Dry Age statt fluffig: Der Rommelsbacher WA 1200 macht zwar Dampf, aber keine guten Waffeln. Lest hier den ganzen Test.

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Erster Eindruck: Der Rommelsbacher WA 1200 hat ein reduziertes, edles Design und kommt ohne viele Knöpfe und Schalter daher. Eine schmale Signalleuchte auf dem Deckel und ein Schieberegler für die Temperatur – mehr braucht das Waffeleisen in Silberoptik nicht. Aber hält das schicke Gerät auch, was das Äußere verspricht?

Material: Der WA 1200 erlaubt es, zwei herzförmige Waffeln gleichzeitig zuzubereiten. Mit einem Gewicht von 2800 Gramm ist es das Schwergewicht unter allen getesteten Geräten. 1200 Watt sind ausreichend Leistung, um die beiden anithaftbeschichteten Platten anzuheizen. Per Schieberegler lässt sich die Temperatur zwischen den Stufen 1 bis 5 stufenlos verändern. Der Rommelsbacher ist rutschfest, einen Aus- und Einschalter gibt es nicht.

Backen: 3:31 Minuten benötigt der WA 1200, um auf die im Test gemessene Höchsttemperatur von 163 Grad Celsius zu kommen. Das ist eine durchschnittliche Zeit und völlig in Ordnung. Das Gehäuse erwärmt sich noch nicht spürbar, nach dem ersten Aufheizen sind wir hier bei 27 Grad. Die Backzeit auf höchster Stufe beträgt 2:49 Minuten. Schon jetzt wird aber eines der größten Probleme des Rommelsbacher offenbar. Das Gerät qualmt wie ein Schornstein, was für die Waffeln nichts Gutes erahnen lässt. Denn: Je mehr Dampf beim Backen entweicht, desto trockener wird in der Regel das Ergebnis. Und tatsächlich: Die Waffeln auf Stufe 5 sind zu braun, dünn und trocken. Ob es bei niedriger Stufe besser aussieht?

Nach 1:42 Minuten auf Stufe 3 ist die Waffel nicht trocken sondern weich. Aber leider hat sie keinen ausreichenden Bräunungsgrad. Außerdem bleiben im Test die Waffeln öfter mal an der Platte kleben. Im Betrieb unter Volllast (hier wurde beispielhaft ein Kita-Sommerfest simuliert und eine halbe Stunde durchgebacken) läuft der Rommelsbacher auf der Kompromissstufe 4 ordentlich durch und produziert durchaus schmackhafte Waffeln. Der Überlaufrand wird dankbar registriert. Leider (ein Makel bei vier der fünf getesteten Geräte) wird das Gehäuse auch hier so heiß, dass wir Eltern nur raten können, ihre Kinder beim Backen nicht aus den Augen zu lassen. 67 Grad maximale Gehäusetemperatur können schmerzhaft enden.

Reinigung: Der Teig lässt sich beim WA 1200 relativ leicht entfernen. Kleines Manko: Er verfängt sich auch in den Ritzen und kann dort nur mühsam (und nach Abkühlen) beseitigt werden. Grundsätzlich bitte beachten: Ein Waffeleisen nie heiß mit Wasser reinigen, sondern immer einen nur leicht angefeuchteten Lappen nutzen. Ansonsten wird die Beschichtung beschädigt.

Fazit: Dass gutes Aussehen nicht alles ist, gilt auch für das Rommelsbacher WA 1200 Waffeleisen. Die edle Optik war neben dem großzügigen Überlaufrand und einer guten Waffelqualität auf der zweithöchsten Stufe eines der wenigen positiven Ergebnisse. Die Schwächen überwiegen: trockene Waffeln, unangenehm aufgeheiztes Gehäuse, mühsame Reinigung und starke Dampfentwicklung. Im Ergebnis ist das Platz fünf im Test. 

 


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