Sie ist die Retterin aller Menschen, die absolut keine Lust haben, sich weiter mit ihrem Abendessen auseinanderzusetzen, aber wahnsinnigen Hunger haben: die Tüte Penne vom Discounter. Sie hat drei unschlagbare Argumente auf ihrer Seite: den Preis, die Tatsache, dass Nudeln sehr schnell ziemlich satt machen, und sie sind dafür recht lecker. 

Das einzige Problem ist, dass einem beim Restaurantbesuch dann leider auffällt, wie grandios das Geschmackserlebnis von handgemachten Ravioli oder Tagliatelle eigentlich ist – und die günstige Industrieware da nur schwer mithalten kann. 

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Um nie wieder auf ein anderes Nudelniveau runter zu müssen, bleibt nur eine Option - selbst machen. Alle italienischen Teigwaren beruhen im Grunde auf einem Nudel-Teig, der anschließend in verschiedenen Formen verarbeitet wird. Für die meisten Nudeln, die du gewöhnlich getrocknet im Supermarkt siehst - zum Beispiel Spaghetti, Penne oder Fusilli - wird 🛒Hartweizengrieß mit Mehl und Wasser zu einem Teig vermischt. 

Teig für Bandnudeln wie Tagliatelle, gefüllte Pasta wie Ravioli oder Lasagne enthält zusätzlich Eier, wodurch er an Festigkeit und Aroma gewinnt. Bei einem Familienunternehmen, das sich auf hausgemachte Pasta spezialisiert, haben wir ein typisches Grundrezept gefunden:

Pastateig mit Ei (für ca. 4 Personen)

  • 400 g  italienisches Pastamehl (Hartweizenmehl Typ 00, 🛒dieses ist sehr gut)
  • 4 Eigelb
  • 1 Ei
  • 4 TL Olivenöl
  • etwas Wasser

Tipp: Als Alternative zum Pastamehl kann man auch gewöhnliches Weizenmehl mit Hartweizengrieß mischen (Verhältnis 1:1) – klappt ebenfalls in der glutenfreien Variante mit Kartoffelmehl oder ähnlichem.

So knetest du den Teig per Hand:

Das Mehl wird auf der Arbeitsfläche zu einem kleinen Berg gehäuft, in dessen Mitte du eine großzügige Mulde formst. Dort kommen Eigelb und Eier hinein und werden anschließend vom Rand aus mit einer Gabel nach und nach mit dem Mehl verrührt. Sobald der Teig schon relativ zäh ist,  verknetest du ihn nach diesem Rezept kräftig mit etwas Öl und Wasser – entweder mit einem Handrührer, einer Knetmaschine oder per Hand.

Er soll fest sein, aber nicht mehr kleben. Zum Schluß wickelst du den Teigklumpen in eine Klarsichtfolie ein und lässt ihn 30 – 60 Minuten ruhen. Jetzt ist er bereit für die Weiterverarbeitung per Hand oder Nudelmaschine.

Pastateig mit Wasser (ohne Ei):

  • 400 g Pastamehl (oder eine Mischung mit Hartweizengrieß, siehe oben)
  • ca 250 ml Wasser

Hier streust du das Mehl ringförmig auf die Arbeitsfläche, gießt das Wasser in die Mitte und verrührst beides vom Rand aus nach und nach mit den Fingern. Ansonsten gehst du wie bei dem Rezept mit Ei vor und nach spätestens einer Stunde ist dein Teig bereit für die Weiterverarbeitung.

Ran an die Nudeln: Mit den richtigen Geräten

Für Faule sind Pasta-Automaten: Die kneten nicht nur den Teig, sondern machen auch den ganzen Rest: Nach dem Fleischwolf-Prinzip wird der Teig durch Lochscheiben gepresst und je nach Aufsatz kommt hinten direkt die gewünschte Pasta raus.

Der 🛒Pastamaker von Philips ist eines der beliebtesten unter den vollautomatischen Geräten. Mit dabei sind acht Formscheiben, unter anderem für Spaghetti, Tagliatelle, Pappardelle und Lasagne. Ebenfalls viel Auswahl hat die elektrische 🛒Nudelmaschine von Trebs. 

