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Sechs Lektionen für Leute über 18

Irgendwie Wein bestellen kann jeder. Wer in einer Bar jedoch weltgewandt und "sophisticated" rüberkommen will, der bestellt Whiskey. Ein edler Tumbler in der Hand lässt jeden Mann aussehen wie Matthew McConaughey. Und auch Frauen wirken mit dem richtigen Drink in der Hand irgendwie...

(Bild: Giphy )

Nur: Diesen Image-Gewinn kann man ganz schnell wieder kaputtmachen, wenn man von Whiskey keine Ahnung hat. Dann bestellst du ihn falsch oder du trinkst ihn falsch, oder du fängst an zu stottern, wenn deine Begleitung dich fragt, was denn dieses "Single Malt" bedeutet. Dann wirkst du ganz schnell wieder wie ein Kind, das seinen Apfelsaft aus dem Bierglas trinkt.

Damit das nicht passiert, haben wir dir hier einmal die sechs wichtigsten Dinge zusammengestellt, die du über Whiskey wissen solltest – inklusive einiger Fun Facts zum Angeben.

1. Was ist Whiskey eigentlich?

Der Begriff "Whiskey" kommt vom gälischen "uisge beatha", was so viel heißt wie "Wasser des Lebens." Hochprozentigen Alkohol nach Wasser zu benennen hat ja Tradition: Das skandinavische "Aquavit" hat dieselbe Bedeutung und "Wodka" heißt auch nichts anderes als "Wässerchen".

Die Definition von Whiskey ist ebenfalls ziemlich breit: Ein Getränk mit diesem Namen muss aus Wasser und Getreide destilliert worden sein und dann mindestens zwei Jahre in Fässern gereift haben (bei Single Malts sind es drei).

Kurz gesagt: Whiskey ist destilliertes Bier.

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2. Wie wird Whiskey hergestellt?

Selbst wenn du nicht vorhast, deinen eigenen Whiskey im Keller zu destillieren, solltest du dich mit der Herstellung auskennen, weil sie den Geschmack des Getränks beeinflusst. Außerdem: Vielleicht heuerst du ja doch mal bei einer Destillerie an. Also:

  • Du nimmst Getreide (zum Beispiel Gerste oder Roggen) und machst es nass. Dadurch beginnt das Getreide zu keimen, wobei die enthaltene Stärke zu Malzzucker umgewandelt wird.
  • Dann stoppst du die Keimung, indem du das Getreide erhitzt ("Darren" heißt das). Hierzu wird oft Torf verbrannt – unvollständig zersetzte Pflanzen, die in Mooren den Boden bilden. Der entstehende Rauch hat großen Einfluss auf das spätere Aroma des Getränks.
  • Dann geht es ans Maischen: Du mahlst das Getreide und vermischt es mit heißem Wasser. Es passiert ganz viel chemischer Schnickschnack, an dessen Ende die sogenannte Würze steht, die dann mit Hefe vermischt und zur Gärung gebracht wird.
  • Was du dann hast, ist Bier. Das destillierst du jetzt und füllst es in große Fässer, wo es dann lagert, bis du alt und tatterig bist.
  • Letztlich werden viele Whiskeys noch einmal in andere Fässer gefüllt, in denen zuvor Sherry, Rum oder Wein gelagert wurde. Dieses sogenannte "Finishing" rundet den Geschmack ab.

Fun Fact: Während der Reifung verdunstet jährlich ein gewisser Prozentsatz des Alkohols durch die Fasswand. Diesen Anteil nennt man Angels' Share, denn den gönnen sich die Engel, heißt es. (Und das riecht man dann auch an ihrem Atem.)

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3. Wo wird Whiskey hergestellt?

Whiskey kann grundsätzlich von überall her kommen. Der berühmteste Whiskey kommt jedoch aus fünf, sechs traditionsreichen Gegenden:

Scotch Whisky (immer ohne e!) kommt immer aus Schottland. Bourbon, der aus mindestens 51% Mais hergestellt wird, kommt fast immer aus Kentucky oder Tennessee, obwohl der Name eigentlich nicht geschützt ist. Kanadischer Whiskey heißt oft "Rye", ist fast immer ein Blend (kommen wir noch zu) und muss nicht unbedingt Roggen enthalten, auch wenn das die Übersetzung von "Rye" wäre.

Dann gibt es noch sehr guten Whiskey aus Japan, wo man – so haben wir uns sagen lassen – den Scotch perfektioniert, d.h. milder gemacht hat. Und zurück auf dieser Insel vor Europa gibt es natürlich noch den berühmten irischen Whiskey, der als ganz besonders mild gilt, weil er nicht über Torf gedarrt wird. Aber natürlich hat jeder seinen eigenen Liebling.

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4. Was gibt es für Sorten?

Abgesehen von diesen Herkunfts-Orten gibt es noch ein paar verschiedene Sorten Whiskey, die man kennen sollte. Single Malt Whiskeys kommen aus einer einzigen Brennerei (Single) und bestehen ausschließlich aus gemälzter Gerste (Malt). Die Bezeichnung darf als Qualitätssiegel verstanden werden.

