Wer Bafög bekommt, hat nicht genügend Geld zum Leben. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie im Auftrag der Studentenwerke. Sie zeigt: Vor allem die Kosten für Wohnen und Essen sind in Wahrheit oft viel höher, als beim Bafög berücksichtigt. Und: Wer heute die Förderung bekommt, hat am Ende weniger Geld als noch vor wenigen Jahren - trotz Erhöhung.

Das sagt die Studie

Um die Bafög-Höhe einschätzen zu können, wurde zunächst untersucht, wie hoch die Ausgaben von Studierenden monatlich typischerweise sind. Ergebnis: Mit Essen, Miete, Gesundheitsausgaben, Fahrtkosten, Kleidung und Freizeitausgaben benötigen viele etwa 1.000 Euro im Monat. Den größten Unterschied machen dabei die Wohnform (WG, alleine, Wohnheim) und die Existenz von Kindern. 

Das ist deutlich mehr, als Bafög-Empfänger bekommen. Nachdem die Große Koalition den Bafög-Satz erhöht hat, liegt die Höchstförderung bei 735 Euro im Monat. Durchschnittlich bekommen geförderte Studenten allerdings nur 445 Euro. Die meisten brauchen das Geld dringend: Vier von fünf Bafög-Empfänger sagen, dass sie ohne das Geld überhaupt nicht studieren könnten.

Da es im Alltag oft am leichtesten geht, sparen viele Studierende vor allem am Essen. "Hierfür werden zum Teil Beträge ausgegeben, die eine gesunde und ausgewogene Ernährung unwahrscheinlich erscheinen lassen“ heißt es in der Studie. Übersetzt: Wer kein Geld hat, isst ungesund. Nicht ganz überraschend. (FAZ)

Das fordern Experten

Das Studentenwerk fordert, dass das Bafög regelmäßig und automatisch angeglichen wird. Bislang muss jede Erhöhung einzeln beschlossen werden, obwohl klar ist, dass die Kosten steigen. Auch die Opposition unterstützt diese Forderung.

Das Bafög muss wieder zum Leben reichen
Kai Gehring, Bildungsexperte der Grünen (FFH)

Außerdem fordert das Studentenwerk, dass mehr in bezahlbareren Wohnraum investiert wird. Denn hier steigen die Kosten oft zur Zeit besonders stark - insbesondere in den Städten, die ohnehin schon beliebt sind.


Food

Nackensteak für 2 Euro bei Aldi – was bitte läuft da schief?!

Für 1,99 Euro bekommt man Hundefutter, Kaugummi und – aufgepasst – Nackensteak. Pünktlich zur Grillsaison beginnt der Preiskampf in den Supermärkten. Preisdumping bei tierischen Produkten wie Milch und Fleisch ist kein neues Thema. Aber der Discounter Aldi Süd setzte nun eine neue Messlatte: 600 Gramm Schweinenackensteak für 1,99 Euro. 

Dominik Boisen machte auf das erschreckende Angebot auf der Facebook-Seite von Aldi Süd aufmerksam. Das Ergebnis: eine brisante Diskussion, schon über 17.000 mal geteilt und über 3.500 mal kommentiert wurde: