Bild: Daniel Karmann/dpa

Ein Schnitzel darf nicht vegetarisch sein und eine Wurst nicht vegan – diese Bezeichnungen für Fleischprodukte seien "komplett irreführend und verunsichern die Verbraucher", findet Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU).

Er will nun deshalb die Fleischbezeichnungen für vegetarische und vegane Lebensmittel einfach verbieten.

"Ich setze mich dafür ein, dass sie im Sinne einer klaren Verbraucherkennzeichnung verboten werden." Niemand dürfe "bei diesen Pseudo-Fleischgerichten so tun, als ob es Fleisch wäre", forderte Schmidt in der "Bild". Hersteller sollten eigene Namen für ihre pflanzlichen Produkte finden. (tagesschau.de)

Stellen die Bezeichnungen wirklich ein Problem im Alltag dar? Die Zahl der Fleischesser, die nur "Wurst" sehen und das "vegetarisch" oder "vegan" überlesen, dürfte wohl gering ausfallen. Andersrum wissen Vegetarier, dass bestimmt keine echte Wurst hinter "vegan" und "vegetarisch" steckt. Anders sieht es natürlich aus, wenn die Veggie-Bezeichnungen ganz fehlen.

Es scheint fraglich, wie sehr die Produktnamen uns beim Einkauf täuschen. Für Schmidt scheinen sie aber auf seiner To-Do-Liste weit oben zu stehen. Bereits im Juni hatte er in einem Brief vom zuständigen EU-Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit eine klare Kennzeichnung vegetarischer und veganer Produkte gefordert.

Die Forderung klingt sehr nach beginnendem Wahlkampf und dürfte besonders die Fleischlobby freuen.

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