Der Job-Podcast von bento

Diese jungen Leute wollen heute anders arbeiten als ihre Eltern: Wir fragen im Vorstellungsgespräch nicht mehr nach dem Dienstwagen, sondern nach der 4-Tage-Woche. Wir sind bereit, uns zu verausgaben – sofern der Job uns erfüllt. 

In unserem Job-Podcast sprechen wir, Sarah Klößer und Carolina Torres, abwechselnd mit jungen Menschen über ihre Arbeit: Was treibt sie an? Was bedeutet Karriere und Work-Life-Balance für sie?  

Hier findest du alle bisher erschienenen Folgen im Überblick

(Bild: bento)

Koch Lion, 24: Warum er auch mal 600 Euro für ein Essen zahlt und wie Tim Raue als Chef ist

Schon als Kleinkind fand Lion Schirmer die Kinderkarte zu langweilig. Fischstäbchen, Pommes, Schnitzel – er wollte lieber dasselbe wie die Erwachsenen essen. Heute arbeitet er in einem der 50 besten Restaurants der Welt. (The World's 50 Best Restaurants) Lion, 24, ist Souschef im Restaurant Tim Raue in Berlin. 

Fast täglich kocht er Gerichte im Wert von mehreren hundert Euro, und er selbst gibt auch gerne viel Geld in Sternerestaurants aus. Sein Chef, Tim Raue, ist einer der bekanntesten Köche Deutschlands: Netflix hat ihm eine eigene Folge in der Serie "Chef's Table" gewidmet, sein Restaurant wurde mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnet. Innerhalb von zwei Jahren ist Lion zum Souschef aufgestiegen, dem zweithöchsten Posten in der Küche. 

Wie geht er damit um, mit 24 schon so viel Verantwortung zu tragen? Kann er überhaupt noch Fast Food essen? Und wie rau ist der Ton in der Küche wirklich? 

Hier geht es zur Folge. 

Bürgermeister Michael Salomo

(Bild: bento)

Bürgermeister Michael, 31: Wie er es mit 25 ins Amt schaffte und warum sein Auto zerkratzt wurde

Michael Salomo trat mit 16 Jahren in die SPD ein, er wollte etwas verändern, Politik mitgestalten. Er begann eine Ausbildung in der Verwaltung. Danach arbeitete er im Bundesverwaltungsamt, beim Verfassungsschutz und kämpfte zuletzt als Zollbeamter gegen illegale Beschäftigung. Heute ist Michael, 31, Bürgermeister in Haßmersheim, einer 5000-Einwohner-Gemeinde in Baden-Württemberg.

Bereits 2013 wurde Michael, der eigentlich aus dem Allgäu kommt, zum Bürgermeister gewählt. Damals war er mit 25 Jahren der jüngste amtierende Bürgermeister Deutschlands. Er setzte sich gegen den alten Amtsinhaber durch, der 24 Jahre lang die Geschicke im Ort gelenkt hatte – fast so lang, wie Michael damals alt war. 

Warum wollte er bereits mit Mitte 20 Bürgermeister werden? Wie viel Einfluss hat man wirklich als Bürgermeister? Und wie fühlt es sich an, in einem kleinen Ort für die Bürgerinnen und Bürger ständig ansprechbar zu sein?

Hier geht es zur Folge.

Model Sara Nuru

(Bild: bento)

Model Sara Nuru, 30: Warum sie ihren Job absurd fand und ihr Leben umkrempeln wollte

Als sie 19 Jahre alt war, wurde Sara plötzlich berühmt. Sie war an der Seite von Heidi Klum zu sehen, ihr Gesicht wurde auf das Cover der deutschen Cosmopolitan gedruckt, sie unterschrieb einen Modelvertrag und diverse Werbeverträge. Sara Nuru, 30, hat die vierte Staffel von "Germany's Next Topmodel" gewonnen und arbeitet als Model.

Vor ein paar Jahren kamen ihr Zweifel: "Ich habe das alles so gehasst", sagt sie heute. Sie kündigte ihren Modelvertrag, trennte sich von ihrem Freund und zog mit ihrer Schwester Sali nach Berlin. Heute ist sie Unternehmerin, hat ihr erstes Buch "Roots" veröffentlich – und ist wieder auf Laufstegen zu sehen. 

