Hühnchen- und Putenfleisch aus dem Supermarkt ist immer noch häufig mit Keimen belastet. 

Das zeigen Zahlen des Bundeslandwirtschaftsministeriums: 2016 wurden mehrere hundert Fleischproben aus dem Einzelhandel auf antibiotikaresistente Keime wie MRSA untersucht. 

Über 450 der Proben waren Putenfleisch. Das Ergebnis: In fast jeder zweiten Probe sind nachweislich MRSA-Keime. (BR)

Was für Keime sind das – und was passiert, wenn ich sie zu mir nehme?

In der Studie geht es vor allem um MRSA. Diese Bakterien können gegen Antibiotika, wie Methicillin, resistent werden. Eine MRSA-Infektion kann zu Hautentzündungen oder Entzündungen einzelner Organe führen. 

Außerdem sind unter den Keimen zum Beispiel Salmonellen oder Campylobacter. Die Bakterien können im Körper Durchfall, Kopf- und Bauchschmerzen und häufig Fieber hervorrufen. 

Nach wenigen Tagen klingen die meisten Krankheiten von selbst ab. (Infektionsschutz.de)

Und jetzt? Muss ich rohes Hühnerfleisch waschen, bevor ich es koche oder brate?

Die Frage mag naheliegen, aber: Das Waschen tötet keine Krankheitserreger – dafür sorgt das Braten oder Kochen. 

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt, Geflügelfleisch im Inneren mindestens zwei Minuten lang auf mindestens 70 Grad zu erhitzen, um die meisten Erreger abzutöten. 

Genau genommen ist das Abwaschen des rohen Fleisches sogar gefährlich: Wer das Hühnchen unter den Wasserhahn hält, sorgt dafür, dass sich womögliche Keime durch Wasserspritzer verbreiten – in der Spüle, auf der Arbeitsplatze oder sogar auf anderen Lebensmitteln. 

Und wenn du nicht gerade vorhattest, deine Küche auf 70 Grad zu erhitzen, bleiben sie dort auch kleben – oder du isst sie in einer anderen Speise mit.

In den USA hat die Drexel University dazu sogar eine ganze Kampagne veröffentlicht."Don't Wash Your Chicken!" soll anhand von Informationen verschiedener Initiativen und Ministerin mit YouTube-Videos und Grafiken über die Gefahren von Keimen aufklären: 


Gerechtigkeit

So würde der Bundestag aussehen, wenn nur junge Menschen wählen dürften
Schlechte Chancen für Rechtspopulisten.

Sie dürfen arbeiten gehen, Einkäufe tätigen und vielleicht auch jedes Wochenende Bier trinken – doch wenn es um den nächsten Bundestag geht, sind Millionen junger Menschen in Deutschland außen vor. Bei der Wahl am kommenden Sonntag darf nur mitentscheiden, wer über 18 ist. 

Doch wie sähe der nächste Bundestag aus, wenn nur Kinder und Jugendliche entscheiden dürften? 

Die Ergebnisse der U18-Wahl zeigen: Vermutlich ziemlich anders!