch immer du verdienst, wirfst du bei einem spontanen Ibiza-Kurztrip aus dem Fenster.

Da war doch was?

Zwei Wochen vor dem nächsten Semester sitzt du mit Butterfly (ja, der wohnt immer noch bei euch) in der WG-Küche, und dann er plötzlich so: "Ey, is ja lit af mit dir so, aber hast du nicht 1 Hausarbeit zu writen, dude?“ Und du so:

(Bild: Giphy )

Und also verbringst du deine letzten freien Tage komplett in der Bib. Ein würdiger Ausklang, würden wir sagen!

Hast du mich vermisst?

Aber wie du bei der ersten Vorlesung wieder in die Uni trittst, überkommt dich dann doch ein wohliges Gefühl. Am Ende liebst du es nämlich doch: Den Geruch der alten Säle, die hysterischen Ersties, das beige Essen in der Kantine. Fühlt sich an wie zuhause.

Manchmal muss man etwas verlassen, um zu wissen, was man daran hat.

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