Was hat sie dazu bewegt, ihr Leben zu verändern? Warum wirbt sie für die ökologischen Kollektionen von Marken wie H&M – obwohl die großen Fast-Fashion-Unternehmen nicht für Nachhaltigkeit bekannt sind? Und welche Erfahrungen hat sie in der Modebranche mit Rassismus gemacht? 

Hier geht es zur Folge.

Barkeeperin Eileen von Aswegen

Barkeeperin Eileen, 28: Wie es ist zu arbeiten, wenn alle feiern, und wie sie Billig-Cocktails findet

Wäre es nach ihren Eltern gegangen, hätte sie in das Familienunternehmen einsteigen sollen. Eileen von Aswegen wählte allerdings einen anderen Weg. Sie brach ihr Studium ab und machte ihren Nebenjob zum Hauptberuf. Eileen, 28, ist Barkeeperin in Köln.

Im Ona Mor in Köln mixt Eileen für ihre Gäste Getränke, die individuell auf jeden einzelnen zugeschnitten sind. Sie weiß genau, welche Spirituosen mit welchen Zutaten zusammenpassen – und hat mit ihrer Expertise auch schon an Wettbewerben teilgenommen. 

Wie ist es zu arbeiten, während andere feiern? Was macht es mir ihr, immer Alkohol trinken zu können und es – aus beruflichen Gründen – auch zu müssen? Kann sie sich vorstellen, für immer hinter der Bar zu stehen?

Hier geht es zur Folge.

Flugbegleiterin Hannah Schmalfeldt

Flugbegleiterin Hannah, 30: Wie sich Blitzeinschläge anfühlen und warum sie Lippenstift tragen muss

Hannah Schmalfeldt reist jeden Monat in mehrere Länder, legt pro Woche Tausende Kilometer zurück. Wenn sie mal wieder in Vancouver, Kanada, ist, dann weiß der Kellner in ihrem Lieblingsrestaurant schon, welchen Smoothie sie gerne trinkt. Reisen ist ihr Beruf. Hannah, 30, ist Stewardess und Kabinenchefin bei der Fluggesellschaft Condor. 

Hannahs Hauptaufgabe an Bord ist es, für die Sicherheit der Fluggäste zu sorgen und die Kabinencrew anzuleiten. Was bei einer Flugbegleiterin nicht fehlen dürfe, sei das Lächeln – sie seien schließlich das Aushängeschild der Airlines, sagt Hannah.

Was tut sie, wenn sie mal keinen guten Tag hat? Kann sie Stewardess – die jeden Monat auch privat fliegt – und gleichzeitig Umweltschützerin sein? Und wie geht sie mit medizinischen Notfällen in 10.000 Meter Höhe um?

Hier geht es zur Folge.

Landwirtin Wiebke Wendt

(Bild: bento)

Landwirtin Wiebke, 21: Wie man eine Kuh besamt und warum sie Bullen im Katalog bestellt

Wiebke Wendt wuchs auf einem Bauernhof auf und damit gleichzeitig in ihren Beruf hinein: Seit mehreren Generationen besitzt ihre Familie einen Milchviehhof mit mittlerweile 70 Kühen in Schleswig-Holstein. Seit sie laufen kann, hilft sie im Betrieb mit. Wiebke Wendt, 21, ist Landwirtin auf einem Hof im norddeutschen Westermoor.

Nach ihrer Ausbildung machte Wiebke noch einen Meister. Der qualifiziert sie für die anstehenden Führungsaufgaben. Wiebke möchte den Betrieb modernisieren, ein Melkroboter soll ihr später die Arbeit erleichtern. 

Was denkt sie über Massentierhaltung und Tierwohl? Wie geht sie damit um, dass ihr Vater ihr Chef ist? Welche Beziehung hat sie zu ihren eigenen Tieren? 

Hier geht es zur Folge.

