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Avocados sind die Butter unserer Generation: Je mehr und je öfter man sie sich aufs Brot schmieren kann, desto besser geht es einem. Avocados sind hip, ein Wohlstands- und Lifestyle-Symbol. Jährlich essen die Deutschen mehr als 31.000 Tonnen der mittelamerikanischen Butterfrucht, die biologisch eigentlich eine Beere ist. 

Avocados sind auch: ziemlich fetthaltig. Rund 40 Gramm pures Fett stecken in einer mittelgroßen Frucht. Ein Züchter aus Spanien verspricht jetzt jedoch Abhilfe: Die Sorte Aguacate Light soll 30 Prozent weniger Fett enthalten. Gleichzeitig soll die Sorte schneller reifen, langsamer braun werden - und dennoch genau gleich schmecken, verspricht das Unternehmen Isla Bonita auf seiner Internetseite. Ganz ohne Gentechnik übrigens.

Klingt doch super, könnte man meinen, und die Strategie ist altbekannt: Seit Jahren lockt die Lebensmittelindustrie mit Light-Produkten, die wahlweise weniger Fett, Zucker oder Salz enthalten sollen als das Original. Aber:

Das Problem mit Avocados ist eigentlich ein ganz anderes.

Denn Avocados sind gesund. Studien zeigen, dass die ungesättigten Fettsäuren gut verdaulich sind und sich positiv auf den Cholesterin-Spiegel auswirken können (American Heart Association). Moderater Avocado-Konsum ist also keineswegs dramatisch.

Das Problem ist: Wir essen schlicht viel zu viel Avocado. Der intensive Anbau führt in etlichen Regionen zu massiven Umweltproblemen. In Chile mussten deshalb bereits einige Anbau-Regionen mit Wasser aus Tankwagen versorgt werden. Naturschützer, die die Intensivlandwirtschaft kritisierten, erhielten Morddrohungen (bento).

Vielleicht wäre statt der neuen Light-Avocado mal etwas ganz anderes sinnvoll: Weniger davon essen, bewusster genießen und so sich selbst und die Umwelt schonen – wie bei so vielen Lebensmitteln, die uns in Light-Versionen aufgeschwatzt werden sollen. 

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