Bild: bento
Das erzählt er in unserem Job-Podcast "Und was machst du so?"

Der perfekte Gentleman für eine Nacht: Callboys verkörpern diese Fantasie für ihre Kundinnen und Kunden – gegen Bezahlung.

Elyaz, 29, aus Hannover arbeitet nebenberuflich als Callboy.

In seinem Hauptjob arbeitet er als Immobilienwirtschaftler, dann aber unter seinem richtigen Namen. Für seine Dates schlüpft er in die Rolle des Elyaz. Ob für eine Stunde im Hotel oder auf einem exklusiven Ball in Venedig: Solange Elyaz gebucht ist, mimt er den Liebhaber und Vertrauten.

Was macht ein Escort?

Escorts werden zur Abendbegleitung gebucht, Sex ist auch möglich. Ob es zum Geschlechtsverkehr kommt, können Escorts selbst entscheiden. 

Kontakt herstellen, Termine mit der Kundschaft machen, Treffpunkte organisieren: Das übernehmen Escortservices für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Andere Escorts arbeiten selbstständig, so wie Elyaz.

Eine Ausbildung zum Callgirl oder -boy gibt es nicht. Wer als Escort jobbt, übt die Tätigkeit meist eher nebenberuflich aus (Escort werden.info), beispielsweise im Studium. Sich mit Sex ihr Studium zu finanzieren, das konnten sich laut einer Umfrage 2011 rund 25 Prozent der Berliner Studierenden vorstellen. (Tagesspiegel)

Wie viel Geld ein Escort verdient, ist unterschiedlich: Selbstständige legen ihren Stundensatz selbst fest. Wer von einem Escortservice vertreten wird, kann mit einem Honorar zwischen 175 und 300 Euro die Stunde rechnen (Escort werden.info). Davon gehen im Schnitt 30 bis 40 Prozent des verdienten Geldes an die Vermittler ab (SPIEGEL ONLINE).


  • Wie fühlt es sich an, wenn er das erste Mal auf eine Kundin trifft?
  • Wie anstrengend ist es, zwei Identitäten zu haben?
  • Was macht er, wenn er keine Lust auf Sex hat? 

Bei "Und was machst du so?", dem Job-Podcast von bento, sagt Elyaz jedes Mal sei wie ein erstes Date. Er sagt aber auch:

„Ich bin ein guter Schauspieler.“
Callboy Elyaz


Worum gehts im Podcast?

Diese jungen Leute wollen heute anders arbeiten als ihre Eltern: Wir fragen im Vorstellungsgespräch nicht mehr nach dem Dienstwagen, sondern nach der 4-Tage-Woche. Wir sind bereit, uns zu verausgaben – sofern der Job uns erfüllt

Nadin Rabaa und Carolina Torres reden in unserem Job-Podcast abwechselnd mit jungen Menschen über ihre Arbeit: Was treibt sie an? Was bedeutet Karriere und Work-Life-Balance für sie?  

Du kannst unseren Podcast kostenlos hören, wo und wann du willst. Du findest ihn auf bento und auf Plattformen wie Apple Podcasts und iTunesSpotifyDeezerSoundcloud oder Google Podcasts. Wenn du den Podcast abonnierst, verpasst du keine Folge mehr. 

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Future

Sind Millennials verweichlicht und arbeitsscheu?
Das wird man ja wohl noch fragen dürfen.

Sie stecken ihr Geld in Rucksackreisen statt in die Altersvorsorge. Sie brechen das Studium ab, wenn es ihnen keinen Spaß macht, und probieren Jobs aus, bis sich einer "richtig" anfühlt. Millennials haben nur ihre Selbstverwirklichung im Kopf und keine Lust auf lästige Pflichten – so das Klischee.

Aber ist die Generation Y – also wir, die zwischen 1980 und den späten Neunzigern geboren wurden – wirklich so egoistisch und wenig belastbar? So verweichlicht, wie es ältere Generationen uns oft vorwerfen?

Wir checken das Vorurteil.