Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Es ist nicht direkt deine Schuld.

Wir alle wissen es: Pommes, Chips und Schokoriegel machen dick und sind ungesund. Doch verzichten wollen wir nicht darauf. Forscher des Max-Planck-Instituts für Stoffwechselforschung in Köln haben jetzt herausgefunden, woran das liegt.

Warum stehen wir so auf ungesundes Essen?

Lebensmittel wie Pommes, Chips oder Sahnetorte sind besonders reich an Fett und Kohlenhydraten. Die Kombination von beidem hat einen besonders starken Einfluss auf das Belohnungssystem des Gehirns. 

Heißt: Das Naschen fühlt sich gut an fürs Gehirn.

"Wahrscheinlich werden wir durch Muttermilch darauf geprägt, besonders intensiv auf Nahrung reich an Kohlenhydraten und Fetten zu reagieren und diese als besonders belohnend wahrzunehmen, weil dies überlebenswichtig ist", sagte der Leiter der Forschungsgruppe, Marc Tittgemeyer.

Jeweils für sich genommen aktiviert fettiges oder kohlenhydratreiches Essen das Belohnungssystem zwar auch. In Kombination wird der Effekt aber verstärkt. Dabei überlagerten die Belohnungssignale offenbar auch das Sättigungsgefühl:

Deshalb hören wir meistens nicht auf zu essen, obwohl wir satt sind.
Forschungsgruppenleiter Marc Tittgemeyer

Wie lief die Studie ab?

Die Forscher ließen 40 Freiwillige gegen einen Computer um Lebensmittel spielen. Wer mehr Geld bot als die Maschine, konnte das entsprechende Essen ersteigern. Dabei boten die Probanden für fett- und kohlenhydratreiche Lebensmittel besonders viel Geld – also für Torten, Kekse oder Schokoriegel. 

Für Essen, das nur fetthaltig war, wollten sie weniger Geld ausgeben. Für Nahrung mit vielen Kohlenhydraten wie Salzstangen ebenso. 

Während des Spiels zeichneten die Forscher die Gehirnaktivität der Teilnehmer mit einem Magnetresonanztomographen (MRT) auf. Dabei zeigte sich, dass der Naschkram mit einer Kombination aus Fetten und Kohlenhydraten die Gehirnareale des Belohnungssystems am stärksten aktivierte.


Grün

Schweden verbietet Zirkus-Auftritte von Elefanten und Seelöwen
Mit gutem Beispiel voran?

In Zirkussen in Schweden dürfen schon bald keine Elefanten und Seelöwen mehr auftreten. "Es ist offensichtlich, dass das Bedürfnis von Seelöwen und Elefanten, sich natürlich zu verhalten, in einem Zirkus nicht gedeckt werden kann", teilte die schwedische Regierung am Donnerstag mit. 

Also werden Elefanten und Seelöwen in schwedischen Zirkussen künftig verboten.

Das Verbot soll schon zum April 2019 in Kraft treten. Es wird vor allem ausländische Wanderzirkusse treffen, die durch Schweden touren – denn schwedische Zirkusse haben nach Angaben der Regierung bereits mit der Ausmusterung von Elefanten und Seelöwen begonnen.