DJ Pretty Pink

(Bild: bento)

DJ Pretty Pink, 30: Warum sie ihren Künstlernamen schon öfter bereut hat und was ihr Erfolg bedeutet

In ihrer Schulzeit entwarf Anne Flyer für lokale Clubs und besserte damit ihr Taschengeld auf. Als eines Tages in einem dieser Clubs ein DJ fehlte, wurde sie gefragt, ob sie sich ans Mischpult stellen möchte. Anne traute sich. Das war der Beginn ihrer Karriere als Musikerin. Anne Karolczak, 30, ist DJ Pretty Pink.

Mittlerweile legt Anne weltweit elektronischen Deephouse in Clubs auf. Dieses Jahr spielte sie auf dem "Tomorrowland" - dem größten Elektro-Festival Europas. Sie zählt zu den meist gebuchten weiblichen DJs in Deutschland und hat über 300.000 Fans bei SpotifyInstagram und Co. (Dance-Charts.de)

Wie setzt sie sich in der männerdominierten DJ-Szene durch? Was macht sie unter der Woche, wenn sie nicht in Clubs auflegt? Und warum hat sie ihren DJ-Namen schon öfter bereut?

Hier geht es zur Folge.

Alina, Justizvollzugsbeamtin

(Bild: bento)

JVA-Beamtin Alina, 31: Wie es ist, als Frau in einem Männergefängnis zu arbeiten

Als Alina während ihrer Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten eine Exkursion ins Gefängnis machte, wusste sie, dass sie an diesem Ort arbeiten möchte. Lieber acht Stunden am Tag von Gittern umgeben, als am Schreibtisch im Anwaltsbüro. Heute ist Alina Gey, 31, Justizvollzugsbeamtin in der JVA Hagen.

Im Gefängnis zu arbeiten, bedeutet für sie nicht einfach nur Türen auf- und zuzuschließen. Alina mag die Abwechslung: Sie muss Menschen gut einschätzen und in Notsituationen schnell reagieren können. 

Sie arbeitet als Frau in einem Männerknast – was bedeutet das für ihren Alltag? Wie geht sie mit Menschen um, die schwere Verbrechen begangen haben? Was erfüllt sie in ihrem Job?

Hier geht es zur Folge.

Philipp, Hair & Make-up Artist

(Bild: bento)

Hair & Make-up Artist Philipp, 30: Was der Job mit Mathe zu tun hat und warum er sich gerne schminkt

Mit zehn Jahren schminkte Philipp seine ältere Schwester und ihre Freundinnen, bevor sie in die Disco gingen. Heute, 20 Jahre später, frisiert und stylt er Deutschlands bekannteste Künstlerinnen – darunter Sängerin Lena Meyer-Landrut und die Schauspielerinnen Paula Beer und Emilia Schüle. Philipp Verheyen, 30, ist Hair & Make-up Artist aus Berlin.

Für Drehs von Musikvideos fliegt er nach Los Angeles, er reist nach Cannes, um seine Künstlerinnen und Künstler für den Roten Teppich zu stylen und er hat schon mit Ikonen wie Karl Lagerfeld zusammengearbeitet. Wir haben ihn gefragt:

Was ist Schönheit für ihn? Wie viele Anfeindungen erlebt er als junger Mann, der sich schminkt? Und wie gerne geht er auf Promi-Events?

Hier geht es zur Folge.

Jenna, Konditorin

(Bild: bento)

Konditorin Jenna, 27: Wie Food-Blogger das Geschäft beleben und was sie über eine Zuckersteuer denkt

Mit 16 Jahren kratzte Jenna-Lee Dangers ihr gesamtes Taschengeld für Zutaten zusammen: Gemeinsam mit ihrer besten Freundin backte sie die Rezepte eines ganzen Backbuchs durch: von Torten über Törtchen bis Pralinen. Heute ist Jenna 27 Jahre alt und arbeitet als Konditorin in Hamburg.

Gemeinsam mit zwei Kolleginnen kreiert und gestaltet sie in einer kleinen Konditorei Cake-Pops, Tartelettes, Hochzeitstorten und – eines ihrer Lieblingesgebäcke – Macarons.

Wie traditionell ist der Beruf der Konditorin noch? Was denkt sie über die Diskussion um eine mögliche Zuckersteuer, wie Großbritannien sie hat? Und wie viel Kuchenteig und Törtchen isst man, wenn man den ganzen Tag in der Backstube steht?

