Bild: Getty Images/Graham Denholm

Erst im Januar hatte sich Rapper 50 Cent eines Glücksgriffs gebrüstet: Mit einer frühen Wette auf den Erfolg der Digitalwährung Bitcoin wollte der US-Amerikaner knapp 8 Millionen Dollar verdient haben. In einem Gerichtsdokument, über das zunächst die US-Promi-Website "The Blast"berichtete, hält 50 Cent fest, dass er niemals Bitcoin oder einen digitalen Geldbeutel besessen habe.

Vor einigen Wochen hatte zunächst eine andere Promi-Website, TMZ, berichtet,  50 Cent habe seine Fans 2014 ein Album auch in Bitcoin bezahlen lassen. Die so zustande gekommene Summe an digitalem Geld sei bis zu 8 Millionen Dollar wert gewesen.  50 Cent selbst hatte den Bericht später auf seinen Social-Media-Accounts bestätigt, auf Instagram etwa einen Screenshot der Geschichte geteilt: "I forgot I did that shit. Lol."

Warum hat sich der Rapper damals zu einer Lüge herabgelassen?

Alles eine Frage des Images, legen die neuen Dokumente nahe: So lange selbst falsche Geschichten in der Presse "mein Image oder meine Marke nicht irreparabel beschädigen, halte ich es üblicherweise nicht für nötig, sie öffentlich zu bestreiten." Dies sei "in besonderer Weise so, wenn ich das Gefühl habe, dass die jeweiligen Geschichten positiv für meine Marke sind."

Nun schwenkt  50 Cent jedoch auf ein noch älteres Narrativ um: Dass er nämlich eigentlich bankrott sei.

Zwar habe er im Jahr 2014 durchaus Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptiert. Diese seien aber von einer dritten Partei in Dollar umgetauscht worden, bevor er sie erhalten habe – zu welchem Kurs der Umtausch erfolgt sei, geht aus den Dokumenten nicht hervor. CNBC berichtet, Bitcoin habe zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Albums bei etwa 660 Dollar notiert; die 700 Bitcoin des Rappers seien damit etwa 460.000 Dollar wert gewesen.

  • Vor dem Hintergrund seiner Privatinsolvenz hatte  50 Cent bereits zuvor Social-Media-Posts erklären müssen.
  • Nachdem er im Winter 2015/2016 mit einem Haufen Geldbündel posiert hatte, die das Wort "broke" ("pleite") buchstabierten, gestand er später auf Nachfrage eines Richters:
  • Die Scheine waren bloß Requisiten.

Dieser Artikel ist zuerst beim manager magazin online erschienen.


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