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Wissenschaftler haben 35 Nahrungsmittel untersucht. Wir präsentieren die Ergebnisse – und führen die Studie weiter.

Nach einem richtig blöden Tag einen kleinen Topf Eis essen – viel schöner wird das Leben nicht. Nur fällt es verdammt schwer, damit wieder aufzuhören. Schokolade, Eis, Chips: einige Nahrungsmittel machen einfach süchtig.

Aber welche Speisen sind am schlimmsten? Und warum machen sie süchtig? Diesen Fragen sind Wissenschaftler der Universität Michigan nachgegangen (Zur Studie).

Das Ergebnis: Einige Nahrungsmittel wirken auf den Körper ähnlich wie Drogen. Das gilt vor allem für stark verarbeitetes und fettiges Essen – zum Beispiel Pizza.

Die Kriterien für eine Essenssucht

Wie misst man Sucht nach Essen? Die Forscher haben es auf drei verschiedene Arten versucht:

  1. Den Probanden wurden jeweils zwei Gerichte genannt. Dann mussten sie dasjenige auswählen, welches ihnen mehr Probleme bereitet.
  2. Die Testpersonen mussten auf einer Skala von eins bis sieben angeben, wie problematisch die jeweilige Speise für sie ist.
  3. Die Forscher griffen außerdem auf sieben Kriterien zurück, die in der Suchtforschung oft verwendet werden. Sie werden Yale Food Addiction Scale genannt. Hier kommt die entsprechende Checkliste:
  • Du hast mehr von dem Nahrungsmittel und über einen längeren Zeitraum gegessen als ursprünglich beabsichtigt.
  • Du willst dauernd damit aufhören und schaffst es nicht.
  • Du verbringst viel Zeit damit, das Nahrungsmittel zu kaufen und es zu essen.
  • Du gibst wichtige soziale und berufliche Aktivitäten auf oder reduzierst sie.
  • Du isst das Gericht immer wieder, obwohl du du die negativen Konsequenzen kennst.
  • Du hast eine Toleranz entwickelt und brauchst immer mehr davon, um den gleichen Effekt zu erzielen.
  • Du hast Entzugserscheinungen.
Welche Art von Essen süchtig macht
Der Studie zufolge gibt es drei robuste Faktoren für das Suchtpotenzial von Nahrungsmitteln:

  1. Der Grad der Verarbeitung
    Hochverarbeitete Speisen kommen so nicht in der Natur vor. Sie wurden verändert, damit sie unser Gehirn mehr belohnen – zum Beispiel durch mehr Mehl oder Zucker.
  2. Die Glykämische Last
    Das ist ein Maß für die Reaktion des Blutzuckerspiegels. Eher süchtig machen die Lebensmittel, die einen schnellen und hohen Blutzuckeranstieg auslösen. Es kommt also nicht allein auf die Menge an Zucker und Mehl an, sondern auch darauf, wie schnell sie aufgenommen werden.
  3. Menge an Fett
    Der Fettgehalt beeinflusst, wie sehr uns etwas schmeckt. Je mehr Fett, desto größer tendenziell die Suchtgefahr.

Was die Forscher auch herausfanden: Süchtig machendes Essen hat zum Teil ähnliche Eigenschaften wie Drogen. Die Inhaltsstoffe sind hochdosiert und werden schnell aufgenommen.

Zudem laufen in den Gehirnen von essensüchtigen Menschen ähnliche Reaktionen ab wie bei Drogensüchtigen. Es werden jene Gehirnregionen zunehmend aktiviert, die mit dem Belohnungssystem zusammenhängen.

Zum Beispiel?

Diese acht Speisen landeten in beiden befragten Gruppen unter den Top Ten:

  • Schokolade
  • Pizza
  • Eiscreme
  • Chips
  • Kekse
  • Pommes frites
  • Cheeseburger
  • Kuchen

Auf Platz eins bei der ersten Testgruppe: Schokolade.
Bei der zweiten Testgruppe: Pizza.

Jetzt seid ihr dran

Jetzt folgen die 35 Speisen, die die Forscher abgefragt haben. Wir führen die Studie einfach weiter. Das hat natürlich keine wissenschaftliche Aussagekraft. Aber ein Trend lässt sich schon feststellen. Jede einzelne Speise könnt ihr hoch- oder runterwählen.

Nach welchem Essen seid ihr besonders süchtig?