Hier geht es zur Folge. 

Don-Felix, Notarzt

(Bild: bento)

Notarzt Don-Felix, 35: Wie es sich anfühlt, wenn ein Mensch stirbt, und warum er 48 Stunden arbeitet

Ein bisschen Nervenkitzel, schnell Verantwortung übernehmen und Probleme lösen. Das sind neben dem guten Gehalt die Punkte, die Don-Felix Ryzek in seinen Job gezogen haben. Der 35-jährige Münchner arbeitet neben seiner Assistenzarztstelle in der Unfallchirurgie als Notarzt.

Jeder Einsatz ist für ihn eine neue Herausforderung. Als Notarzt muss er den Überblick bewahren und in Stresssituationen lebenswichtige Entscheidungen treffen – ganz egal, wie viele Stunden Arbeit bereits hinter ihm liegen.

Auf Instagram zeigt er seinen Followern, was es bedeutet, als Notarzt zu arbeiten: Dort erzählt er von schlaflosen Nächten, zeigt blutverschmierte Hände, aber auch ein Privatleben mit Familienfotos und Bildern aus dem Kampfsportverein.

Wann hört man auf, zu helfen? Wie fühlt es sich an, wenn ein Patient in seinen Armen stirbt? Wie schafft er es auch noch in der letzten Stunde einer 48-Stunden-Schicht, fit für seine Patienten zu sein? 

Hier geht es zur Folge.

Torge, Tischler

Tischler Torge, 26: Wie es ist, so jung Chef zu sein, und warum Tischlerei ein schlechtes Image hat

Schon als Kind hat er seinen Vater in den Betrieb begleitet, den er heute, mehr als 20 Jahre später, von ihm übernommen hat. Torge Wendt, 26, ist Tischler und seit drei Jahren Chef des Familienbetriebs.

Obwohl das Handwerk der Tischlerei schon hunderte Jahre alt ist, scheinen viele nicht zu wissen, was man als Tischler eigentlich genau macht – nämlich sehr viel mehr als Tische, Stühle und Fenster.

Wie viel Zeit verbringen Tischler heute am Computer? Was macht es mit Torge, dass er so jung schon für 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verantwortlich ist? Und wie erlebt er heute die Zusammenarbeit mit seinem Vater?

Hier geht es zur Folge. 

Florentine, Hebamme

(Bild: bento)

Hebamme Florentine, 27: Wie eine Geburt Frauen verändert und was die Schwangeren ihr bedeuten

"Kinderholfrau" – das war schon mit drei Jahren ihr Berufswunsch. Heute ist sie rund um die Uhr für "ihre Schwangeren" erreichbar, motiviert bei der Geburt und hilft in den ersten Wochen danach. Florentine Kosfeld, 27, ist selbstständige Hebamme in Hamburg.

Sie hört die Herztöne des noch ungeborenen Babys ab, checkt das Wachstum. Genauso wichtig ist es Florentine, dass es den Schwangeren psychisch gut geht. Denn ein Kind zu bekommen, verändert nicht nur den Körper, sondern das ganze Leben.

Wovor haben viele Frauen bei der Geburt am meisten Angst? Wie viel Freizeit bleibt Florentine – neben der intensiven Betreuung? Wie zufrieden ist sie mit ihren Arbeitsbedingungen?

Hier geht es zur Folge. 

Nele, Tierpflegerin

Tierpflegerin Nele, 26: Wie sie mit Zoos die Welt verbessern möchte

Angefangen hat alles mit Käfern und Regenwürmern im Garten, später kamen Kaninchen dazu. Heute kümmert sie sich um Nilpferde und Elefanten. Nele arbeietet als Tierpflegerin im Tierpark Hagenbeck in Hamburg.

Als sogenannte Springerin kümmert sie sich um alle Tiere, in allen Gehegen: Sie füttert die Löwen und Tiger, putzt das Gehege der Nilpferde und Bären, beschäftigt Nasenbären und trainiert Krokodile. 

Was denkt sie über kleine Gehege? Wie hält sie es aus, Hühner und Kaninchen erst zu töten und dann an Raubtiere zu verfüttern? Und was macht die körperlich schwere Arbeit mit ihr? 

