Wenn ein Steak in der Pfanne zischt und sich der Geruch in der Küche ausbreitet, läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Denn ich esse gerne und regelmäßig Fleisch. Selbstverständlich achte ich dabei auf Bio-Qualität. Es soll ihnen gut gehen, bis zu ihrem Tod.

Denn der gehört zum Fleischessen dazu. Ohne Tod gibt es nun mal keine Wurst auf dem Teller. Das zeigen auch die Zahlen der letzten Jahre: Laut dem Statistischen Bundesamt wurden 2018 über 600 Millionen Masthühner in Deutschland geschlachtet (destatis).

Doch das Vergessen darüber ist leicht. In Plastik verpackt erinnert eine Hähnchenbrust selten an ein echtes Tier. Was macht das mit uns? Sind wir fleischessende Heuchler geworden, weil wir die Augen vor der Schlachtung verschließen? Oder wäre das Töten für uns kein Problem und wir haben lediglich den Aufwand an die Fleischer übergeben? Mit diesen Fragen will ich mich selbst konfrontieren. 

Ich will versuchen, das Leben eines Tieres besser zu verstehen, will mir die Bedeutung meines Fleischkonsumes vor Augen führen.   

Dafür habe ich mir ein Huhn gekauft – und es Ute getauft. Ute ist ein Jahr alt, als wir sie kaufen. Seit Anfang Februar lebt sie im Stall bei Freunden mit anderen Hühnern zusammen. Dort besuche ich sie. Ich möchte sie kennenlernen und mich um sie kümmern. Sie soll ein schönes Leben haben, bis ich versuche sie zu schlachten und zu essen. 

Ob mir das gelingt, seht ihr oben im Video. 


Future

Das Jobtrio erklärt: Ich bin die jüngste Person im Team, wie werde ich ernst genommen?

Mit Kolleginnen und Kollegen zusammenarbeiten, die fast so alt sind wie die eigenen Eltern – für die meisten Berufseinsteiger ist das Alltag. 2017 waren deutsche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer laut Statistischem Bundesamt durchschnittlich 43 Jahre alt. In einigen Branchen ist das Durchschnittsalter sogar noch höher. 

Dieser Altersunterschied kann oft ein Vorteil sein. Ältere Kollegen haben oft mehr Routine, auf jeden Fall mehr Erfahrung. Doch es gibt auch Barrieren im Umgang miteinander: Wem lässt man im Aufzug den Vortritt? Kann man am Montag von der Party am Wochenende erzählen? Und wie oft muss man sich schon bekannte Dinge eigentlich noch erklären lassen?

Vor allem aber: Wie wird man als junger Mensch im Beruf ernst genommen? Das Jobtrio sucht nach Antworten.