Bild: Getty Images

Eine der wichtigsten Weisheiten unserer Zeit lautet: 

"Sei immer du selbst. Außer du kannst Batman sein, dann sei Batman!"

Forscher haben nun herausgefunden, dass das tatsächlich eine ziemlich gute Idee ist – wenn es darum geht, besser zu lernen. Ein Team hat untersucht, wie Kinder langweilige Lerninhalte aufnehmen. Und dafür einem Teil der Gruppe einfach Batman-Kostüme angezogen. (Hier geht's direkt zur Studie)

So wurde die Studie durchgeführt:
  1. Kinder zwischen 4 und 6 Jahren sollten eine langweilige Computer-Aufgabe lösen.
  2. Sie sollten sich entweder zehn Minuten mit der Aufgabe beschäftigen – oder spielen gehen, falls sie die Aufgabe zu sehr langweilt.
  3. Außerdem gab es drei Gruppen. Gruppe 1 sollte sich die Frage stellen: "Arbeite ich hart?" Gruppe 2 sollte sich die gleiche Frage aus der dritten Person stellen. Hieß ein Kind Marc, fragte es also: "Arbeitet Marc hart?"
  4. In Gruppe 3 sollten die Kinder nach einem Vorbild fragen und wurden entsprechend verkleidet. Also: "Arbeitet Rapunzel hart?", "Arbeitet Bob, der Baumeister hart?" oder auch "Arbeitet Batman hart?"
  5. Jede Minute hat die Kinder ein Lautsprecher gefragt, ob sie hart – oder ihre Figur – hart arbeiten.
(Bild: Giphy )
Das Ergebnis:
  • Wenig überraschend: Die Kinder haben die Mehrheit ihrer Zeit nicht mit der Aufgabe verbracht, sondern mit Spielen. 37 Prozent der Zeit gingen für "Arbeiten" drauf, 63 Prozent für die Ablenkung. 
  • Aber: Die Kinder in Gruppe 3 – die Helden – arbeiteten deutlich mehr als die Kinder der anderen beiden Gruppen. Am schlechtesten schnitt Gruppe 1 ab. 

Das Forscherteam um Rachel E. White vom Hamilton College vermutet: Je mehr sich die Kinder von sich selbst distanzieren konnten, desto mehr distanzierten sie sich auch von der Versuchung, zu spielen. Und desto besser konnten sie sich konzentrieren und an einer Sache fürs Gemeinwohl arbeiten.  

Die Forscher gaben dem Phänomen auch einen Namen: den "Batman-Effekt".

Gerechtigkeit

Nils war bei den G20-Protesten dabei. Jetzt wurde seine Wohnung durchsucht
Worum geht’s?

Während des G20-Gipfels im Juni 2017 gab es verschiedene Proteste. Eskaliert ist die Situation am Morgen des 7. Juli in der Hamburger Straße Rondenbarg. Aus einer Gruppe von etwa 200 Gipfelgegnern heraus flogen Steine und Böller in Richtung Polizei. Anschließend griff die Polizei an und löste die Demonstration auf. (bento)

Bei der Flucht wurden 14 Demonstranten teilweise schwer verletztals sie versuchten, über ein Geländer zu flüchten. Später fand die Polizei 41 schwarze Sturmhauben, 38 Steine, drei Stahlseile, zwei Hämmer, einen Feuerlöscher und eine Zwille.

Das Vorgehen der Polizei löste eine gesellschaftliche Debatte um Polizeigewalt aus: Gingen die Einsatzkräfte zu hart vor? In einem Polizeivideo ist zu sehen, wie ein Beamter einen Demonstranten im Vorbeigehen unvermittelt schlägt.