(Bild: Amazon )

Wenn du größere Mengen herstellen willst, aber keinen Vollautomaten kaufen möchtest, ist die Knetmaschine eine gute Alternative. Für den Privatgebrauch kaufst du dir am besten eine Küchenmaschine mit Knetfunktion, die du auch abseits der Pastaherstellung nutzen kannst.  

Stiftung Warentest-Sieger sind regelmäßig die Maschinen von Bosch – wie hier 🛒das Modell MUM5, das auch für größere Teigmengen geeignet ist. Neben Pastateig kannst du mit so einem Gerät natürlich auch beim Brötchenteig oder beim Keksebacken Zeit sparen.

(Bild: Amazon )

Nachdem der Teig gerastet hat, formst du daraus mehrere Kugeln, dann geht es entweder per Hand oder per Maschine weiter.

Elektrische Nudelmaschinen

Elektrische Nudelmaschinen arbeiten nach dem Walzenprinzip. Der Teig wird von verschiedenen Aufsätzen nach und nach zu einer Platte zusammengedrückt. Die Zeit, die für die Zubereitung eines gleichmäßig dünnen Teigblatts notwendig ist, sinkt bei der Unterstützung durch einen Motor natürlich rapide. Eine gute Wahl für den Hausgebrauch ist zum Beispiel die 🛒Atlas-Nudelmaschine. Auch die 🛒"Pastapresto" von Imperia ist in dieser Kategorie empfehlenswert.

(Bild: Amazon )

Bei vielen Modellen kannst du für bestimmte Pastasorten auch einzeln Aufsätze nachkaufen, wie hier zum Beispiel für sogenannte 🛒Reginette-Nudeln.

Handbetriebene Nudelmaschinen

Bei handbetriebenen Modellen kurbelst du ganz Old School mit eigener Kraft, die Walzen helfen aber natürlich auch hier bei der gleichmäßigen Teigdicke. Diese 🛒Nudelmaschine mit Handkurbel gehört seit Jahren zu den beliebtesten Geräten und ist in einigen Farben erhältlich. 

(Bild: Amazon )

Etwas einfacher im Design und aus einem Traditionsunternehmen: Die 🛒Imperia-Nudelmaschine. Weniger edle, handbetriebene Modelle wie 🛒dieses hier gibt es auch für noch kleineres Geld. 

(Bild: Amazon )

Tipp: Man beginnt immer mit der stärksten Stufe und der Teig wird erst durch mehrere Wiederholungen langsam dünner. Dazwischen wird der Teig immer wieder gefaltet und von beiden Seiten leicht mit Mehl bestäubt, damit nichts reißt.

Wer stattdessen das Andenken der italienischen Uroma authentisch ehren will, braucht nur ein gewöhnliches Nudelholz, Nerven und viel Übung. Dieses 🛒Teigroller-Set besteht aus zwei fein verarbeiteten Hölzern in unterschiedlichen Durchmessern, da kann man nichts mit falsch machen. Die 🛒Variante aus Edelstahl ist ebenso zweckmäßig und darf außerdem in die Spülmaschine.

Nudeln selbst machen: Der letzte Schliff

Sobald du am Schluß eine Teigplatte in der gewünschten Dicke vor dir liegen hast, kannst du du diese entweder per Hand, oder mit dem Schneidwerk der Nudel-Maschine in die gewünschte Form bringen.

Für die handgemachte Variante eignen sich jetzt zum Beispiel 🛒Nudelharfen, um Spaghetti oder Fettuccine zu schneiden. 🛒Rillenbretter, um Gnochis in Form zu bringen. 🛒Ausstecher für verschieden große und verschieden geformte Ravioli. In Sachen Pasta-Variationen gibt es also jede Menge Unterstützung.

Aufbewahrung: Selbstgemachte Nudeln trocknen oder einfrieren

Frische Pasta, die du nicht sofort aufbrauchst, kannst du übrigens bis zu 3 Tage im Kühlschrank lassen. Für eine längere Lagerung oder vor dem Einfrieren, musst du die Nudeln aber unbedingt vollständig trocknen – sonst droht Schimmel und die ganze Arbeit ist im Eimer.

