Der Sieger überzeugt mit einem genialen Feature.

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Irgendwie hat sie doch jeder schonmal gebacken bekommen. Ob Party, Kindergeburtstag oder als leckeres Frühstück: Waffeln sind ein Ganzjahrestrend, und das seit Jahren. Überall schießen Waffel-Franchises aus dem Boden, es gibt einen Tag der Waffel in Deutschland, und man kann sogar sprichwörtlich "einen an der Waffel haben". Verrückt. Waffeleisen gibt es entsprechend viele zu kaufen Nur: Welches kann man eigentlich bedenkenlos empfehlen? Wir wollten es genau wissen und haben fünf erschwingliche Geräte getestet (zwischen 25 und 65 Euro).

Am Anfang wollten wir erstmal wissen: Was macht eigentlich ein gutes Waffeleisen aus?

Wir haben Bahri Topcuoglu gefragt. 2011 hat er mit einem Waffelstand beim Berliner Karneval der Kulturen angefangen, heute lässt der 30-Jährige in 42 Wonder-Waffel-Filialen in Deutschland und der Schweiz jährlich mehr als eine Million Waffeln backen. Seine Spezialität: Ein Topping-Paradies auf Teig. Ob Obst, Schokolade, Saucen – bei Wonder Waffel ist viel Belag gerade genug. Das Wichtigste bleibt aber die Waffel. Mit welchen Eisen der Teig am besten gelingt? Hier ist Bahris Checkliste:

Zur Person

Bahri Topcuoglu, 30, ist studierter Wirtschaftsingenieur. 2011 gründete er in Berlin Wonder Waffle - das Unternehmen produziert heute in 42 Filialen mehr als eine Million Waffeln pro Jahr. 

  • „Bei einem optimalen Gerät schließen die Seiten so, dass keine größere Menge Dampf aus dem Waffeleisen entweicht. Dadurch bleibt die Waffel weich und saftig.“
  • „Eine hohe Dampfentwicklung hat einen weiteren Nachteil. Bleibt der Dampf nicht im Backzyklus sondern wandert ins Innenleben des Gerätes, kann es verdreckt werden und im schlimmsten Fall sogar kaputtgehen.“
  • „Zum Backen verwendet man Öl, das stark erhitzt werden kann. Hier empfehle ich Sonnenblumenöl mit einem Brennwert von 200 Grad. Alternativ kann Trennfett genommen werden.“
  • „Profis benutzen Waffeleisen aus Grauguss. Anti-Haftbeschichtungen gehen im Dauereinsatz schnell kaputt. Das liegt daran, dass es oft zu Verklebungen kommt, die dann aus den Eisen rausgekratzt werden.“

Der Test

Weil Ihr sicher keine Millionen Waffeln backen werdet, haben wir in unserem Waffeleisen-Test Kompromisse gemacht. Grauguss-Eisen sind so teuer, dass sie sich die wenigsten leisten werden (es sei denn, Ihr wollt ins Waffel-Business einsteigen). Wir haben uns also für fünf alltagstaugliche Geräte entschieden, allesamt mit Antihaftbeschichtung. Und deutlich günstiger. Kriterien waren neben Preis und Beschichtung außerdem die Zeit zum Aufheizen, zum Backen, die Reinigung, die Maximaltemperatur und die Performance unter hoher Belastung.

Unser wichtigstes Kriterium war aber eines, auf das in den allerwenigsten Tests Wert gelegt wird. Wie heiß wird der Gehäusedeckel? Waffelbacken macht mit Kindern nun mal am meisten Spaß – und wer will die in die Notaufnahme schicken müssen, weil sie sich die Finger verbrannt haben?

Das Ergebnis

Platz 1

Das WMF LONO Waffeleisen besticht durch edle Optik UND Qualität. Unser Testsieger sieht nicht nur gut aus, er überzeugt auch mit Top-Waffeln auf mehreren Temperaturstufen – und einem genialen Feature: dem eingebauten Lüfter im oberen Deckel. So wird das Waffelbacken auch für Kinder zum Spaß. Der etwas höhere Preis wird dadurch allemal gerechtfertigt. 

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Platz 2

Unschlagbarer Preis, hervorragende Waffeln in kurzer Zeit – das Cloer 1621 ist in unserem Test der Preis-Leistungssieger. Warum es nicht für den ersten Platz gereicht hat, hat aber ebenfalls Gründe: Der Deckel wird viel zu heiß, die Platten verfärben sich schnell, außerdem ist das Gerät als einziges im Test nicht rutschfest. Ergebnis: Platz zwei.

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Platz 3

Perfekte Waffeln zu einem ordentlichen Preis – das Tefal WM 311D Waffeleisen überzeugt in unserem Test mit wenig Dampfentwicklung, leichter Reinigung und guter Qualität. Aber leider nicht bei jeder Temperatur. Eine bessere Platzierung verschenkt das Gerät durch eine schwache Performance im mittleren Hitzebereich und ein unangenehm heißes Gehäuse.

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Platz 4

Das Severin 2106 Waffeleisen ist ein sehr günstiges Gerät, dessen Preis jedoch nicht die Schwächen aufwiegt. Die Waffelqualität lässt leider zu wünschen übrig, der Überlaufraum könnte größer sein. Weiterer Schwachpunkt: Das Gehäuse wird unangenehm heiß. 

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Platz 5

Dass gutes Aussehen nicht alles ist, gilt auch für das Rommelsbacher WA 1200 Waffeleisen. Die edle Optik war neben dem großzügigen Überlaufrand und einer guten Waffelqualität auf der zweithöchsten Stufe eines der wenigen positiven Ergebnisse. Die Schwächen überwiegen: Trockene Waffeln, unangenehm aufgeheiztes Gehäuse, mühsame Reinigung und starke Dampfentwicklung.

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Fehlt noch ein guter Waffelteig, damit das Backen auch wirklich Spaß macht. Hier haben wir für Euch einen ganz einfachen Basisteig. Und hier findet Ihr einen leckeren veganen Waffelteig. Viel Spaß und guten Appetit!

Übrigens: Eine Autorin hat für uns Waffeleisen auch einem persönlichen Praxistest unterzogen. Das Ergebnis wird Euch nicht überraschen. 


Food

So machst du veganen Waffelteig
Leckere Waffeln ohne Eier, Milch und Co

Nicht-Veganer können sich das ja manchmal nicht vorstellen, aber Waffeln kann man tatsächlich auch ohne tierische Produkte herstellen. Die schmecken nicht nur lecker, sondern lassen sich auch genau so leicht selbst zuhause machen. Also: