Um im Urlaub oder in einer neuen Stadt Restaurants zu finden, gibt es bereits zahlreiche Möglichkeiten – Apps wie "Tripadvisor" führen etwa Listen mit den besten Lokalen. Für Menschen, die es mit dem lokalen Essen sehr genau nehmen, gibt es jetzt eine Seite, die auf einer Karte zeigt, wo welches Gericht seinen Ursprung hat.

Wer also beispielsweise nach Italien reist, kann bei Tasteatlas nach dem Land suchen und bekommt eine Karte angezeigt. In Neapel hat die Pizza ihr Zuhause und die Bolognese-Soße kommt aus – natürlich – Bologna. Darüber hinaus finden sich aber noch mehr als 1000 andere italienische Gerichte und Zutaten und so erfährt man etwa, dass Tiramisú in der Region um Venedig beheimatet ist.

Klickt man auf ein Gericht, bekommt man weitere Informationen zur Entstehungsgeschichte, Rezepte und manchmal sogar einen Tipp, welcher Wein am besten dazu passt. Am wichtigsten aber sind wohl die Empfehlungen, in welchen Restaurants man das gewünschte Gericht findet. 

Das Projekt ist soeben erst offiziell gestartet und deshalb sind im Moment manche Teile der Weltkarte noch relativ leer. Auch Deutschland ist teilweise noch ein weißer Fleck, nur knapp 200 Gerichte sind eingetragen. Das soll sich aber nach Angaben der Macher ändern. 

Hinter der Karte mit dem Essen steckt unter anderem der kroatische Journalist Matija Babić, der daran bereits drei Jahre lang gearbeitet hat. Mashable gegenüber sagte er, er habe das Projekt gestartet, weil er gerne essen gehe und es so eine Karte bislang nicht gebe. "Wir konzentrieren uns auf Qualität, nicht Quanität", so Babić. Deshalb greift die Seite bei den Restaurantempfehlungen auf Bewertungen von Kritikerinnen und Kritikern zurück. 

Kalter Hund, Hackepeter, Halver Hahn: Deutsche Gerichte haben sonderbare Namen. Kennst du sie?


Future

Studie zeigt: Nette Menschen geraten eher in finanzielle Not
Nie wieder nett?

Sind arme Leute die besseren Menschen? Nun, diese Frage lässt sich wohl nicht so pauschal beantworten. Dafür aber haben Forscher herausgefunden, dass nette Menschen zumindest eher Gefahr laufen, arm zu werden – und woran das liegt. 

Worum geht's in der Studie?

Sandra Latz von der Columbia Business School und Joe Gladstone vom University College London wollten wissen, ob eine liebenswürdige Persönlichkeit im Zusammenhang steht mit finanziellen Schwierigkeiten. 

"Frühere Forschung legte nahe, dass Liebenswürdigkeit verbunden ist mit einem niedrigen Kredit-Score und niedrigem Einkommen. Wir wollten sehen, ob dies auch für andere finanzielle Indikatoren gilt, und falls ja, besser verstehen, warum nette Leute den Kürzeren ziehen", erklärt die Sozialwissenschaftlerin Sandra Latz.

Für die Studie, veröffentlicht im "Journal of Personality and Social Psychology", untersuchten die beiden Forscher Daten von mehr als drei Millionen Menschen. Die Daten stammten unter anderem aus Online-Umfragen, einer nationalen Erhebung und öffentlich zugängigen Quellen.

In ihrer Analyse suchten Matz und Gladstone, nach dem Grund der finanziellen Bedrängnis liebenswürdiger Menschen – ob diese eher ihrem netten Verhandlungsstil geschuldet ist oder ob ihnen Geld einfach unwichtiger ist.

Und was sind die Erkenntnisse?

  • Liebenswürdigkeit ist eher verbunden mit Indikatoren finanzieller Bedrängnis – darunter geringe Ersparnisse und höhere Schulden.
  • Den Grund dafür sehen die Forscher darin, dass Geld vielen netten Menschen weniger wichtig ist – deshalb gehen sie auch ein höheres Risiko ein, schlecht mit ihrem Geld umzugehen.
  • Aber: Nicht alle netten Menschen gehen das gleiche Risiko ein, wegen ihrer Liebenswürdigkeit auch finanziell zu leiden. Das Einkommen spielt hier eine wichtige Rolle.
  • Nach eigenen Angaben überrascht waren Matz und Gladstone von der Tatsache, dass Liebenswürdigkeit, die bei Kindern festgestellt wird, auch in ihrem späteren Leben offenbar dafür sorgt, dass sie später eher in finanzielle Nöte geraten. 

"Unsere Ergebnisse helfen uns, einen potentiellen Faktor zu verstehen, der finanziellen Nöten unterliegt – dieser hat ernsthafte Auswirkungen auf das Wohlbefinden von Menschen", sagte Matz. 

Egozentrischen und misstrauischen Menschen falle es im Gegensatz zu liebenswürdigen leichter, nicht in die Schuldenfalle zu tappen. Die Forscherin sieht darin ein Problem: "Lieber wäre mir, wenn man Wege finden würde, die verträglichen Menschen zu motivieren, besser auf ihr Geld aufzupassen. Immerhin braucht es diese sozialen Menschen in der Gesellschaft." (ORF)