Die Meldung ist ungefähr so billig wie ein kleiner Gartensalat

McDonald's schafft den Big Mac ab - diese Meldung sorgt im Netz gerade für mächtig Wirbel. Dabei stimmt sie überhaupt nicht. Nicht einmal ein bisschen. Die Fakten sind eigentlich ganz einfach - und passen zusammen locker in einen Tweet:

Was steckt dahinter?

Tatsache ist, dass McDonald's in den USA nach Alternativen für den legendären Burger sucht. Der Grund dafür ist einfach: Der Big Mac ist bei jungen Menschen offenbar zunehmend unbeliebt. Laut einer internen Studie soll ihn nur jeder fünfte Millennial überhaupt einmal probiert haben (Wall Street Journal). Mit den zwei neuen Alternativen "Mac Jr." und "Grand Mac" will die Fastfood-Kette neue Kunden gewinnen. Sie sollen aber zusätzlich zum Big Mac veröffentlicht werden und ihn nicht ersetzen. Was in den ganzen Aufreger-Meldungen auch fehlt: Das alles passiert vorerst nur in den USA.

Warum hat McDonald's solche Probleme?

Die Herausforderungen für den weltweit umsatzstärksten Fastfood-Konzern sind in den USA die selben wie in Deutschland. Immer weniger Menschen haben Lust auf aufgetautes Fleisch und abgepackte Industrie-Zutaten. Inzwischen gibt es zahlreiche kleinere Ketten, die damit werben, ihre Burger frisch zuzubereiten. Fastfood ist nach wie vor im Trend, die meisten Menschen haben heute nicht mehr Zeit als vor zehn Jahren - aber immer mehr achten darauf, was sie essen.

McDonald's versucht schon seit längerem, sich aktuellen Trends anzuschließen. Doch auch Quinoa-Burger ändern nichts daran, dass der Großkonzern für viele der Inbegriff der ungesunden Ernährung ist. Und ambitioniertere Projekte wie der (teilweise) Bio-Burger mussten in Deutschland wieder gestoppt werden, weil sich der Aufwand nicht dauerhaft lohnte. Die beiden neuen Big-Mac-Varianten sind jetzt einfach ein neuer Versuch, das Ruder herumzureißen.

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