Stark angesäuselt will man nur eins: Fett und Salz! Doch was tun, wenn Döner- und Burgerbude geschlossen sind? 

Auf gar keinen Fall selbst kochen! 

Es ist 5.30 Uhr morgens, du wankst nach erfolgreicher Eskalation heimwärts und mit deinem Blut könnte man öffentliche WCs desinfizieren. Kurz: Du bist gut drauf. Wäre da nicht dieser unzähmbare Hunger. 

(Bild: Giphy)
Eines ist aber klar: Kochen mit gefühlten 9,7 Promille ist keine gute Idee.

Dummerweise vergisst man das in solchen Momenten ganz gerne. Und so kommt es in der Küche – besonders in den frühen Morgenstunden – immer wieder zu kleineren bis schweren alkoholverschuldeten Koch-Katastrophen.

Ein Freund hielt es beispielsweise für einen brillanten Einfall, Ramen-Nudeln direkt im Wasserkocher zuzubereiten. Spart ja Geschirr und Zeit. Macht – nach Schnaps-Logik – schon Sinn. Das Ergebnis allerdings ließ nicht nur optisch und geschmacklich stark zu wünschen übrig. Er musste auch einen neuen Wasserkocher besorgen. 

Wo wir gerade über Alkohol reden:

Mir selbst ist mal ein Knoblauchbaguette im Backofen verkohlt, weil ich vollbekleidet auf der Couch eingeschlummert bin und erst von dichtem Rauch geweckt wurde. Glück gehabt, denn das ist verdammt gefährlich. Aber leider längst kein Einzelfall:

Es gibt Menschen, die angelötet eine halbrohe Tiefkühlpizza verschlingen, andere wiederum legen 250 Gramm Parmesan in die Mikrowelle und nagen das Käseknäuel direkt vom Teller, und wieder andere werfen scheibenweise Salami in die Pfanne. 

Die folgenden Beispiele dienen allein der Abschreckung und sind keinesfalls nachzuahmen. 

Nein, auch nicht nüchtern!

Darum sollte keiner betrunken kochen:
Ein einfaches Spiegelei kann leicht schiefgehen, wenn man mit dem Finger nicht mal seine eigene Nase trifft:
Selbst von Pommes ist abzusehen:
Ehrlich!
Auch Tacos sind zu kompliziert:
Bei manchen Menüs ist völlig unklar, was sie darstellen sollen:
Das hier war jedenfalls eine Senf-Fontaine:
Betrunken kochen ist gefährlich – egal, wie heißhungrig man ist:
Oder wie kreativ:
Wer nicht kochen kann, kann natürlich auch nicht backen:
Niemand möchte Kohlenstückchen essen:
Oder die Küche morgens so vorfinden:
Mit Glück geht nur eine Schüssel kaputt:
Wenn du Pech hast, sieht dein Waschbecken nachher so aus:
Vielleicht brennt der Herd:
Oder der Ofen:
Oder gleich die ganze Küche:
Die Feuerwehr weltweit warnt darum ausdrücklich davor, betrunken zu kochen:
Und in manchen WGs gibt es sogar strenge "Nicht besoffen kochen"-Regeln:
Zu Recht.
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Warum aber haben wir betrunken eigentlich so ein Bedürfnis nach Fett und Salz?

"Der Konsum von Alkohol regt die Sensoren für Appetit im Gehirn an", sagt der US-Wissenschaftler William J. A. Eiler von der Indiana University laut Science Daily. In der Studie hätten die Forscher festgestellt, dass Alkohol zum einen die Empfindlichkeit des Gehirns für externe Reize wie beispielsweise Aromen steigert. Zum anderen steigt auch die Menge an Nahrung, die wir aufnehmen.

Ähnliches fanden Wissenschaftler am Londoner Francis Crick Institute bei einer Untersuchung heraus: Mäuse, die zuvor Alkohol bekommen hatten, fraßen in den Tests mehr. Schuld waren bestimmte neurologische Verbindungen.

(Bild: Giphy)

Hinzu kommt, dass dem Körper beim Abbauen des Alkohols wichtige Mineralstoffe und Salze entzogen werden. 

Kein Wunder, dass wir im beschwipsten Zustand nach Pikantem lechzen.

Bevor du im Suff aber deine Wohnung oder WG abfackelst, sind hier ein paar idiotensichere Menüs: 

  • Toast mit Mayo, Remou, Käse und/ oder Wurst geht immer. 
  • Trockene Ramen-Nudeln ohne heißes Wasser als knuspriger Snack.
  • Auflauf-, Pizza- oder Pasta-Reste vom Vorabend. Ausdrücklich kalt! 
  • Müsli oder Frühstücksflocken mit oder ohne Milch oder Saft. 
  • Kleine Babybels oder zusammengerollte Käsescheiben. 
  • Tee- oder Leberwurst direkt aus der Pelle gelutscht.

Im Grunde geht alles, was nicht erhitzt oder geschnitten werden muss. 

Safety first und: Prost!
(Bild: Giphy)

Gerechtigkeit

Es gehen gerade zwei AfD-Ramadan-Plakate rum. Eines davon ist ein Fake

Am Samstag beginnt der islamische Fastenmonat Ramadan. Millionen Muslime auf aller Welt essen und trinken dann zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang nichts. Für sie ist der Monat besonders heilig.

Auch in Deutschland fasten Muslime. Da hier die Sonne früher aufgeht und später untergeht, ist das Fasten anstrengender als in vielen Ländern im Süden. Außerdem arbeiten viele in Deutschland lebende Muslime auch während des Ramadan – in muslimischen Ländern geben viele Firmen am Ende des Monats hingegen frei.

Die AfD nimmt das zum Anlass, mit neuen Plakaten gegen Muslime Stimmung zu machen.

Zwei Plakate machen auf Twitter die Runde.