Hier geht es zur Folge.

Sabine, Investmentbankerin

Investmentbankerin Sabine, 34: Wie es sich anfühlt, einen Milliardendeal abzuschließen

das mit Kurven zu tun: Schnittpunkte an den Koordinatenachsen ablesen, Hoch-, Tief- und Wendepunkte berechnen. Strukturierte Schritte, die sie einen nach dem anderen abarbeiten konnte. Dieser Leidenschaft geht sie auch heute in ihrem Beruf nach. Sabine Naß, 34, ist Investmentbankerin bei der Deutschen Bank.

Sie kümmert sich bei der Deutschen Bank um die sogenannte strukturierte Finanzierung von Immobilien. Das bedeutet: Sie und ihr Team vergeben Kredite für den Bau von Büro- und Wohnhäusern und verkaufen diese Kredite an verschiedene Investoren.

Welchen Bezug hat sie als Investmentbankerin, die Milliardenprojekte verwaltet, zu Geld? Wie geht es ihr in einem Job, der zu 80 Prozent von Männern gemacht wird? Und wie gefällt es ihr als Angestellter in einem der meist kritisierten Unternehmen Deutschlands? 

Hier geht es zur Folge.

Sebastian, Erzieher

Erzieher Sebastian, 31: Wie er mit Geschlechterklischees umgeht und wie oft er Windeln wechselt

Mit Kindern arbeiten? Das wollte er früher nie. Das änderte sich während eines Praktikums im Studium. 

Sebastian Parte, 31, ist heute stellvertretender Leiter einer Kindertagesstätte in der Hamburger Innenstadt. Sebastian kümmert sich um Krippenkinder im Alter von ein bis drei Jahren. Elterngespräche und Papierkram gehören genauso zu seinem Job wie Windeln wechseln und Mahlzeiten vorbereiten. 

Behandeln Eltern ihn anders, weil er ein männlicher Erzieher ist? Woran liegt es seiner Meinung nach, dass in Deutschland so viele Erzieherinnen und Erzieher fehlen? Möchte er selbst Kinder haben, obwohl er jeden Tag mit ihnen arbeitet? 

Hier geht es zur Folge.

Emilia Schüle, Schauspielerin

(Bild: Paula Markert / Montage: bento)

Schauspielerin Emilia Schüle, 26: Wie es sich anfühlt, am Filmset erwachsen zu werden

Sich in einen anderen Menschen verwandeln, wenn auch nur vorübergehend, Emilia Schüle macht das, seit sie elf Jahre alt ist. Bekannt wurde die Schauspielerin durch Filme wie "Freche Mädchen" oder "Rock it". Heute spielt sie beim "Tatort" mit, hat eine Hauptrolle in der Fernsehserie "Charite" und ist "Eva Fassbender" in den "Ku'damm 56"-Fernsehfilmen.  

Emilia Schüle ist am Filmset erwachsen geworden. Im Trubel der Filmwelt verabschiedete sie sich von gängigen gesellschaftlichen Normen, Idealen und Zielen: Sie führt kein routiniertes, sicheres Leben, weiß nicht, was sie im nächsten Jahr beruflich macht. Auch ihre engen Freunde und ihre Familie hat sie nicht ständig um sich.   

Wie schaffte sie es als Teenager, ihre eigene Identität zu finden? Verliert sie sich manchmal selbst, wenn sie ständig neue Rollen einnimmt? Hat sie in ihrer Branche Erfahrungen mit sexueller Belästigung gemacht?

Hier geht es zur Folge.

Katharina, Psychotherapeutin

Therapeutin Katharina, 39: Warum sie psychische Krankheiten als Stärke versteht

Achtung: Im Podcast wird Suizid thematisiert. (Timecode 9:10 bis 9:50)

Burnout, Angststörungen, Depression – was die meisten als Schwäche oder Versagen begreifen, sieht sie viel mehr als Stärke: Als erster Versuch eines Menschen, sich selbst zu helfen.

