Als Kind hatte man noch Träume. Zum Geburtstag wünschte man sich keine warmen Socken oder Teflon-Pfannen, sondern ein Pony oder ein Raumschiff. 

Und auch beim Berufswunsch hieß es damals: klotzen, nicht kleckern. 

Die Frage war nicht: "In welcher Branche verdiene ich genug, um meine Miete zu bezahlen, ohne meine Seele zu verkaufen?" oder "Welcher Job ist mit meinem versemmelten Abitur überhaupt noch drin?" 

Stattdessen ging es beim Traumjob einzig und allein darum, was man mochte und gern tat. Dir gefiel der Nachthimmel? Klar wolltest du Astronaut werden! Du mochtest die knallorangenen Autos von der Stadtreinigung? Zack, Müllmann it is.

Dass es nur sehr, sehr wenige Stellen für Astronautinnen und Astronauten gibt, und dass ein Job bei der Stadtreinigung ziemlich anstrengend ist, war damals egal.

Was für lustige Blüten diese Einstellung zur Berufswahl manchmal trieb, zeigt nun ein Twitter-Thread

Der Musik-Journalist Eric Alper forderte seine Followerinnen und Follower zu einem Gedankenspiel auf:

Herzlichen Glückwunsch! Der Job, den du mit fünf wolltest, ist jetzt deiner. Als was arbeitest du jetzt?

Tausende antworteten ihm – und von putzig bis wahnwitzig ist wirklich alles dabei.

Wie dieser Typ, der einfach nur eine Ampel ist.

Oder dieser aufstrebende Sattelschlepper.


Auch kein schlechter Job: Eis.

Da war diese Frau schon etwas realistischer:

Ihre Mittagspause könnte sie dann mit ihm hier verbringen:

Lippenstifte benennen? Den Job gibt es bestimmt wirklich!

Den Beruf "Arzt" gibt es auf jeden Fall. Nur mit der Adresse könnte es schwer werden.


Bestimmt nicht weniger anspruchsvoll: Den ganzen Tag Knallfolie zerdrücken. 

Andere konnten sich schon als Kind nicht entscheiden.

Und tatsächlich gibt es auch ein paar, deren Kindertraum wahr geworden ist.

Comics! Ausgerechnet!

Einfacher wird es natürlich, wenn man bescheidenere Träume hatte.

Und dennoch – in diesem Fall kann man wohl tatsächlich sagen: Herzlichen Glückwunsch!

Und hoffen, dass auch alle anderen mit ihren etwas weniger abgefahrenen Jobs zufrieden sind.


Gerechtigkeit

So protestierten Menschen in ganz Deutschland gegen Paragraf 219a
Und für selbstbestimmte Information von Frauen.

Am Samstag regnete es fast überall in Deutschland, es war grau und nass. Und trotzdem versammelten sich in zahlreichen deutschen Innenstädten Menschen, um für ein gemeinsames Ziel zu protestieren: die Abschaffung des Paragrafen 219a, dem vermeintlichen "Werbe-" und faktischen Informationsverbot über Abtreibungen.

Das "Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung", ein Zusammenschluss aus Beratungsstellen, Interessengruppen, Parteien und Einzelpersonen, hatte zu dem bundesweiten Aktionstag aufgerufen. Ihre Forderung: "Weg mit 219a". (Website des Bündnis)