Single Cask / Single Barrel Whiskeys kommen aus einem einzigen Fass. Dazu muss man wissen: Jedes Fass schmeckt ein bisschen anders, und darum werden Whiskeys normalerweise aus verschiedenen Fässern gemischt, um gleichbleibenden Geschmack zu garantieren. Bei Single Cask Whiskeys ist der Geschmack also individueller und unberechenbarer.

Und dann gibt es Blends, die aus teils dutzenden verschiedenen Whiskeys gemischt werden, um immer absolut gleich zu schmecken. So ziemlich jeder Whiskey, den dein Lieblingsclub hinter der Bar stehen hat, ist ein Blend.

5. Wie probiert man Whiskey?

So, die Theorie haben wir grob abgedeckt. Wenn du jetzt eine Whiskey-Karte in die Hand bekommst, kannst du schon das Inhaltsverzeichnis lesen und einigermaßen selbstbewusst bestellen. Manchmal bekommst du dazu noch die Flasche gereicht, an der kannst du auch schon einiges ablesen: Wo kommt der Whiskey her? Was für ein Finishing hat er? Wie alt ist er? Wie viel Alkohol enthält er?

In guten Bars bekommst du das Getränk dann im tulpenförmigen "Nosing Glas" gereicht, das den Geruch besser festhält als der offene Tumbler. Wenn du magst, kannst du das Glas gegen das Licht halten, um die Farbe zu checken: Je dunkler, desto älter, sagt man. Aber Vorsicht: Viele Whiskeys werden mit Zuckercouleur nachgefärbt.

Steck die Nase in dein Glas: Du riechst viel mehr, als du schmeckst. Du riechst auch den Torf – bei manchen Whiskeys ist der Rauchgeruch so stark, dass einem schwindelig werden kann. Manche Leute lieben das.

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Und endlich: Nimm einen Schluck, verteile ihn im Mund, schlucke ihn, atme den Geruch. Versuche, den Geschmack zu beschreiben: Ist der Whiskey süß oder scharf, schmeckst du Vanille, Leder, Früchte, Rauch, Erde? (Wenn du nicht mit anderen Whiskey-Fans unterwegs bist, solltest du das lieber still mit dir selbst ausmachen. Leute, die Rotwein-Cola bestellen, werden sich über so viel Feinschmeckerei lustig machen.)

6. Wie trinkst du deinen Whiskey?

Grundsätzlich gibt es vier Arten, Whiskey zu trinken. Pur ist natürlich der Klassiker – vor allem bei milden Whiskeys bietet sich diese Variante an. Irische Whiskeys, wie zum Beispiel Kilbeggan, trinkt man darum am besten ohne alles. Gleichzeitig ist das aber nicht unbedingt die Variante, bei der du am meisten schmeckst: Wenn man einen kleinen Schluck Wasser hinzufügt, macht man damit weitere Aromen zugänglich – der Geschmack wird noch komplexer.

Oder du tust etwas Eis in den Drink. Das hat allerdings ein paar Nachteile: Eis wird meistens aus Leitungswasser gemacht, welches viel Eigengeschmack hat; Kälte verändert den Geschmack des Getränks noch weiter; und außerdem besteht ein Eiswürfel aus mehr Wasser, als man optimaler Weise dazugeben sollte. Der Whiskey verwässert so also.

Natürlich gibt es Whiskey auch gemischt. Zum Beispiel als Whiskey Sour, mit Zitronensaft, Zuckersirup und einer Cocktailkirsche. (Etwas Eiweiß schadet dem Geschmack übrigens auch nicht – "Boston Sour" heißt das dann.)

Einen etwas ausgefalleneren Drink, den man sich zu feierlichen Anlässen aber auch durchaus mal selber machen kann, ist der Kilbeggan Dubliner, den es hier im Video gibt:

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Noch mehr Fragen zum Thema Whiskey?

Wir von Kilbeggan® freuen uns, euch in der Heimat des irischen Whiskeys willkommen zu heißen! Als älteste lizenzierte und meist ausgezeichnete Destillerie Irlands verstehen wir es wie keine Andere, die langjährige Tradition und Qualität des Whiskeys zu erhalten und weiterzuentwickeln – nicht umsonst hüten wir „Irelands best kept whiskey secret.“

Gerade nicht in Irland, aber trotzdem Lust auf irischen Genuss? Dann findet ihr weitere Informationen unter

www.kilbeggansecret.de


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Die EU will ab 2017 Flüchtlinge nach Griechenland abschieben

Die Europäische Union (EU) will die in den vergangenen Jahren ausgesetzte Dublin-Regelung wieder einführen. Diese besagt, dass Flüchtlinge nur in dem EU-Land, in dem sie zuerst ankommen, Asyl beantragen dürfen. In den meisten Fällen ist das Griechenland. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte 2011 jedoch untersagt, dass Menschen dorthin zurückgeschickt werden können. Die Bedingungen in dem Land waren zu schlecht.

Nun kündigte die EU-Kommission an, dass weitergereiste Flüchtlinge ab kommendem Frühjahr wieder nach Griechenland abgeschoben werden dürfen. (Tagesschau.de)