Menschen lügen jeden Tag. Besondere Ausmaße erreicht der Betrug bekanntermaßen auf Instagram, wo sich jeder mit einer frisch tapezierten Wohnzimmerecke ein eigenes Modeimperium aufbauen kann.

Der Bulgur-Salat mit Avocado heißt mit zweitem Namen "clean & healthy", vegane Eiscreme ist das neue Must-Eat. Aber wird sie tatsächlich gegessen? Menschen auf der anderen Seite des Screens können das nur schwer beurteilen. Das ist auch den Machern von "You Did Not Eat That" aufgefallen.

Auf Tumblr sammeln sie seit 2014 Fotos, auf denen attraktive, dünne Frauen mit fetten Kalorienbomben zu sehen sind. Es scheint wenig wahrscheinlich, dass dieses Essen wirklich verspeist wurde.

Seit dem Start des Tumblrs hat sich in den sozialen Netzwerken nicht viel verändert. Es wird, Überraschung, immer noch sehr oft so getan, als ob.

What a shame!

Woran man den Schwindel erkennt? Ganz einfach: Das Essen steckt einerseits noch nicht im Mund und wird andererseits für Werbezwecke vor die Linse geholt.

Die Vermutung liegt nahe, dass Modebloggerin Chiara Ferragni dieses Magnum nicht für den Eigenverzehr aus der Tiefkühltruhe geholt hat. Ein netter Werbegag!

Schaut euch diese Augen an! Sind sie nicht starr vor Angst? Auch die hochgezogene Lippe signalisiert: Auf gar keinen Fall möchte ich diesen Smarties-Cookie anbeißen, auch nicht für 10.000 Likes, meine Lieben.

Ebenfalls beliebt: Donuts. Sie wandern einfach von einem Foto zum nächsten.

Gibt es das Modell mit dem rosa Überzug eigentlich schon in Plastik?

Was braucht man zwingend, während man seinen Traumbody im Sand wälzt? Richtig: Einen Burger, um zu betonen, wie viel man doch isst! Gesichtsausdruck: Bleib mir bitte fern vom Hals, äh, Hüftspeck.

Wer dünn ist, sich aber mit viel Süßkram abbilden lässt, erweckt zumindest den Eindruck, alles essen zu können und trotzdem eine Bombenfigur zu behalten. Die dummen Sprüche bleiben anders als bei Dicken ("Iss doch einmal etwas Gesundes") aus. Nach dem Motto: Sie gönnt sich doch!

Die Bilder führen in die Irre. Letztlich wirkt es so, als ob jede dünne Frau einfach Glück gehabt hätte, mit den Genen – und die hervorstehenden Rippen demnach nur ganz natürlich seien.

Mit welchem Ziel Models das "Dünnsein" erreichen, wird die Öffentlichkeit in den seltensten Fällen erfahren. Ob sie mit einem speziellen Körperbau gesegnet sind oder Stunden im Fitness-Center hängen, um die Abs zu stählen? Geheim.


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