Verbraucherschützer fordern deshalb eine "Limo-Steuer".

Dass Süßigkeiten viel Zucker enthalten, wissen wir. Auch dass Softdrinks voller Zucker stecken, hat sich inzwischen rumgesprochen. Trotzdem wollen viele Deutsche nicht auf die Limonade zum Essen oder die Cola zwischendurch verzichten – und konsumieren dabei ordentlich Zucker.

Eine Studie zeigt nun, wie viel: 

Neuen Zahlen des Instituts Euromonitor International zufolge nehmen deutsche Verbraucherinnen und Verbraucher mehr Zucker über Softgetränke auf als über Süßigkeiten. Im Durchschnitt verzehrten sie 2016 täglich 26 Gramm Zucker über Softdrinks – und 18 Gramm über Süßigkeiten. (FAZ)

Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern liegt Deutschland damit auf den Spitzenrängen: Nur in den Niederlanden und der Slowakei ist der Verbrauch von Softdrink-Zucker noch höher.

Die Zahlen veröffentlicht hat die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch

Die verbindet sie mit einem deutlichen Appell an Ernährungsministerin Julia Klöckner: Der Staat müsse eine "Limo-Steuer" nach dem Vorbild von Großbritannien einführen. Getränke, die mehr als fünf Prozent Zucker enthalten, werden dort zusätzlich besteuert. In Großbritannien habe das Getränkehersteller dazu gebracht, den Zuckergehalt seiner Getränke "deutlich" zu reduzieren. (Foodwatch)

Foodwatch betont auch noch einmal, wie schädlich Zucker für den Körper ist – denn er liefere nicht nur 'leere Kalorien' ohne Nährstoffe, sondern trage unmittelbar zur Entstehung einer Fettleber und Insulinsresistenz bei, wie ein Ernährungsmediziner zitiert wird.

Unsere Meinung zur Zuckersteuer:


Today

Köln will gegen rücksichtslose Fahrradfahrer vorgehen – und viele lachen

Wer die neue Kampagne der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) sieht, der kann gar nicht anders, als sich zu fragen, wie diese Videos wohl entstanden sind. Mögliches Szenario: Da saß eine Runde zusammen. Die brainstormte darüber, was in einer erfolgreichen Videokampagne zur Fahrradmitnahme in der Straßenbahn auf keinen Fall fehlen darf – Fahrräder natürlich. Aber was wäre bestimmt sehr lustig? Sprechende Fahrräder. Nein, noch besser: Fahrräder, die Kölsch sprechen!

Wie auch immer der Entstehungsprozess ablief: Vor einer knappen Woche begannen die KVB damit, die Ergebnisse auf ihren Social Media Kanälen zu präsentieren. Drei Videos, in denen Fahrräder sprechen.

Die kurzen Clips sollen Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer dafür sensibilisieren, dass es nicht immer sinnvoll ist, sein Rad in der Straßenbahn mitzunehmen. Die Videos gefallen nicht jedem, in den Kommentarspalten wird heftig diskutiert.