Es gibt bekanntlich eine ganze Menge "Superfoods" – Früchte, Beeren und Körner, die ganz besonders gesund für dich sein sollen. Und da ist meistens auch was dran. Nur: Die Bezeichnung "super" muss man sich verdienen. Superman musste für seinen Titel zum Beispiel in Überschallgeschwindigkeit fliegen und Laserstrahlen aus den Augen schießen.

(Bild: Giphy )

"Superfoods" sollten hinter diesen außergewöhnlichen Leistungen nicht zurückfallen. Wir haben darum mal nachgebohrt, ob Avocados, Chia Samen und Co. wirklich so super sind, wie immer behauptet wird.

Grünkohl

Von außen spricht erstmal nicht viel den Superhelden-Status von Grünkohl. Ohne hier Bodyshaming betreiben zu wollen, aber: Das Zeug sieht schon mal nicht super aus – nicht mal als Comic.

(Bild: Pixabay )

Batman hat Robin, aber wenn Grünkohl einen Sidekick hat, dann heißt der "Pinkel", was ebenfalls nicht arg vielversprechend klingt. Kann Grünkohl fliegen? Nein. Laserstrahlen aus den Augen schießen? Nope. Nicht mal Augen hat er!!!11

Super ist das lang verschmähte Wintergemüse aber dennoch. Es enthält nämlich riesige Mengen Mineralstoffe, Vitamin A, C und K und soll außerdem gut gegen Krebs sein. Und auch wenn er selbst keine Augen hat, ist er gut für deine und stärkt nebenbei sogar die Zähne. Das Allerbeste ist aber: Du kannst dir Grünkohl in Chips-Form einverleiben – bekanntlich die beste Form, die es überhaupt gibt auf der Welt.

Avocado

Die Avocado ist der Iron Man unter den Superfrüchten: gutaussehend, mediengeil bis zum Gehtnichtmehr und übertrieben maskulin – der Name "Avocado" kommt vom aztekischen Wort für Hoden. Und vielseitig ist diese auch Alligatorbirne genannte Beere sowieso: Esse sie pur oder im Salat, mach Guacamole draus, halbiere sie und schlag ein Ei in die Kernaushöhlung… die Avocado schmeckt einfach immer.

(Bild: Giphy )

Gesund ist sie auch in jedem Fall. Eigentlich ziemlich fettig, enthält sie vor allem ungesättigte Fettsäuren, die gut für deine Haut sein sollen. Außerdem ist sie reich an Vitaminen. Sie ist also extrem gesund, ohne aber im negativen Sinn gesund zu schmecken: Als Brotaufstrich wird sie vor allem von Vegetariern für ihren Geschmack und ihre samtige Art verehrt. So gesehen ist die Avocado die Cat Woman unter den Superfrüchten: Überzogen mit grobem Leder, dann samtweich, aber mit hartem Kern.

Chia Samen

Auch Chia Samen machen kein Geheimnis um ihren Anspruch, Superhelden der Samenwelt zu sein. Schon der Name imitiert das Geräusch, das Ninjas beim Angriff machen:

(Bild: Giphy )

Und es steckt tatsächlich so einiges in den kleinen Körnern, das deinem Körper gut tut: mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die man sonst nur in Fisch findet, große Mengen Proteine, Ballaststoffe, Vitamine, Mineralien. Für messbare gesundheitliche Vorteile muss man etwa 35g täglich zu sich nehmen. Das ist ganz ordentlich, geht aber, weil Chia Samen nach nichts schmecken und darum bei so ziemlich jedem Essen beigegeben werden können.

Ein Nachteil (den sich die Samen mit anderen Nahrungsmitteln aus dieser Liste teilen) ist natürlich, dass Chia Samen von weit her angekarrt werden müssen. (Das ist so, als würde man das Batman-Signal anmachen und müsste dann zwei Tage warten, bis die Fledermaus aus Australien anreist.) Leinsamen sind das heimische Pendant, ungefähr genauso gesund, und dabei ökologischer und günstiger.

Granatäpfel

Granatäpfel stehen symbolisch für Fruchtbarkeit, aber auch für Macht, Blut und Tod – das hat ja schon mal Superhelden-Potential, finden wir. Gleichzeitig ist der Granatapfel ziemlich hart drauf. Wer schonmal versucht hat, so ein Ding pur zu essen, der weiß: diese Frucht leistet Widerstand. Nicht nur, dass sie scheinbar komplett aus Kernen besteht. Diese Kerne hängen zudem an bitteren Zapfen, um die man geschickt herum löffeln muss.

