Bild: dpa / Julian Stratenschulte
Ich glaub', mich tritt ein Elch.

Köttbullar wurden uns bisher als schwedische Spezialität verkauft, vor allem als stärkendes Gericht vor oder nach dem IKEA-Besuch. In den 340 blau-gelben Möbelhäusern weltweit werden täglich zwei Millionen Fleischklößchen gegessen, am beliebtesten sind sie – na klar, bei den Deutschen. (Sweden.se)

Jetzt teilte die schwedische Regierung auf Twitter mit: Die Fleischbällchen kommen gar nicht aus dem Land der Elche. 

Wie bitte?

Die Schweden erklären: Köttbullar basieren auf einem Rezept, das König Karl XII. im frühen 18. Jahrhundert aus der Türkei mitbrachte. Er regierte von 1697 bis 1718 und verbrachte während seiner Amtszeit einige Jahre im Exil im Osmanischen Reich. (New York Times). 

Köttbullar könnten somit die abgewandelte schwedische Version der türkischen Köfte sein. Aber es gibt auch kleine Unterschiede: Köttbullar werden teilweise mit Schweinefleisch gemacht, dazu gibt es häufig eine Bratensoße. Köfte hingegen bestehen traditionell aus einer Mischung aus Rinder- und Lammhackfleisch.

Und was sagen die Türken dazu?

Türkische Medien weisen die schwedische Regierung darauf hin, dass nicht nur das Köttbullar-Rezept ein Mitbringsel aus dem Orient war: König Karl soll auch Kaffee und gefüllten Kohl mit nach Schweden gebracht haben. (BBC)

Mindblown. So geht es diesen Twitter-Nutzern ebenfalls: 

Okay, ob sie Köfte oder Köttbullar heißen, aus der Türkei oder aus Schweden kommen –  die Kombination aus Fleischbällchen, Fritten und Preiselbeeren ist und bleibt einfach lecker.


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