Aber ihre Angst ist nicht ganz unberechtigt.

Unsere Generation ist mit vielen Aspekten des täglichen Lebens konfrontiert, die einem Angst machen können. Zum Beispiel unsichere Jobaussichten, die Folgen des Klimawandels – oder Fleisch.

Fleisch? Ja, denn offenbar sind nicht nur viele Millennials damit beschäftigt, Fleischkonsum möglichst zu vermeiden. Es gibt auch eine signifikant große Anzahl von Menschen unter 35, die Fleisch zwar essen, es aber eigentlich ziemlich eklig finden. 

Zu dieser Erkenntnis ist die britische Supermarktkette "Sainsbury's" gekommen. Die meint, herausgefunden zu haben, dass junge Menschen rohes Fleisch ungern berühren und es daher auch nicht so gerne kaufen, um es selbst zuzubereiten. 

Das ist schlecht für den Supermarkt. Also haben sich die Verantwortlichen etwas überlegt: eine Verpackung, aus der man das Fleisch direkt in die Pfanne schütten kann. Die Verpackung sieht aus wie ein Beutel und nennt sich "doypack".

Keine ekligen, fettigen Finger, keine Berührung mit dem womöglich keimbehafteten Fleisch. 

Denn gerade letzteres war für die Menschen in den Marktforschungsgruppen von "Sainsbury's" das größte Problem. Eine der teilnehmenden Frauen habe laut dem Unternehmen sogar angegeben, dass sie ihr Hühnchenfleisch immer zuerst mit Desinfektionsspray einsprühe, bevor sie es koche.

Ja, du hast richtig gelesen. 

"Kunden, vor allem die jüngeren, haben ziemliche Angst davor, rohes Fleisch zu berühren. Die Beutel können die Menschen, vor allem solche, die wenig Zeit haben, einfach aufreißen und das Fleisch direkt in die Pfanne schütten, ohne es je anzufassen", sagte Katherine Hall, die Produktentwicklungsmanagerin für "Sainsbury's" Fleischsparte, in einem Interview mit der Sunday Times.

Ein anderes Produkt, das auf dem britischen Markt sehr erfolgreich ist, sei ein Brathähnchen, das man direkt im Beutel backen könne, heißt es in der Times. Aus dem selben Grund.

Wie erklärt sich das Unternehmen diese angebliche Angst?

Es sei weniger das Fleisch als die Tatsache, dass viele junge Menschen in England großen Respekt davor hätten, zu kochen, meint Katherine Hall. "Viele junge Menschen essen in Restaurants, aber bereiten nicht so viel Essen zu Hause zu. Wenn man daran nicht gewöhnt ist, könnte man denken: 'Igitt, das lasse ich lieber jemand anderen für mich machen.'"

Es könne aber auch an dem Bewusstsein der Keime in Fleisch – vor allem Hühnerfleisch – liegen. 

Was ist dran an dieser Angst?

Tatsächlich haben einige Studien und Tests in den vergangenen Jahren ergeben, dass viele der im Supermarkt angebotenen Fleischsorten mit Keimen – zum Teil sogar den gefährlichen multiresistenten Keimen – belastet sind. (BUND, NDR, taz)

Die bisherigen Tests zeigen jedoch: Die wirklich gefährlichen Keime verbreiten sich fast ausschließlich in der Massentierhaltung. Wer also beispielsweise ein Hühnchen vom Biohof oder anderen Haltungen mit mehr Tierschutz kauft, reduziert das Risiko fast auf null.

Was du sonst noch tun kannst, hat die Verbraucherzentrale hier zusammengestellt. 

Die wichtigsten Tipps:

Rohes Fleisch sollte getrennt von anderen Lebensmitteln im Kühlschrank gelagert werden und ...
... bei der Zubereitung auch nicht in Kontakt mit anderen rohen Lebensmitteln kommen – vor allem mit denen, die nicht mehr erhitzt werden.
Rohes Fleisch sollte man eher nicht waschen, weil die Wasserspritzer die Keime verteilen können, sondern es lieber mit Küchenpapier abtrocknen und dieses dann wegwerfen.
Vor allem Geflügelfleisch sollte bis in die Mitte erhitzt werden. Die meisten gefährlichen Keime sterben nach 10 Minuten bei 70 Grad Celsius ab.
Küchenbretter, Messer und alles, was sonst in Kontakt mit dem Fleisch gekommen ist, sollte mit sehr heißem Wasser gereinigt werden.
Hände nach dem Berühren des rohen Fleisches gründlich mit warmem Wasser und Seife waschen.
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Musik

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