Bad darf aber benutzt werden.

Marie ist 22 Jahre alt, Bianca 24. Beide leben in Berlin in einer WG und suchen nun einen neuen Mitbewohner – für ihren Balkon. Aus "finanziellen Gründen", so schreiben sie auf wg-gesucht.de, würden sie nun dort einen Zeltplatz anbieten. 

Der Balkon habe zehn Quadratmeter, das eigentliche Zelt dann etwa zwei Quadratmeter Fläche. Zugang zu Küche und Bad gebe es selbstverständlich. Die Miete beträgt 260 Euro warm im Monat. Marie und Bianca schreiben:

"Falls es dich nicht stört, wenn wir uns ab und zu auf dem Balkon sonnen oder am Abend einen Drink dort zu uns nehmen, freuen wir uns, von dir zu hören :-)"

Seit dem Wochenende soll die Anzeige online sein (Berliner Zeitung). Am Montagmorgen war es dann deaktiviert – aufgrund der vielen Anfragen. 

Aktuell soll das Zelt bereits vermietet worden sein.

Egal, ob die Sache ernst gemeint ist oder ein Scherz sein soll – allein, dass es so viele Nachfragen gibt, zeigt: Berlin hat ein riesiges Mietproblem.

In keiner Stadt der Welt steigen die Immobilienpreise derzeit stärker als in Berlin. 

Das geht aus dem Global Residential Cities Index des Beratungsunternehmens Knight Frank hervor. Demnach sind die Kosten für Immobilien in Berlin 2017 um 20,5 Prozent gestiegen. (bento)

Der Grund: Je mehr Menschen kommen, desto knapper wird der Wohnraum, desto teurer einzelne Zimmer. 

Das wirkt sich auch auf WG-Zimmer-Preise aus. In Deutschland ist die durchschnittliche Miete für ein WG-Zimmer von 2012 bis 2018 von 287 Euro auf 372 Euro pro Monat gestiegen. Das ist ein Anstieg von 30 Prozent. (bento) Berlin ist keine Ausnahme: 363 Euro kostet ein WG-Zimmer hier im Schnitt. Der Balkon wäre da also ein richtiges Schnäppchen.


Future

Kann künstliche Intelligenz kreativ sein?
"Mind the Progress" in Hamburg

Wie sehr bestimmen soziale Netzwerke und Suchmaschinen unser Bild von der Welt? Wie verändern digitale Technologien unsere Sprache? Wenn Algorithmen uns die Arbeit abnehmen, ist Kunst der letzte Ausweg? Aber was, wenn künstliche Intelligenz auch kreativ ist?

Mit diesen aktuellen Fragen beschäftigen sich Forscher und Künstler auf dem Kongress "Mind the Progress". Der Kongress findet am 31. Mai und 1. Juni im Oberhafenquartier der Hafencity in Hamburg statt.