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Lachs-Döner, Pommes am Stiel und Wild-Currywurst

Manche bunkern auf Festivals Dosenravioli, andere setzen auf die sättigende Wirkung von Bier. Wirklich lecker ist beides nicht. Dabei sind Festivals der ideale Ort, um Dinge auszuprobieren – auch kulinarisch. 

Beim Hurricane Festival im norddeutschen Scheeßel kommen jedes Jahr 80.000 Menschen zusammen, um ein ausgedehntes Sommerwochenende lang zu zelten und zu feiern. Zwischen großen Stars und kleinen Zelten bieten zahlreiche Food-Stände Ungewöhnliches an.

8 Food-Highlights vom Hurricane, die den Festival-Sommer auch kulinarisch besonders machen:

1.

Burger zum Frühstück

Eine gute Anlaufstelle für alle, die zum Frühstück nicht im Zelt bleiben wollen, ist der Burger-Stand von "Bambus Gourmet":

Das Team aus Hamburg macht Burger, die auch zum Frühstück schmecken. Mit Bao Bao und Yakitori klingen die Namen etwas anders als beim American Diner um die Ecke. Statt mit Brötchen gibt es gedämpfte Klöse. Als Füllung stehen zur Auswahl: Pulled Pork, verschiedene Pattys, Tofu und Gemüse, dazu hausgemachte Hoisin-Soße. 

Eine gute Ausrede für Frühaufsteher: In Vietnam gehören Bao-Burger schon seit langem zu einem guten Frühstück.

(Bild: Bambus Gourmet)

2.

Pommes am Stiel

Schon seit mehreren Jahren drechseln Marcus Knak und sein achtköpfiges Team Knollen fürs Hurricane. Jedes Festival-Wochenende gehen so zwei bis drei Tonnen Kartoffeln und Süßkartoffeln über den Tresen. Alle von Hand geschält und geschnitten, wie der Chef im Gespräch stolz betont.

Bild: privat
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Die Idee kam uns, als wir in Thailand auf Reisen waren.
Marcus Knak zu bento

In ihrer asiatischen Heimat waren die Kartoffeln allerdings eher lauwarm und weich statt knusprig. Bis sie als knusprige Fritten-Alternative in Deutschland auftauchten, dauerte es mehrere Jahre: Immer wieder hätten sie mit Sorten und Ölen experimentiert, erzählt der Chef. In dieser Saison soll eine neue Hochleistungs-Fritteuse dafür sorgen, dass der Kartoffel-Snack schneller fertig wird. Für alle, denen eine Knolle (ca. 300 bis 400 Gramm) nicht ausreicht, hat Knak auch noch die "Manta-Platte" (Pommes rot-weiß mit Currywurst) im Angebot. 

bento x Hurricane

bento freut sich auf den Festivalsommer – unter anderem auf das Hurricane-Festival. In den kommenden Wochen werden wir euch auf dem Laufenden halten, Tickets verlosen und dann auch live vor Ort sein. 

3.

Currywurst vom Hirsch

Wer Fleisch in allen Variationen mag, dem sei die Currywurst am Stand von "Hirsch & Eber" empfohlen. Das Besondere: Statt von Schweinen oder Rindern aus dem Stall kommt das Fleisch aus der freien Natur – denn an diesem Stand gibt es nur Wild, kombiniert mit Bio-Zutaten. Weniger Massentierhaltung, mehr Geschmack. Wer Wild-Burger oder -Currywurst noch zu schlicht findet, probiert vielleicht das sous-vide gegarte Reh

(Bild: Hirsch & Eber)

4.

Argentisch-berlinerische Spezialitäten

Tacos, Burritos, Nachos – okay. Aber was sind bitteschön Mendosinas? Inspiriert von einer Argentinien-Reise hat das Berliner Duo eine neue Variante der vor allem in Südamerika beliebten Empanadas kreiert. Gefüllt werden die Teigtaschen mit Gemüse und Käse.

5.

Raclette mit Schweizer Käse

Stefan Koch sei Dank müssen wir nicht erst auf Silvester warten, um Raclette zu essen. Bei "Cheese on Fire" gibts Raclette auf Ciabatta mit zum Beispiel Rucula, Speck und Walnüssen. Oder auch mit Brandenburger Blutwurst, Apfelkompott oder Jalapeños.

Es gibt fast nichts, das mit geschmolzenem Käse nicht lecker wäre!
Stefan Koch zu bento

Mehrere Tonnen Käse verbraucht das Berliner Team nach eigenen Angaben Jahr für Jahr auf Wochenmärkten und Food-Events. In diesem Jahr ist es zum ersten Mal auch beim Hurricane. Jeder handgemachte Laib werde von einer Schweizer Käserei importiert, erzählt Koch. Echter Raclette-Käse eben. Auch, wenn alles andere eine kreative Neu-Interpretation ist.

(Bild: privat)

6.

Smoothies vom Affenbrotbaum

Zermatschte Früchte, pürierter Salat – es gibt fast nichts mehr, was in den vergangenen Jahren nicht schon zu Smoothies verarbeitet wurde. Dachte man. Denn das Team von "Grün & Gut" mixt Zutaten, die viele noch nicht einmal buchstabieren könnten. Unter anderem: Maca, Guarana, Matcha, Kurkuma und Baobab (das ist dann der Affenbrotbaum). 

Daraus entstehen Drinks, die nicht mehr an die Apotheken-Umschau erinnern und neue Energie zum Feiern liefern. Zuckerfrei und übrigens auch 100 Prozent vegan.

7.

Pulled Pork aus dem 280-Kilogramm-Smoker

Nur mit Pulled Pork kann man heute kaum noch punkten. Wer mag, findet das gezupfte Schweinefleisch inzwischen fertig zubereitet in fast jedem Supermarkt. 

Dass das nicht mehr viel mit Kochkunst zu tun hat, dürfte spätestens klar werden, wenn man vor dem 280-Kilogramm-BBQ-Smoker von "Rolling Taste" steht. 18 Stunden lang werden die Fleischstücke vom Freilandschwein geräuchert, ehe sie gezupft und serviert werden. 

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8.

Lachs-Döner. Ja, Lachs.

Döner ist längst ein deutscher Fast-Food-Klassiker, das Team von "Rauch-Zeichen" hat ihn neu interpretiert: Sie bringen Lachs und frisches Gemüse auf einen Spieß, ohne Zusatzstoffe oder Bindemittel zu verwenden. 

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Unser Lachsdöner ist was für Menschen, die gutes Essen zu schätzen wissen.
Ronny Unger, Erfinder des Lachsdöners

Damit ist der Lachs-Döner nicht nur gesünder als seine Kebab-Kollegen vom Eckimbiss, sondern auch eine echte Innovation. Auf die Idee kam Ronny Unger beim Angeln: "Ich mag Fisch, steh aber auch total auf Döner. Die meisten Fisch-Gerichte sind entweder langweilig oder fettig. Mit dem Lachs-Döner haben wir versucht, beides zu ändern."

Ob Lachs-Döner oder Bao-Bao-Burger: Sicher ist auf jeden Fall, dass Festivals mit einem solchen Angebot auch für Food-Liebhaber interessant werden dürften. Dosenravioli waren gestern. 


Tech

Google löscht heimlich sein internes "Sei nicht böse"-Motto
Das Imperium schlägt zurück?

Vielleicht ist das der Moment, an dem eines Tages der Terminator aus der Zukunft anreist, um Schlimmeres zu verhindern. Google hat sein internes Mitarbeiterhandbuch umgeschrieben – und einen entscheidenden Satz gestrichen.

Bislang galt bei dem Tech-Konzern das simple Motto: "Don't be evil", sei nicht böse.

Nun gilt dieser Satz nicht mehr. Im "Code of Conduct" stand der Satz zuletzt Ende April, danach wurde er irgendwann entfernt. Das hat die US-Seite  Gizmodo nun herausgefunden.