Lange Pastasorten wie Spaghetti hängst du dafür auf einem 🛒Pastaständer auf. Die Modelle aus Holz sind beliebt, aber falls es besser zu deiner Küche passt, gibt es die Nudel-Trockner auch 🛒aus Edelstahl. Kurze Pastasorten wie Ravioli lassen sich gut auf dem Backblech oder einem Gitter trocknen. Nach ca. 2 Tagen kannst du dir relativ sicher sein, dass die Nudeln wasserfrei sind.

(Bild: Amazon )

Nudeln aus Eiteig frierst du besser ein – lass sie erst mal getrennt auf einem Brett oder Backblech gefrieren, dann klumpen sie anschließend auch nicht im Gefrierbeutel. Getrocknete Nudeln aus Wasserteig kannst du in 🛒luftdichten Behältern lagern.

(Bild: Amazon )

Übrigens: Beim anschließenden Kochen kannst du dir das Öl sparen - gib die frischen Nudeln einfach in leicht gesalzenes kochendes Wasser und rühre in den paar Minuten bis sie gar sind (je nach Dicke 2-5 Minuten) regelmäßig um.

Wenn du die Nudeln nicht zu lange kochst, klebt auch nichts. Für vorgetrocknete Waren rechnest du etwa 5 Minuten Kochzeit oben drauf.

Wer jetzt Lust bekommen hat, sich durch die breite Pasta-Palette zu kochen und vielleicht auch gleich zu lernen, traditionelle Pasta-Saucen selbst herzustellen, findet in Ratgebern wie 🛒"Der Silberlöffel: Die Bibel der italienischen Küche" oder 🛒"Pasta e basta!" mehr Informationen, Rezepte, Tipps und Tricks für selbstgemachte Pasta. Buon Appetito!


Uni und Arbeit

AfD-Mitgründer hält letzte Vorlesung des Semesters: Don't Lucke Back In Anger

Mittwochmittag, 12.15 Uhr, es windet und regnet, als wolle ein wütender Gott die Stadt Hamburg in die Elbe spülen - normaler Tag im Januar also. Auch vor dem Physikgebäude der Universität herrscht an diesem Mittwoch das gewohnte Bild der vergangenen Wochen: ein bis zwei Dutzend Sicherheitsleute stehen in und um das Gebäude verteilt. Wer rein will, muss seinen Studierendenausweis vorzeigen – und für die Veranstaltung "Makroökonomik II" von AfD-Mitgründer Bernd Lucke eingeschrieben sein.

Die Vorlesungsreihe wurde zu einem Symbol dessen, was in den vergangenen Jahren immer wieder diskutiert wurde: Wie geht die Gesellschaft mit der AfD um? Mit ihren Mitgliedern und Ex-Mitgliedern, mit ihren Wählern und Gründern? Darf jemand, der eine Partei gegründet hat, die mit menschenverachtenden Botschaften Wahlkampf macht, an einer Universität lehren? Wen muss die Freiheit der Wissenschaft verteidigen und wo werden Grenzen gezogen?

Jetzt war eines der Probleme der Uni Hamburg, dass sie sich Luckes nicht einfach entledigen kann – selbst, wenn man gewollt hätte, wäre Lucke nicht kündbar gewesen. (DER SPIEGEL

Das ist eine Sache. Die andere ist aber, dass die Uni sich entschied, dem Professor eine Pflichtvorlesung anzuvertrauen, eine Vorlesung, die alle Studierenden eines Semesters besuchen müssen. Die Verteidigung der Freiheit der Wissenschaft – sie war hier gleichzeitig ein Affront für Studierende, die von AfD-Slogans diffamiert wurden. 

Am Mittwoch fand die letzte von 13 Vorlesungen statt. Zu Semesterbeginn war es immer wieder zu Störungen gekommen – in den vergangenen Wochen blieb es ruhig.

Aufgrund seiner politischen Vergangenheit hatten sich Proteste gegen Luckes Rückkehr an die Uni Hamburg formiert.