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Ein Leben ohne Kühlschrank: unvorstellbar. 

Vom ersten Kaffee mit Milch bis zum Feierabendbier nutzen wir ihn – Liebe darf er trotzdem nicht erwarten. Er ist ja ein klassischer Gebrauchsgegenstand, der nur richtig bemerkt wird, wenn er kaputt oder hässlich ist. 

Reden wir also lieber über Mindeststandards: Wie oft sollte wir ihn sauber machen? 

Klären wir das – ein für alle Mal

In dieser Rubrik beantworten wir kleine Fragen des Alltags. Wenn du auch gerne eine beantwortet hättest, schreib uns an fuehlen@bento.de.

Bei jedem Küchenputz oder eher bei Ein- und Auszug? 

Wir haben nachgefragt: Bei Elke Wieczorek vom DHB-Netzwerk Haushalt, dem Berufsverband der Haushaltsführenden. Warnung vorweg: Das Ergebnis wird nicht jedem gefallen.

Woran merken wir, dass der Kühlschrank geputzt werden muss?

"Meistens sieht man nicht, wie dringend ein Kühlschrank gereinigt werden muss", sagt Wieczorek. "Schließlich können wir Keime nicht mit bloßem Auge erkennen." Bei Schimmel wäre das anders – und den kann es trotz der niedrigen Temperaturen im Kühlschrank geben. 

"Er bildet sich häufig unten im Obst- und Gemüsefach oder an den Einschubleisten für die Gitter", sagt Wieczorek. Spätestens dann müssen wir also ganz dringend putzen, aber besser wäre es, wir warten nicht so lange.

Vielleicht hilft auch eine Studie aus den USA, sich fürs Kühlschrankputzen zu motivieren: Forscher haben die Keime in Kühlschränken und auf Toilettensitzen untersucht – und bei einigen Gruppen von potenziellen Krankheitserregern war die Zahl im Kühlschrank deutlich höher. 

Welchen Putz-Rhythmus empfehlen Experten?

Es kommt immer drauf an, wie wir unseren Kühlschrank behandeln und mit wie vielen Leuten wir ihn teilen. Als grobe Orientierung lässt sich sagen: "Mindestens einmal im Monat sollte man den Kühlschrank aus Hygienegründen reinigen." Bei Härtefällen sogar öfter. "Wenn sehr viele Menschen den Kühlschrank benutzen und ich nicht weiß, wie die anderen Personen mit den Lebensmitteln umgehen, dann sollten wir öfter putzen – am besten einmal pro Woche", sagt Wieczorek. Das wäre also vielleicht in einer WG angebracht.

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In "normalen" Haushalten (in denen nicht zu viele Menschen leben und Lebensmittel immer ordnungsgemäß verschlossen werden) raten andere Experten zu einem Rhythmus von bis zu sechs Wochen. Und das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt eine Innenreinigung des Kühlschranks sogar nur mehrmals im Jahr – wenn denn alle Lebensmittel immer so gut verpackt sind, dass Keime gar nicht erst in den Kühlschrank gelangen. (Bundesinstitut für Risikobewertung)

Wie halten wir den Kühlschrank möglichst sauber?

Natürlich macht es einen Unterschied, ob wir im Kühlschrank ordnungsgemäß verschlossene Frischkäsedosen aufreihen oder überall halbgeöffnete Wurstpackungen herumliegen. Wer den Kühlschrank richtig behandelt, muss seltener zum Lappen greifen. Also: Lebensmittel wie Fleisch oder Wurst immer in (bestenfalls verschließbare) Gefäße verpacken. Darauf achten, dass nichts heraustropft und falls es passiert: direkt wegwischen. „Gerade Hähnchen- oder Hackfleisch sollten immer gut abgedeckt sein“, sagt Wieczorek. „Falls etwas heraustropft, können Keime enthalten sein. Und auch wenn das Fleisch später gegart wird, für die anderen Lebensmittel im Kühlschrank gilt das nicht unbedingt.“

Außerdem kann es sein, dass wir öfter putzen müssen, wenn der Kühlschrank besonders voll ist. Denn dann passiert es schnell, dass Lebensmittel an den Rand kommen und möglicherweise dort Keime hinterlassen – je nachdem, wie gut wir sie verpackt haben.

Wie putzen wir den Kühlschrank richtig?

Wir wollen, dass alle Bakterien verschwinden – denn sonst könnte es schlimmstenfalls passieren, dass wir uns irgendwelche Krankheiten einfangen. Desinfektions- oder Scheuermittel brauchen wir dafür aber nicht. 

"Natürlich müssen wir dafür erst einmal alle Lebensmittel herausräumen – am besten suchen wir uns also einen Tag aus, an dem wir nicht gerade einen Großeinkauf gemacht haben. "Man sollte die Lebensmittel nicht direkt in die Sonne oder vor die Heizung stellen, aber bei normaler Raumtemperatur nehmen sie nicht sofort Schaden – die Reinigung dauert ja nur etwa zehn Minuten." 

Zumindest, wenn wir regelmäßig putzen. Dann haben wir Übung und vor allem müssen wir nicht den Dreck der letzten sechs Monate wegschrubben. Wichtig beim Putzen: Die Türdichtung nicht vergessen – auch hier können sich Schmutz und Bakterien sammeln.

 "Als Reinigungsmittel eignen sich warmes Wasser und Spülmittel perfekt“, sagt Wieczorek. "Wichtig ist es, dass man einen sauberen Lappen verwendet und am Ende alles mit einem sauberen Tuch abtrocknet, sodass keine Feuchtigkeit zurückbleibt."

Was sollten wir aussortieren?

Wenn der Kühlschrank schon mal leer ist, können wir direkt den Inhalt checken: Was sollte wieder rein und was müssen wir dringend verbrauchen oder schlimmstenfalls wegwerfen? "Bei Überschreitung des Mindesthaltbarkeitsdatums müssen Lebensmittel nicht sofort weggeworfen werden", sagt Elke Wieczorek. 

"Zum Beispiel bei einem Joghurt sollte man einfach mal probieren, wie er schmeckt. Es hilft, sich dabei auf die eigenen Sinne zu verlassen." Wenn der Schinken schon grau ist, landet er besser nicht mehr auf unserem Brot – und sollte deshalb nicht zurück in den Kühlschrank.

Danach: richtig einräumen

Der Kühlschrank wird also nur mit Dingen gefüllt, die wir noch essen oder trinken. Und am besten halten wir uns dabei an eine gewisse Ordnung: Obst und Gemüse unten ins Gemüsefach – falls die Sachen denn direkt in den Kühlschrank müssen, das ist nicht bei allen Sorten der Fall. (bento

"Bei einem Standardkühlschrank liegt die kälteste Zone direkt über dem Gemüsefach, also unten im Kühlschrank", sagt Wieczorek. 

"Dort sollten leicht verderbliche Lebensmittel wie Fisch und Fleisch aufbewahrt werden.“ Eine weitere Faustregel: Je empfindlicher Dinge sind, desto weiter hinten sollten sie stehen. "Dann bekommen sie nicht bei jedem Öffnen so viel warme Luft ab."


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