Zuallererst sei festgehalten: Du bist natürlich unfassbar kompetent und für jeden Job, den es auf der Welt gibt, komplett überqualifiziert. Jede Firma sollte froh sein, dich anstellen zu dürfen, egal wie du aussiehst und was du an hast. Versteht sich von selbst. 

Das Problem ist nur: Wenn du bei den Chefs durch die Tür kommst, wissen die das meistens noch nicht. Dann sehen die erstmal nur dein verwaschenes "10-Bier-Gebote"-T-Shirt und deine speckigen Jeans; hören nur das rhythmische Watscheln deiner durchgelaufenen Flipflops; denken sich: "Wer hat denn den Dude zum Bewerbungsgespräch eingeladen?"

(Bild: Giphy )

...und interessieren sich danach jedenfalls gar nicht mehr für deine perfekten Noten und Referenzen. 

Weil wir aber wollen, dass du dein ganzes, gigantisches Potenzial ausleben kannst, haben wir dir diese Liste zusammengestellt, auf der du alles findest, um dich für dein Bewerbungsgespräch als normaler, sozialer Mensch zu verkleiden

Fangen wir bei euch Herren an

Männer haben es nämlich eigentlich einfacher – und stellen sich trotzdem oft ziemlich dämlich an. Dabei reicht es oft schon, wenn du einfach nur gepflegt aussiehst: Eine einigermaßen neue Hose, saubere Schuhe, ein Oberteil ohne anzüglichen Aufdruck – schon fällst du zumindest nicht negativ auf. 

(Bild: Asos )

Aber auch positiv auffallen, ist nicht schwer. Schau dir einfach an, wie deine zukünftigen Kollegen zur Arbeit kommen, und leg eine Schippe Eleganz drauf. Meistens heißt das, du kommst im Hemd. Weiße Hemden gehen immer und haben den Vorteil, dass sie weniger Angstschweiß-anfällig sind als die meisten anderen Farben. Dieses hier mit Grandad-Kragen gefällt uns, dieses etwas teurere hier noch besser und im Sommer kann man gern auch im kurzärmligen Hemd kommen, wenn es so gut aussieht wie das hier.

(Bild: Asos )

Wenn du nicht gerade bei einer Bank vorsprichst, kannst du aber gern auch bunt und gemustert kommen. Ein ganz klein bisschen gewagter: dieses gestreifte Hemd von French Connection und dieses schicke Teil in der Farbe „Wurzelholz“ (was?). Etwas wilder gemustert sind dieses Hemd mit Dreiecken drauf und dieses Paisley-Shirt in Rot. Noch wilder sollte es auf deinem Hemd nicht werden, sonst siehst du aus wie ein wandelndes "Magisches Auge"-Bild. Auch von Karos raten wir ab, einfach weil Karos gar nicht gehen. Nie. Sorry. 

(Bild: Asos )

Affiliate-Links. Was ist das?

Wir haben in diesem Text Affiliate-Links gesetzt. Das heißt: Wenn jemand auf einen Link im Artikel klickt, und das Produkt in dem Online-Shop tatsächlich kauft, bekommen wir in manchen Fällen eine Provision. Das hat keinen Einfluss auf unsere Berichterstattung.

Was dagegen geht: Für dein Hemd ein bisschen mehr ausgeben, wenn dein zukünftiger Arbeitsplatz eher schnieke ist. Paul Smith macht Hemden, die du auch bei weniger offiziellen Anlässen gerne tragen wirst. Und wenn du einmal ein Hemd mit verborgener Knopfleiste getragen hast, willst du nie mehr zurück. Versprochen. 

(Bild: Asos )

Krawatte nur im Ernstfall, würden wir sagen, aber Blazer immer gerne: In braun, für einen Hauch von "Herr Professor", in leichter Leine, für Sommer-Friends

Und was trägt der Herr untenrum?

Unser Tipp: Keine kurzen Hosen, keine Cargo-Pants und, wenn möglich, keine Jeans. Eine Anzugshose muss es auch nicht sein, aber ordentliche Chinos sind zum Beispiel eine gute Idee. Diese hier finden wir super, dieses Modell hier auch. Aber auch Stoffhosen wie diese hier in "Woll-Optik" oder diese Bundfaltenhose machen immer einen guten Eindruck. 

(Bild: Asos )

Dazu Schuhe, in denen du noch nie kicken warst. Sneaker sind in vielen Firmen völlig okay, aber sie sollten möglichst in gedeckten Farben daherkommen. Schlichte, blaue Nikes – yes! Hell-beige Sneaker in elegant – oh, hell yes. Klassische Vans (in Leder) – of course! Was auch immer das hier sein soll – bitte nicht!

(Bild: Asos )

Grundsätzlich bist du mit Leder- (oder Kunstleder-) Schuhen auf der sicheren Seite. Diese hier passen eigentlich zu allem, und wo sie mal nicht passen, passen diese hier. Klassische Chelsea-Boots gehen eh immer. Und wer es richtig stylisch will (und ein bisschen Geld über hat) kann sich ja diese extrem geilen Treter holen, mit denen du auch in der Vogue-Redaktion eine Junior-Stelle bekommst. 

(Bild: Asos )
Und jetzt: Die Damen!

Frauen Tipps zu geben, was sie bei der Arbeit anziehen – und vor allem lieber nicht anziehen – sollten, ist ja nicht ganz ungefährlich: Schnell kommt das irgendwie sexistisch oder rückwärtsgewandt rüber – und oft genug zurecht. Darum sei auch hier zu allererst klargestellt: Wichtig ist, dass ihr euch wohl fühlt. 

Vorschreiben wollen wir euch gar nichts, und wenn ihr euch so zu eurem neuen Job vorstellen wollt, wie es ASOS unter der Kategorie "Anzüge fürs Büro" vorschlägt:

(Bild: Asos )

... dann steht euch das frei. Wir haben hier trotzdem ein paar andere Vorschläge, die wir für weniger kontrovers halten. 

Der Grundstein eines klassischen Bewerbungsoutfits ist... die Bluse. Und das ist ja ein absolutes Glück, denn Blusen gibt es wunderbare. Dieses Stück im Farbblock-Design würden wir uns auch holen, ohne dass ein Jobwechsel ansteht. Dasselbe gilt für diese schlichte, blaue Bluse, und auch dieses Teil – weiß mit schwarzer Knopfleiste – gefällt uns extrem gut. (Auch wenn semi-transparente Kleidung für Bewerbungen schwierig sein kann.)

(Bild: Asos )

Natürlich kannst du aber auch mit schicken Mustern Akzente setzen. Dezent – mit diesen schwarzen Blümchen. Oder BAM! – mit vielen bunten Ananässer. Ananases? Ananassen? Südfrüchten. 

Wenn dir das dann zu wenig formell ist, kannst du ja einfach einen Blazer drüber ziehen (übrigens das internationale Zeichen für "ich habe Führungspotential"). In Grau oder elegantem Schwarz kannst du auch hier nichts falsch machen. Wir persönlich würden aber jeden vom Fleck weg einstellen, der in diesem rosa Blazer zum Gespräch erscheint. Nur als Tipp. 

(Bild: Asos )
Auf die Beine geschaut

Hose oder Rock, Hose oder Rock – das ist so eine Sache, über die kann man Stunden nachdenken, während man in Unterwäsche vor seinem Kleiderschrank steht. Wir wissen es auch nicht. Grundsätzlich geht auf jeden Fall beides, wenn man das richtige Teil zur Hand hat. 

Zum Beispiel dieses extrem schlichte, schicke Teil, das sich eigentlich zu jeder Bluse kombinieren lassen müsste. Noch etwas eleganter und gleichzeitig ziemlich Boss-like: Diese schöne Hose von ASOS. Oder du gehst gleich all the way und holst dir diesen Anzug, bei dem du dir deinen Hosenschnitt frei aussuchen kannst. 

(Bild: Asos )

Röcke gibt es aber ebenso schöne. Geordnet von klassisch konservativ zu modisch leger: Dieser knielange, figurbetonte Rock von New Look; ein etwas längerer, eleganter Bleistiftrock; bequem, leicht und ein kleinwenig arty: dieser Maxirock von Selected; und unser Favorit: ein asymmetrischer Midirock, mit dem du bei jedem jüngeren Unternehmen eine gute Figur machst. (Obwohl du vielleicht eine Strumpfhose drunterziehen solltest.)

(Bild: Asos )
Schuhe! Endlich Schuhe!

Bei Frauen gilt hier, was für die Männer auch schon galt: Sneaker sind in vielen Firmen absolut in Ordnung, solange sie sauber und nicht allzu grell sind. Adidas Originals drängen sich hier also ziemlich auf. Ein bisschen verliebt haben wir uns außerdem in die Wildleder-Sneaker von Selected (die noch mal beweisen, dass "Wurzelholz" die Farbe des Jahres 2017 wird!). Und wer es extra-schlicht mag, greift am besten zu diesen hier:

(Bild: Asos )

Natürlich geht es auch in Sachen Schuhe etwas feiner. Hier solltest du darauf achten, dass du nicht gerade auf Pfennig-Absätzen in die Lobby spazierst, und auch allzu offene Schuhe kommen selten gut an. 

Nicht nur für angehende Krankenhaus-Angestellte sind dagegen diese Halbschuhe ganz in Weiß eine gute Wahl. Diese hier sind auf der anderen Seite der Farbskala und kommen in zeitlosem Lack. Und spitze Ballerinas gehen auch immer und zu allem – genauso wie Chelsea Boots: Die sind nämlich made for walking... und zwar durch die Lobby ins Chefbüro und dann die Karriereleiter hoch.

(Bild: Asos )
Wir wünschen gute Reise!

Gerechtigkeit

So üben Linke den Aufstand gegen G20

Es sind noch drei Monate bis zum politischen Großevent: Am 7. und 8. Juli findet in Hamburg der G20-Gipfel statt. Also das Treffen der Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer. Mit dabei sind unter anderem auch US-Präsident Donald Trump, Russlands Präsident Wladimir Putin und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan.

Der Gipfel bedeutet also auch: Ein Gipfeltreffen der G20-Gegner. Und um das zu planen, haben sich am vergangenen Wochenende Hunderte Aktivisten in Hamburg versammelt.