Gestreiftes Bambus-Holzkohle-Croissant mit Aomori-Knoblauch-Schokoladen-Creme und Karamellsplitter. Farbe: schwarz.

So lautet die Beschreibung eines Croissants aus dem Samstags-Menü der Bäckerei "Baker Doe". Jeden Freitag posten die Inhaber aus San Francisco auf ihrer Facebook-Seite sechs verschiedene Gebäck-Optionen. Die Kundinnen und Kunden können dann ihre Auswahl online bestellen – solange der Vorrat reicht, der nur etwa 150 Croissants umfasst. Abholung: Samstagmorgen bei einer Bäckerei in San Francisco, mit der die virtuelle Bäckerei Baker Doe zusammenarbeitet. 

Mit dabei: Croissants in allen Farben und Geschmäckern, von Knoblauch bis Avocado, von Matcha-Syrup bis Schoko-Creme, von getoastetem Marshmallow bis Orange

So sehen die Croissants aus:
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Wer genau hinter Baker Doe steht ist nicht klar, die Inhaber oder Inhaberinnen wollen anonym bleiben. Was aber bekannt ist: Es handelt sich um ein Team von lediglich zwei Personen – und es sind Künstler am Werk. 

  • Die eine Person aus dem Team kümmert sich um die Füllungen und Geschmäcker. Ursprünglich aus Hong Kong, zwischendurch in Australien gelebt und letztlich in San Francisco gelandet, brachte er oder sie sich das Handwerk des Backens zunächst selbst bei – und lernte dann bei einem französischen Patisserie-Chef. 
  • Die andere Hälfte des Teams kümmert sich ausschließlich um den Teig. Ursprünglich in der Graffiti- und Stahlskulptur-Branche tätig hat er oder sie kurzerhand auf Croissant-Kunst umgesattelt. 
So sieht eines der wöchentlichen Menüs aus:

- Bicolor Strawberry-Horchata Cream Croissant w/ Meringue Heart - Matcha Tiramisu Croissant w/ Mascarpone Cream, Matcha...

Gepostet von Baker Doe am Freitag, 20. April 2018

Und es sieht so aus, als würde das ausgefallene Gebäck sogar schmecken. Das berichtet zumindest der San Francisco Chronicle

"Es ist schwierig, nicht noch einmal dort zu bestellen, nachdem man sich durch ein wöchtenliches Menü durchgegessen hat," steht dort. 

Aber viele Geschmäcker wird es nicht mehr als einmal geben und auch an Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen will das Back-Team nicht aufstocken:

Wir werden nie Quantität über Qualität stellen.

Drei Tage brauchen die beiden für die Entwicklung einer neuen Gebäck-Reihe, die sie am Wochenende backen und ausliefern – für Barzahler sogar Sonntagmorgens nach Hause! Am liebsten hätten sie einen kleinen Laden, von dem aus sie selbst ihre Backwaren verkaufen könnten. Doch die Croissants sollen etwas Besonderes bleiben: 

 "Für all die Menschen, die uns drängeln wollen, mehr zu produzieren, habe ich genau ein Wort: Nein."

Gerechtigkeit

Opernsängerin fliegt aus einem Stück – weil sie schwanger ist
In der Hamburger Staatsoper ist kein Platz für einen Babybauch.

"Heute muss ich euch eine unerwartete Mitteilung machen", schrieb Julie Fuchs am Freitagabend auf ihrer Facebook-Seite.

Die 33-Jährige ist Opernsängerin aus Frankreich und seit Jahren auf Bühnen in ganz Europa zu sehen. So sollte es nun auch an der Hamburger Staatsoper sein: Julie hatte die Rolle der Pamina in Mozarts "Zauberflöte". Anfang Mai sollte es mit dem Stück losgehen, in dieser Woche beginnen die Proben. Doch nun wurde Julia mitgeteilt, dass sie leider doch nicht Teil der Produktion sein wird. 

Der Grund: Die Sopranistin ist im vierten Monat schwanger.