Katharina Burde arbeitet als Therapeutin in Hamburg. Sie ist spezialisiert darauf, mit Menschen zu arbeiten, die ein Trauma erlebt haben. Psychische Störungen vergleicht sie mit einem Krückstock: Sie sind eine Stütze und helfen zu überleben. Umso schlimmer findet sie, dass viele Menschen sich immer noch nicht trauen, sich bei einem Therapeuten oder einer Therapeutin Hilfe zu suchen.

Woran liegt es, dass psychische Krankheiten immer noch stigmatisiert werden? Wie fühlt es sich an, wenn man sich den ganzen Tag nur mit Problemen beschäftigt? Und welche Beziehung hat sie zu ihren Patientinnen und Patienten, die ihre intimsten Gefühle mit ihr teilen?

Hier geht es zur Folge. 

Nico, Sommelier

(Bild: bento)

Sommelier Nico, 25: Was einen guten Gastgeber ausmacht und wie viel Wein mindestens kosten muss

Mit George Clooney Kaffee trinken, dem Dalai Lama Tee servieren, sämtliche Staatsoberhäupter bedienen – hat er alles schon gemacht. Und dabei ist Nico Böttcher erst 25 Jahre alt. 

Er arbeitet als Sommelier und Gastgeber in einem Berliner Spitzenrestaurant. Dort organisiert er den Ablauf des Restaurantbesuchs, erklärt den Gästen, was auf dem Teller liegt und empfiehlt ihnen den Wein dazu. Seine Arbeitszeit: mindestens zehn Stunden täglich.

Wird seine Kompetenz von den Gästen unterschätzt, weil er "erst" 25 Jahre alt ist? Wie vereinbart er seine Beziehung und lange Arbeitszeiten? Und wie viel muss Wein seiner Meinung nach mindestens kosten?

Hier geht es zur Folge. 

Elyaz, Callboy

(Bild: bento)

Callboy Elyaz, 29: Wie er Freundin und Escort-Job vereinbart und wer ihn bucht

Der perfekte Gentleman für eine Nacht: Callboys verkörpern diese Fantasie für ihre Kundinnen und Kunden – gegen Bezahlung.

In seinem Hauptjob arbeitet er als Immobilienwirtschaftler, dann aber unter seinem richtigen Namen. Für seine Dates schlüpft er in die Rolle des Elyaz. Ob für eine Stunde im Hotel oder auf einem exklusiven Ball in Venedig: Solange Elyaz gebucht ist, mimt er den Liebhaber und Vertrauten.

Wie fühlt es sich an, wenn er das erste Mal auf eine Kundin trifft? Wie anstrengend ist es, zwei Identitäten zu haben? Was macht er, wenn er keine Lust auf Sex hat? 

Hier geht es zur Folge.

Linus Giese, Buchhändler

Buchhändler Linus, 33: Wie er sich für queere Menschen einsetzt und welches Buch er 20-Mal gelesen hat

Wenn Linus arbeitet, dann schiebt er Thilo Sarrazins Bücher beiseite. Stattdessen präsentiert er "Zwei Mamas für Oskar"prominent auf dem Verkaufstisch, ein Bilderbuch über ein lesbisches Pärchen, das durch Samenspende ein Kind zeugt. Er möchte Themen setzen.

In einem kleinen Laden in Friedrichshain empfiehlt und verkauft er jeden Tag Literatur. Auf seinem Blog, Buzzaldrins Bücher, schreibt er außerdem über Bücher, die ihm besonders wichtig sind, und über sein Leben als trans Mann

Welche Erfahrungen macht ein trans Mann in einem Beruf, in dem er täglich neuen Menschen begegnet? Was fasziniert ihn so an Büchern und Geschichten? Und wie lebt es sich in Berlin mit dem Gehalt eines Buchhändlers?

Hier geht es zur Folge.

Lena Meyer-Landrut, Sängerin

(Bild: Fabian Brennecke/ Montage: bento)

Lena Meyer-Landrut, 27: Wie sie ihre Krise überwunden hat und wie sie heute mit Kritikern umgeht

Im Herbst 2017 merkt Lena, dass sie eigentlich gar nicht mehr weiß, warum sie überhaupt Musik macht. Sie cancelte ihr Album, sagte ihre Tour ab und zog sich aus den Medien zurück. Lena musste eine Entscheidung treffen: Entweder, sie hört auf mit dem Musikmachen – oder sie muss etwas ändern.

