"Ohne Döner existiert keine LIEBE!"

Es gibt viel gutes Fast Food in dieser Welt. Da wären Pizza. Pommes Schranke. Auch Burger. 

Aber dann gibt es eben auch: Döner. 

Kurz sah es so aus, als wolle die EU den Döner in seiner jetzigen Existenz verbieten. Dann wurde das gerade noch mal abgewendet (bento).

Wie großartig so ein Döner ist, hat nun der 13-jährige Ali aus Wien beschrieben. Im Wiener Migrantenmagazin "Biber" verfasste er eine kurze, aber heftige Liebeserklärung an das mit Kebab gefüllte Fladenbrot. In dem Magazin haben Schülerinnen und Schüler die Chance, unter Anleitung von Journalisten Texte zu schreiben. Die besten werden später abgedruckt. 

Ali geht in die 4. Klasse, in Österreich entspricht das der deutschen 8. Klasse. Nun hat es sein Text in die aktuelle Ausgabe geschafft. Die Journalistin Melisa Erkurt hat den Text abfotografiert und auf Twitter als "Story des Jahres" geteilt. 

Melisa hat die vergangenen drei Jahre für "Biber" gearbeitet, schreibt sie bento. Sie war eine der Journalistinnen, die an Wiener Schulen gehen und die Kinder und Jugendlichen betreuen. "Ich habe durch das Projekt schon mit über 500 Schüler und Schülerinnen zusammengearbeitet", schreibt Melisa. 

Ali sei nun in der ersten Klasse gewesen, die sie nicht mehr betreut hat. Umso mehr habe sie auf die "Biber"-Ausgabe gewartet. Dabei habe sie Alis Liebeserklärung entdeckt.

Ihr Tweet hat mittlerweile mehr als 7000 Likes und 1500 Retweets erhalten. Und alle feiern Ali für seine Döner-Leidenschaft:

Und es stimmt ja, was Ali schreibt. Es sind die kleinen Dinge im Leben, die begeistern, die das Herz erwärmen. 

Klar, könnte man jetzt einwenden, es gibt wichtigeres. Die Rente, der CDU-Parteivorsitz oder die hohen Mieten. Aber für Sorgen bleibt ja schon so viel Raum – für die Liebe hingegen kaum. 

Gerade deshalb berührt wahrscheinlich so viele der Text von Ali. Ohne große Verfälschung, ohne viel Drumherum schreibt er ehrlich auf, wie er zum Döner fand und ihn seitdem nicht mehr missen will. Es ist einfach. Und gerade deshalb gut. 


Die Frage, die sich nach all der Aufregung um Alis Liebeserklärung dann stellt, ist schließlich: Warum ist der Döner eigentlich noch nicht zum Weltkulturerbe erklärt worden? Spätestens wenn Ali einen eigenen Döner-Imbiss aufmacht, sollte das direkt mal angedacht werden!

Zum Nachlesen – Hier ist Alis Ode an den Döner:

"Meine Liebe zu Döner begann vor acht Jahren. Mit fünf ging ich zum ersten Mal zu einem Dönerstand und holte mir einen saftigen Döner mit Salat und Soße. Er schmeckte so heftig. Ich sagte meiner Mutter, dass sie mir noch einen holen soll, aber sie wollte mir keinen Döner kaufen. Die ganze Nacht dachte ich an den Döner. 

Nach circa vier Jahren war ich immer noch dönersüchtig. Ich hab damals sicher jede Woche einen Döner gegessen. Tu ich eigentlich immer noch, aber ja. Ich möchte an dieser Stelle allen Eltern etwas mitteilen:

Verbietet euren Kindern nicht den Döner! Denn ohne Döner existiert keine LIEBE!

Und an alle Veganer: Bevor ihr da etwas dahinredet probiert mal Döner, dann können wir mal weiterreden!

Man kann Kindern den Döner nicht verbieten. Ihr müsst auch nicht immer bei dem coolsten oder beim luxuriösesten Dönerstand essen - auch bei kleinen Dönerständen kann der Döner heftig schmecken. 

Aber Qualität hat ihren Preis: Nehmt ruhig den Döner, der 50 Cent mehr kostet – billig heißt nicht immer gut. Und esst euren Döner immer bei einem Türken! Vertraut mir einfach! Ich habe eigentlich vor, mal Bautechnik zu lernen – wenn das nicht klappt, ist mein Plan B Dönerbudenbesitzer zu werden. Ich schwöre euch, Ali’s Döner wird der beste Döner Wiens."

Den Text und Tipps für die besten Döner-Läden Wiens findest du auch auf der Seite von "Das Biber".

Ali hat übrigens auch einen Profi-Tipp für die besten Döner-Zutaten. 

Sie lauten: Fleisch. Salat. Soße. Und scharf.

Was aber in Wien nicht geht, danach rülpsen:


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"Lustig wie eine Wurzelbehandlung": Wie US-Kritiker den neuen Film von Til Schweiger zerreißen
Eigentlich sollte das US-Remake von "Honig im Kopf" ein Erfolg werden.

Til Schweiger und die deutschen Filmkritiker sind keine guten Freunde. Fast alle seine Filme werden belächelt oder verrissen, der Regisseur und Schauspieler regt sich dann gerne auf Facebook darüber auf.

2016 verkündete Schauspieler Michael Douglas, dass der Til-Schweiger-Film "Honig im Kopf" ein US-Remake bekommt. Die Hauptrolle des an Alzheimer erkrankten Amadeus Rosenbach sollte er übernehmen – und sich auch an der Produktion beteiligen. Es schien, als verstünde endlich jemand Til Schweigers Kunst. 

Nach der Ankündigung wurde es aber ziemlich ruhig um den US-Film von Til Schweiger, erst Ende Oktober 2018 wurde ein Trailer veröffentlicht: