Deshalb freuen wir uns auf 2019 mit der jüngsten Sterneköchin Deutschlands.

In den mehr als 300 Sternerestaurants in Deutschland arbeiten nur neun Küchenchefinnen – die jüngste von ihnen ist Julia Komp (Restaurant-Ranglisten). Die 29-Jährige arbeitet im Schloss Loersfeld bei Köln und kocht dort nicht nur traditionelle deutsche Küche. Julia und ihr Team bereiten leichte Gerichte zu, die vom Orient und Asien inspiriert sind. Und genau dorthin zieht es Julia auch im kommenden Jahr. 

Als jüngste Sterneköchin Deutschlands beweist Julia, dass es sich lohnt, auch in stressigen Zeiten durchzuhalten und weiterzumachen. Und auch, dass man gemeinsam alles schaffen kann, wenn man es wirklich will. 

Wir haben mit Julia Komp über die Herausforderungen des letzten Jahres und ihre großen Pläne für 2019 gesprochen.

Was war dein größter Erfolg im vergangenen Jahr?

Ich bin glücklich, dass ich so viele neue Gäste begeistern durfte und wir so einen großen Zuspruch haben. An den Wochenenden sind wir schon im Voraus ausgebucht. Und ich bin stolz darauf, dass ich viele junge Menschen dafür begeistern konnte, das Sterneessen zu probieren. 

Welche Herausforderungen gab es dabei – und wie hast du sie gemeistert?

In der Küche arbeitet man zwar mehr als 40 Stunden in der Woche, aber wenn man ein gutes Team hat, macht man das auch gerne. Trotzdem verpasse ich einiges: viele Partys oder Verabredungen mit Familie oder Freunden, freie Wochenenden kenne ich nicht. Aber wenn man Spaß bei der Arbeit hat, ist alles einfacher zu ertragen. Und wir sind ein super Team, ohne das würde es gar nicht gehen. Wir waren sogar zusammen im Urlaub. 

Unser Team ist sehr jung – ich bin mit 29 die Älteste – und jeder von uns hat seinen Posten, für den er verantwortlich ist. Weil wir ein junges Team sind, machen wir vielleicht manche Dinge anders und ich glaube, die Menschen finden das gut. 

Was ist dein Wunsch für 2019?

Ich verlasse das Schloss Loersfeld, in dem ich arbeite, und habe Anfang Januar gleich eine große Reise durch Asien und den Orient geplant, um mich inspirieren zu lassen. Wenn ich wiederkomme, werde ich ein eigenes Restaurant mit einem Partner zusammen eröffnen. Auf jeden Fall in der Nähe von Köln, denn die Stadt und die Menschen sind mir sehr ans Herz gewachsen.

Was brauchst du, um es umzusetzen?

Wir planen bereits eine leere Halle zu mieten, in der wir das Restaurant aufbauen möchten und mir fallen ständig neue Dinge ein, die ich dafür brauche. Zum Beispiel eine Waschmaschine für Handtücher, die nicht unbedingt in die Reinigung müssen – an so etwas denkt man nicht sofort, wenn man ein eigenes Restaurant eröffnet. Mit der Reise und dem eigenen Restaurant habe ich mir ein ganz schön großes Pensum für 2019 vorgenommen – aber ich glaube, dass ich das schaffe. Man kann so etwas nur machen, wenn man es mit echter Power und Liebe macht. Dieses Restaurant ist mein Traum.

19 für 2019

Sie helfen Menschen in Not, retten Bäume für das Klima, kämpfen für faire Löhne, engagieren sich gegen Rechts, streiten für Gerechtigkeit und sind ganz einfach Vorbilder: Wir stellen 19 junge Menschen vor, die uns 2018 inspiriert haben – und von denen wir 2019 noch viel hören werden. Hier geht es zur Übersicht


Grün

19 für 2019: Sergio Carlos Quiñones Maletti macht Klassenfahrten politisch
Deshalb freuen wir uns auf 2019 mit dem Abiturienten.

Als der Energiekonzern RWE im Oktober plant, den Hambacher Forst abzuholzen, sind viele empört. Auch der Kölner Abiturient Sergio Carlos Quiñones Maletti, 19, genannt Carlos. Er will etwas tun, am liebsten gemeinsam mit anderen. Das Problem: Sich zu engagieren ist anstrengend und manchmal öde. Carlos weiß das – von Antikriegsdemos bis Umweltpolitik ist er überall dabei.

"Ganz Köln war damals aufgeregt wegen des Hambacher Forsts – aber keiner hat sich darum gekümmert, an den Schulen, mit den Schülern etwas zu machen." Aber Carlos, der hat eine Idee. Er organisiert die #Hambifahrt, eine Klassenfahrt in den Hambacher Forst. Nicht bloß irgendeine, die "größte in der Geschichte der Bundesrepublik". 

Carlos und seine Freunde wollen zeigen: So fühlt es sich an, in einem der ältesten Wälder Deutschlands zu stehen – und gegen seine Abholzung zu kämpfen. Innerhalb von zwei Wochen stellen sie die #Hambifahrt auf die Beine. Mit Workshops und Waldführung, Gesprächsrunden über Nachhaltigkeit und einem Picknick im Forst. (Zeit Campus)

Carlos hat uns erzählt, wie es für ihn im nächsten Jahr weitergeht.