Was braucht man für einen Job im Atomkraftwerk? Expertise? Schutzanzüge? Vielleicht noch Donuts? 

Alles falsch, dachten sich die Betreiber des tschechischen Kraftwerkes Temelin. Was zählt sind: Bikini und Schutzhelm.

Auf ihrer Facebook-Seite hatten die AKW-Betreiber Fotos von Frauen in Bikinis hochgeladen und die Fans zur Abstimmung gebeten. Die Kandidatin mit den meisten Likes sollte dann ein Praktikum im AKW bekommen. 

Und außerdem "Miss Energy 2017" werden. 

Zum Post schrieben die Betreiber laut CNN: "Wir denken, die Fotos sind sehr geschmackvoll, die Kombi aus Schönheit und Industriehintergrund ergeben ein schönes Resultat."

Die meisten Nutzer waren aber anderer Meinung – und nannten den Vorschlag in den Kommentaren sexistisch, reaktionär, mittelalterlich. "Ihr findet Likes unter halbnackten Bildern von jungen Frauen das richtige Kriterium, um eine Karrierechance zu messen?", fragt einer.

Die AKW-Betreiber hatten das nach zwei Tagen selbst eingesehen – und den Facebook-Post gelöscht. In einem neuen entschuldigten sie sich und boten allen zehn Teilnehmerinnen ein Praktikum an. Eigentlich sollte es mit dem Bikini-Wettbewerb darum gehen, "techische Ausbildungsberufe zu promoten".


Fühlen

Milena und Gregor haben im Studium ein Kind bekommen – und würden es wieder tun

Milena und Gregor liegen ausgestreckt in ihrer Welt. Milenas Beine ragen kerzengerade in die Luft, auf den Füßen thront Lilly, blonder Pagenkopf, rosa T-Shirt. Sie hat Arme und Beine ausgebreitet, schwebt über ihren Eltern wie ein kleiner Flieger.

Plötzlich lässt Lilly sich nach vorne fallen. Milena fängt die Kleine auf, drückt sie an sich, gibt ihr einen Kuss auf die Nase. Gregor beobachtet die beiden, lächelt. Zwischendurch streckte er immer die Hand aus, um im Notfall da zu sein und einen Absturz zu verhindern.

Milena und Gregor sind seit dem Abistreich ein Paar. 2011 zogen sie nach Leipzig, um zu studieren, sie Medizin, er Freie Kunst. Im August 2012, mit 21 Jahren, wurde Milena schwanger; Gregor war damals 22. "Es war zwar nicht geplant, aber gewollt", sagt Milena, Gregor nickt. Vor ein paar Wochen hat Lilly ihren vierten Geburtstag gefeiert.