Trumps Regierung setzt damit eine Obama-Idee um.

Was ist passiert? 

Die Trump-Regierung hat eine unter Amtsvorgänger Barack Obama angestoßene Gesetzesänderung umgesetzt. Viele Supermärkte, Imbisse und Fast-Food-Ketten müssen nun bei verzehrfertig verkauften Lebensmitteln angeben, wie viele Kalorien darin enthalten sind. 

Die Umsetzung wurde bereits im November beschlossen, nun tritt sie offiziell in Kraft. (Quarz)

Viele Fast-Food-Ketten, unter anderem McDonalds oder Kentucky Fried Chicken, hatten ein ähnliches Konzept schon freiwillig umgesetzt – mit mäßigem Erfolg. Das lag aber vor allem daran, dass die Kalorien zwar angegeben waren, aber nicht auf der Speisekarte – sondern andernorts – zu finden waren. 

Kundinnen und Kunden sollen durch die höhere Transparenz nun dazu angeregt werden, ungesunde Lebensmittel liegen zu lassen, erklärte die US-Lebensmittelbehörde FDA auf Twitter:

Wie genau sehen die Vorgaben zu den Kalorienangaben aus? 

  • Nur Ketten mit mehr als 20 Filialen müssen sich daran halten.
  • Nicht nur reine Restaurants, auch Coffee-Shops oder Kinos müssen die Kalorien ihrer Produkte angeben.
  • Die Angaben müssen in den Speisekarten stehen, nicht auf einer extra Tafel oder einem Info-Flyer. 
  • Es muss angegeben sein, wie viele Kalorien ein erwachsener Mensch im Durchschnitt zu sich nehmen sollte. 
  • Die Kalorienangabe muss die selbe Schriftgröße haben wie der Name des verkauften Produkts. 

In dieser Power-Point-Präsentation der FDA kann man Genaueres nachlesen.

So soll eine Speisekarte im Fast-Food-Restaurant nun aussehen.(Bild: FDA )

Warum ist das (gerade in den USA) wichtig? 

Die USA sind eines der dicksten Länder der Erde – und eines, das gerne ausgeht. Forschende der Tuft University fanden heraus, dass die US-Amerikaner den Großteil ihrer Kalorien außerhalb ihres Zuhauses zu sich nehmen. Und, dass sie etwa 20 bis 40 Prozent mehr Kalorien pro Mahlzeit im Restaurant zu sich nehmen, als wenn sie selbst gekocht hätten. 

Im Durchschnitt hat ein US-Gericht im Restaurant rund 1.200 bis 1.400 Kalorien pro Mahlzeit. Mehr als die Hälfte der empfohlenen 2.000 Kalorien pro Tag also. (Journal of the Academy of Nutrition and Dietetics)

Auch, wenn die Regelung unter Obama angestoßen wurde, findet FDA-Chef Scott Gottlieb nicht, dass die Transparenz bei Lebensmitteln ein traditionell linkes Thema sei: 

"Ich bin mir sicher, dass eine Menge Konservativer – inklusive mir selbst – schon mal im Supermarkt eine Verpackung umgedreht und sich angesehen haben, wie viele Kalorien und Nährwerte etwas enthält. Und sich dann gefreut haben, dass das dort auch steht." (politico)

Future

Warum die Doku "Ungleichland" uns so wütend macht
Das sind die 3 härtesten Momente.

Deutschland ist ein reiches und mächtiges Land, aber wer profitiert davon? Die Armen? Der Mittelstand? Die Reichen selbst? 

Dieser Frage widmet sich das Projekt "Ungleichland" in der ARD. Mehrere Monate haben Film- und Online-Autoren zum Thema Ungerechtigkeit recherchiert und ein beeindruckendes und oft erschütterndes Porträt über Deutschland geschaffen. Im Netz teilen sie ihre Ergebnisse unter "docupy/Ungleichland", am Montag lief eine erste große Reportage. (Hier kannst du sie dir in der Mediathek anschauen.)