Was hilft gegen sich braun färbende Äpfel: ein Spritzer Zitrone – oder eine genetische Veränderung. In den USA kommen jetzt Äpfel auf den Markt, die dank einer Manipulation nicht die Farbe verändern werden (theverge.com).

Im vergangenen Jahr hatte die zuständige Landwirtschaftsbehörde bereits zwei Sorten zugelassen, doch dann mussten die modifizierten Apfelbäume erst noch eingepflanzt werden. Jetzt ist es dann soweit: die Äpfel sind reif (20min.ch).

Wie funktioniert das?

In den Äpfeln wird ein Gen ausgeschaltet, das für die Herstellung des Enzyms Polyphenoloxidase (PPO) verantwortlich ist. Wenn ein Apfel in Scheiben geschnitten oder zerquetscht wird, reagiert PPO mit Chemikalien und produziert die Braune Farbe – die übrigens unbedenklich ist (tagesspiegel.de).

Nach Angaben des Herstellers Okanagan Specialty Fruits dauert es dank der Unterdrückung der Produktion von PPO drei Wochen bis der Apfel vollständig oxidiert.

Wie viele Äpfel wird es davon geben?

Erst einmal nur 500 Boxen mit jeweils etwa 20 Kilogramm Äpfeln. Sie werden an zehn Einzelhändler im Mittleren Westen der USA ausgeliefert (engadget.com). Die Früchte werden nicht explizit als gentechnisch verändert ausgewiesen. Nur wer einen QR-Code auf der Verpackung scannt, erhält die Information.

In Deutschland werden seit 2012 keine gentechnisch veränderten Pflanzen kommerziell angebaut. Der Anbau erfolgt in Deutschland wenn nur zu Forschungszwecken. Die Mehrheit der Bevölkerung lehnt laut Umfragen solche Pflanzen und daraus hergestellte Lebensmittel ab (donaukurier.de).


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Der Bundestag gibt das Hanf frei – zumindest ein ganz kleines bisschen: Künftig sollen Ärzte ihren schwerkranken Patienten Cannabis verschreiben können, wenn andere Therapien aussichtslos sind. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten, wenn die Patienten an einer medizinischen Studie zur Wirkung teilnehmen. (Bundestag)