Vorher war alles sehr schnell gegangen: Als sie 2010 den Eurovision Song Contest für Deutschland gewann, wurde sie über Nacht berühmt – und stand plötzlich mitten im Berufsleben. Die Jahre nach ihrem Sieg waren für sie aber vor allem durch eines geprägt: Fremdbestimmtheit. Und irgendwann durch eine kreative Krise

Lena hat sich dafür entschieden, weiterzumachen. Heute sieht sie wieder Sinn in ihrem Beruf: Wie hat sie zurück zu sich selbst gefunden? Wie geht sie jetzt mit der vielen Aufmerksamkeit und vor allem mit Kritik um? Was macht sie, wenn ihr alles zu viel wird?

Hier geht es zur Folge. 

Bestatter Eric 

Bestatter Eric, 38: Wie er Menschen hilft zu trauern und was er über den Tod denkt

Als Eric Anfang 30 war, hatte er alle Feste einmal gefeiert. Er arbeitete in der Musik-Industrie, betreute bei einer großen Plattenfirma erfolgreiche Bands, gewann Preise. Irgendwann dachte er: Da draußen muss es doch noch mehr geben als das hier. Mehr Sinnhaftigkeit. Wichtigere Aufgaben. Also stellte er sein Leben einmal auf den Kopf. Als Leiter seines eigenen Bestattungsunternehmens versucht er, einiges anders zu machen: Wie unterscheidet sich seine Arbeit von der traditioneller Betriebe? Was denkt er eigentlich über den Tod? Und wie funktioniert Trauer?

Hier geht es zur Folge.

Tätowierer Daniel

Tätowierer Daniel, 31: Wie es ist, sich selbst zu tätowieren und welche Motive er nicht sticht

Er hat sich getraut, worüber viele nachdenken: hinschmeißen und nochmal von vorn beginnen. Mit 31 Jahren hat Daniel Bauermeister aus Lüneburg sich zum Tätowierer ausbilden lassen. Heute, drei Jahre später, ist er Inhaber eines eigenen Tattoo-Studios.

Dabei wollte er eigentlich nie Tätowierer werden. Doch sein alter Job hat ihn auch nicht mehr ausgefüllt: Daniel ist gelernter Siebdrucker, hat nebenbei als Grafiker gearbeitet, um die erste Tinte und Tätowiermaschine finanzieren zu können. Wie war es, sich selbst zu tätowieren? Wie geht er mit Motivwünschen um, die ihm selbst nicht gefallen? Und wie schwer ist es, einen eigenen Laden zu eröffnen?

Hier geht es zur Folge.

Krankenpflegerin Ricarda

Krankenpflegerin Ricarda, 25: Wie sie spürt, dass Fachkräfte fehlen und was sie vom Schichtdienst hält

Wenig Gehalt, schwere Arbeit, viel Stress: Es spricht einiges dagegen, in der Krankenpflege zu arbeiten. Die Bremerin Ricarda Möller, 24, hat sich trotzdem dazu entschieden. 

Sie arbeitet im Krankenhaus auf einer Station mit älteren Leuten. Früher in Vollzeit, heute neben ihrem Studium. Welche Situationen lassen sie verzweifeln? Wie schafft sie es, trotz Schichtdienst ihre Familie und Freunde zu sehen? Und warum gefällt ihr trotz allem das, was sie beruflich macht?

Hier geht es zur Folge.

Metzger Aleks

Metzger Aleks, 30: Was er von Vegetariern hält und wann er auf Fleisch verzichten würde

Seine neuen Mitarbeiter bringt er erst mal zum Schlachten, sie sollen sehen, wie das geht, ein Tier zerlegen.  Aleks Pitarevic, 30, ist gelernter Metzger, heute leitet er eine Fleischerei-Filiale in Hamburg. Er möchte, dass seine Kolleginnen und Kollegen, gutes Fleisch zu schätzen wissen und respektvoll damit umgehen. 

