Wir machen gesunde Chips!

Die Topinambur ist die Kartoffel des 17. und 18. Jahrhunderts. Sie galt damals als Grundnahrungsmittel, bis sie von der Kartoffel verdrängt wurde. Vor wenigen Jahren wurde die Knolle als Diät-Heilmittel wegen ihres Inulin-Anteils gefeiert: Inulin ist ein Ballaststoff, der kaum Kalorien hat, aber die Verdauung anregt. Er bewirkt auch, dass wir uns länger gesättigt fühlen.


Aus unserer Serie
Exoten und Vergessene


Die Topinambur wird außerdem auch als Diabetiker-Kartoffel bezeichnet, weil sie den Blutzuckerspiegel kaum beeinflusst. Topinambur findet man in Bio-Läden, etwas besser sortierten Supermärkten oder auf dem Wochenmarkt das ganze Jahr über. Man kann sie zum Beispiel in den Salat raspeln, zu Suppe verarbeiten oder als Beilage essen. Oder man macht aus ihnen die gesündesten Chips der Welt.

Topinambur-Chips


Rezept – Was du brauchst:

  • ½ – 1 Kilogramm Topinambur für eine Schüssel Chips

Die Ähnlichkeit mit der Kartoffel ist unverkennbar. Die Topinambur ist etwas schuppiger und kann knolligere Formen annehmen. Und – ihr großer Vorteil – man kann aus ihr die gesunde Variante von Kartoffelchips machen: Topinambur-Chips! Ohne Öl, ohne viel Salz, denn sie schmecken von Natur aus süß.


Mit einem Messer die Schale entfernen. Wegen ihrer unebenen Oberfläche lassen sich die Topinambur mit einem Gemüseschäler nicht gut schälen. Die geschälten Knollen werden außerdem schnell braun, daher flott arbeiten.


Mit einer Reibe nun die Knollen in gleichmäßige, feine Scheiben reiben. Oft lassen sich die Topinambur nicht gut reiben und brechen ab. In diesem Fall die Knolle lieber mit einem Messer zerschneiden. Auf dem Backpapier verteilen und bei 130 Grad im Ofen mit offener Tür (!) eine gute halbe Stunde trocknen lassen. Nach 20 Minuten kurz umdrehen.


Fertig! Bei Bedarf kann noch etwas nachgesalzen werden.