(Bild: Pixabay )

Wer sich aber durchbeißt, wird reich belohnt: Kalium, Eisen, Vitamine B und C und ein wunderbar exotischer Geschmack, der dezent an Tequila Sunrise erinnert, da dieser Cocktail ja auch mit Grenadine – also Granatapfel-Sirup – hergestellt wird. Ob die Frucht aber zum Beispiel positive Auswirkungen auf den Kreislauf hat, wie immer wieder behauptet wird, konnte bislang nicht wissenschaftlich bewiesen werden.

Fazit: Um wirklich "super" zu sein, reicht das nicht. Der Granatapfel ist eher ein "Garnichtmalschlechtfood". Aber das ist ja auch gar nicht mal schlecht.

Kiwi

Ob die Kiwi eine Superfrucht ist, steht eigentlich nicht zur Debatte. Sie enthält doppelt so viel Vitamin C wie die (deutlich größere) Orange, dazu Magnesium, Kalzium, Kalium, Phosphor und Ballaststoffe. Außerdem ist sie so extrem gut für deine Haut, dass das Internet vor diesbezüglichen Lobeshymnen zu platzen droht.

Was die Kiwi aber wirklich super macht, ist ihre Fähigkeit, sich von einer unauffälligen Frucht in einen Vogel zu verwandeln – ein wahrer Transformer unter den Früchten, dessen komplexe Doppelnatur hier zum ersten Mal auf Film gebannt wurde (Achtung, drastische Aufnahmen):

(Bild: Giphy )
Camu-Camu

Klingt wie der bürgerliche Name der Enchantress im Film "Suicide Squad" – die selbst ja alles andere als gesundheitsförderlich war...

(Bild: Giphy )

...ist aber ein Strauch, der im Amazonas wächst. Die Früchte dieses Strauchs enthalten eine Menge Eisen. Aber vor allem in Sachen Vitamin C sind Camu Camu Früchte wahrlich super: Sie enthalten 40 mal (!!!) so viel wie Orangen und sind damit die Vitamin C-igsten Früchte der Welt!

In unseren Breitengraden findest du Camu Camu vor allem als Pulver, das du dir zum Beispiel ins Müsli rühren kannst. Manche machen aber auch Cremes draus und schmieren sich das Zeug ins Gesicht. Jeder, wie er mag – super gesund ist es in jedem Fall.

Acai

Acai-Beeren sind mit einiger Sicherheit das Gesündeste, was du dir so von der Palme wedeln kannst. Da wachsen die Dinger nämlich: auf südamerikanischen "Kohlpalmen". Bei uns – und in Hollywood – machen sie Säfte, Shakes und Tabletten aus den kleinen, blauen Dingern und schwören auf deren wohltuende Wirkung.

Vor allem beim Abnehmen soll Acai helfen – ob es das auch tatsächlich tut, ist jedoch umstritten. Antioxidantien, Vitamine und Mineralien sind aber nachweislich in nennenswerter Dosis enthalten – vor allem, wenn man die Beeren frisch zu sich nimmt. Klingt logisch: Auch andere Superhelden sind ungetrocknet und unzerkleinert am effektivsten.

Heidelbeere

Die Heidelbeere hat schon gute Taten vollbracht, da hat noch kein Hahn nach Acai Beeren gekräht. Wie zum Beispiel die Apotheken-Umschau zu berichten weiß, setzte "Hildegard von Bingen … die Pflanze im 12. Jahrhundert erstmals gegen Durchfall ein."

Und das ist natürlich nur eine von vielen Helden-Legenden, die sich um die blauen Träublies ranken: Blaubeertee soll Entzündungen im Mund lindern, und einzelne Wirkstoffe sollen die Seh-Fähigkeit verbessern. Was antioxidative Stoffe angeht, wird die Blaubeere nur von der Gojibeere übertroffen. Jetzt fragen wir uns natürlich: Ist die Gojibeere deswegen noch superer? Zumindest dieses Kücken meint Nein:

Selbstverständlich gibt es noch weit mehr Lebensmittel, die heutzutage als Superfoods gelten: Mandeln, Matcha, Kürbiskerne, Weizengras, Quinoa, Curcuma, Ingwer, Acerola, Shiitake Pilze und so weiter.

Wir ziehen hier trotzdem erst mal einen Schlussstrich und gönnen uns einen großen, leckeren Smoothie! Die sind – weil sie immer die Stärken mehrer Früchte in sich vereinen – nämlich am aller-supersten.

Kundeninformationen

Du hast nach all den lobenden Worten über Superfoods Lust, welche zu probieren, aber echt keine Zeit, dich durch das Obstregal zu kämpfen? Kein Problem, trink doch einfach einen Smoothie! Bei hoch2 haben wir unter anderem Acai, Aronia, Acerola und Heidelbeere für unsere Smoothies verwendet, wovon jede Frucht ihre eigene besondere Funktion für deine Gesundheit mitbringt – damit ist alles drin für dich.

Danke ihr lieben Superfoods!

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www.deinhoch2.de


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