Was müsste passieren, damit er auf Fleisch verzichtet? Sind Veganer in seinem Restaurant eigentlich willkommen? Gelingt es ihm, gleichzeitig ein guter Chef – und guter Mann und Papa zu sein? 

Hier geht es zur Folge.

Gynäkologe Sascha

Frauenarzt Sascha, 29: Wie er Arbeit und Privates trennt und warum er seinen Job manchmal verschweigt

Sascha spricht nicht immer gern über seinen Beruf. Manchmal, wenn er neue Leute kennenlernt, verschweigt er ihn einfach – es könnten blöde Sprüche kommen.

Sascha Kürti, 29, ist Frauenarzt an der Uni-Klinik in Hamburg Eppendorf. Während seines Studiums dachte er selbst noch: Wer möchte eigentlich so ein Fachgebiet wie Urologie oder Gynäkologie machen? Als er einem Oberarzt bei einer Operation an Eierstockkrebs zuschauen durfte, verstand er es. 

 Was fasziniert ihn an dem Beruf als Frauenarzt? Wie verträgt sich die Arbeit am weiblichen Körper eigentlich mit seiner Ehe? Und wie lebt es sich mit einer 48-Stunden-Stelle – plus Überstunden, die zu dem Beruf dazugehören, wie er sagt? 

Hier geht es zur Folge.

Polizistin Christine

Polizistin Christine, 33: Wie sie mit Gewalt umgeht und warum sie trotzdem gern Streife fährt

Hätte sie auf ihre Eltern gehört, dann hätte sie Medizin studiert. Gynäkologie, so wie ihr Vater, das wäre schön, dachten Mama und Papa. 

Christine Höxtermann bewarb sich lieber bei der Polizei – ihren Eltern erzählte sie erst davon, als sie schon eine Zusage hatte. Heute, mit 33 Jahren, ist Christine Oberkommissarin und Landesvorsitzende der Jungen Polizei in Hamburg. 

Was gefällt ihr am Streife fahren? Wie geht sie damit um, wenn Bürgerinnen und Bürger sie bepöbeln oder angreifen? Und wie ist es, mit wenigen Frauen und vielen Männern zusammenzuarbeiten?

Hier geht es zur Folge

Priester Georg

(Bild: Erzbistum Hamburg/ Andreas Hüser, Montage: bento)

Georg ist 27 und Priester: Was er über Liebe denkt und wie er mit Zweifeln umgeht

Mit Anfang 20 hat er beschlossen, nie wieder eine Freundin zu haben. Oder mit einer Frau zu schlafen. Er hat sein Leben einer einzigen Sache verschrieben: Georg Taubitz, 27, ist Priester am Erzbistum Hamburg. 

Wie häufig zweifelt er als Priester? Wie geht Georg damit um, wenn er nachts von einer Frau aus der Gemeinde angerufen wird, deren Ehemann Suizid begangen hat? Wie sieht die Work-Life-Balance eines Priesters aus?

Hier geht es zur Folge.

Du kannst unseren Podcast kostenlos hören, wo und wann du willst. Du findest ihn auf bento und auf Plattformen wie Apple Podcasts und iTunes, Spotify, Deezer, Soundcloud oder Google Podcasts. Wenn du den Podcast abonnierst, verpasst du keine Folge mehr.

Für alle weiteren Podcatcher und Podcast-Apps findest du hier den RSS-Feed des Podcasts.

Du hast FragenLob? Oder Kritik? Vielleicht möchtest du auch selbst mit uns über deinen Beruf sprechen? Dann maile uns an undwasmachstduso@bento.de. Oder schreib uns gerne eine Podcast-Review auf iTunes!


Fühlen

Sind Bio-Tampons besser als "normale" Tampons?
Wir haben eine gefragt, die es wissen muss.

Mitten in den Instagram-Storys und im Facebook-Newsfeed ist da plötzlich diese Werbung für Bio-Tampons. "OHNE Chemikalien & Pestizide" steht da in weiß auf rosa Grund. Und am Rand prangt "Bio", "Bio", "Bio". Und ich denke: "Verdammt. Was habe ich meinem Körper bisher nur angetan?" Habe ich mich unwissend gefährlichen Chemikalien und Pestiziden ausgesetzt? Ich habe nachgefragt.